Kategorie: Lesung

Literatur unter Bäumen 2021: Zweiter Abend „Erhellungen“

2. 9. 2021, 19:30 Uhr: ERHELLUNGEN
Wallstein Verlag, Göttingen
Gäste: Thedel von Wallmoden & Claudia Hillebrand
Es liest Markus Hottgenroth, Theater Ulm

Wir lesen uns einmal durch die schönsten aktuellen Bücher.
Musik: Jazzpianist Dominik Wiedenmann, Würzburg
Ort: Auf dem Schwal, Neu-Ulm
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 8 € / 5 € ermässigt

Der Göttinger Wallstein Verlag steht für exquisite Wiederauflagen, typographische Kleinode, eine Literaturzeitschrift von höchster Qualität und Sachbücher, die man lesen muss. Verleger Thedel von Wallmoden und Claudia Hillebrand stellen fabelhafte Wallstein-Bücher vor, unter anderem von Georges-Arthur Goldschmidt, Anna Baar und Theresa Präauer. Markus Hottgenroth vom Ulmer Theater liest, mit sommerlichen Jazzklängen begleitet der junge Pianist Dominik Wiedenmann (Würzburg)

Literatur unter Bäumen – das sind spannende Geschichten und dazu passend ungewöhnliche Live-Musik, unplugged, intelligent, neu. Für Getränke und ausreichend Bücher ist gesorgt. Lesen Sie weiter

Literatur unter Bäumen 2021: Erster Abend „Erkundungen“

1. 9. 2021, 19:30 Uhr: ERKUNDUNGEN
Sabine Dörlemann stellt den Dörlemann Verlag vor.

Wir lesen uns einmal durch die schönsten aktuellen Bücher.
Musik: Jazzpianist Dominik Wiedenmann, Würzburg
Ort: Auf dem Schwal, Neu-Ulm
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 8 € / 5 € ermässigt

Der Züricher Dörlemann Verlag hat nicht nur wunderbaren Klassikern der Moderne wie Dorothy Parker, Ivan Bunin oder Patrick Leigh Fermor zu neuem Glanz verholfen – die „Klassiker von Morgen“ gibt es hier ebenfalls zu entdecken. Sabine Dörlemann stellt herausragende Neuigkeiten aus den aktuellen Programmen vor und weiss kurzweilig über Autoren:innen und Übersetzer:innen zu erzählen.
Mit sommerlichen Jazzklängen begleitet uns der junge Pianist Dominik Wiedenmann (Würzburg)

 

»Der 2003 gegründete Verlag zählt zu den erfreulichsten Erscheinungen des Buchmarkts. Er hat ein überschaubares, aber hochkarätiges Programm … Die Bücher des Reiseschriftstellers Patrick Leigh Fermor sind ebenso bei Dörlemann erschienen wie die Kriegsreportagen und Novellen von Marha Gellhorn oder die todtraurigen Romane Patrick Hamiltons. Elizabeth Taylors Versteckspiel und Richard Hughes‘ Abenteuerroman Orkan über Jamaika zählen zu den schönsten literarischen Entdeckungen, auf die der Falter in diesem Jahr gestoßen ist. Ach ja: Dass die Bücher auch haptisch und optisch ein Fest sind, sollte eventuell auch noch erwähnt werden.«
Klaus Nüchtern, Falter

Literatur unter Bäumen 2021 | Begegnungen mit Büchern und Menschen | Open Air am Donau-Ufer vom 1. bis 4. September 2021

Literatur unter Bäumen 2021

 

Spätsommer? Wir sind optimistisch!
Wir laden wieder ein zu  „Literatur unter Bäumen“.

Seit 2017 veranstaltet die Stadt Neu-Ulm im Sommer in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e.V. die Literaturreihe „Literatur unter Bäumen“.

Literatur unter Bäumen ist die Begegnung mit Verlagen und ihren Machern an schönen Orten in Neu-Ulm – unter freiem Himmel – und garniert mit dazu passender ungewöhnlicher Live-Musik. Die Veranstaltungsreihe macht sich auf die Suche nach besonderer Literatur abseits der Bestsellerlisten.
Wir lesen uns einmal quer durch die Verlagsbücher, durch das lebendige Erzählen steigen wir ein ins Leben der Büchermacherinnen und Autoren*innen. Durch die Abende führt Florian L. Arnold.
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Literaturwoche Donau 2021: Raphaela Edelbauer

Raphaela Edelbauer liest aus „Dave“

Raphaela Edelbauer wird uns den heutigen Freitag mit einer furiosen Dystopie, nein, sagen wir besser Vision versüßen. Open Air in der Wilhelmsburg, und danach spielen uns Thom And The Wolves zur Nacht.

Literaturwoche Donau: Raphaela Edelbauer: Dave

 

 

 

#literaturwochedonau2021 #literaturfestivalulm #literatursalondonau #klettcottaverlag #stürmtdieburg2021 #indiebooks #buchhandlungaegis #florianlarnold #raphaelaedelbauer #dytopianliterature

Literaturwoche Donau 2021: Aufprall: BudeMunkWieland. Eine Zeitreise. Ein Gespräch.

Do., 5. 8. 2021, 19:30 Uhr
Aufprall: BudeMunkWieland
Eine Lesung. Eine Zeitreise. Ein Gespräch.
Moderation: Cora Schönemann
Es liest: Charlotte Wurm
Ort: Cabaret Eden, Karlstr. 71

„No Future“: Unter dieser Parole besetzt eine Gruppe junger Leute Anfang der Achtzigerjahre ein Haus in Kreuzberg. Aufbruchsstimmung wechselt mit inneren Streitigkeiten unter der ständigen Bedrohung durch die Staatsgewalt. Bis bei einem Unfall eine Besetzerin ums Leben kommt. Dies hat das Autorinnen-Künstlerkollektiv BudeMunkWieland so oder ähnlich erlebt und wird uns davon manches berichten.
„Aufprall“ spielt in einer Welt von Punk, Straßenschlachten, AIDS, Drogen, rauer Kunst und wilden Theorien, bloßem Sex und tiefer Zuneigung, zu einer Zeit, die keine Kompromisse kannte.

„Im Abgründigsten und Kühlsten glühend lebendig“, Frankfurter Hefte, 3/2021

 

 

Literaturwoche Donau 2021: Die Chamäleondamen & Bernhard Eder

Aus dem Bereich des Kinder- und Jugendbuchs ist Yvonne Hergane ja nicht wegzudenken. Seit den 90ern schon ist sie in mehreren Verlagen mit witzigen und geistreichen Büchern für junge Menschen vertreten. Nun aber hat sie ihr Debüt als Romanautorin vorgelegt – und was für eines! Bildstark, poetisch, hochoriginell und überaus sensibel beschreibt Hergane in ihrem generationenübergreifenden Portrait vier Frauenschicksale über vier Generationen hinweg. Auch für die Herren der Schöpfung ein Genuß und ein Erlebnis, überhaupt eine der erfreulichsten Neuerscheinungen in 2020.

 

 

Yvonne Hergane, geboren 1968, studierte nach dem Abitur Germanistik, Anglistik und Buchwissenschaft in Augsburg und München. Seit Mitte der 90er Jahre arbeitet sie als Autorin, freie Übersetzerin und Lektorin.
Wir freuen uns wie verrückt auf diese hochsympathische Autorin und ihre Verlegerin Sarah Käsmayr. „Die Chamäleondamen“ ist ein großes Panorama von feinsinnig poetisch und mitunter bitterkomisch erzählten Schicksalen, das einem nicht mehr aus dem Kopf gehen wird.

Am 4. August 2021 im Cabaret Eden (bei schönem Wetter draußen im „Lustgarten“!), danach das Konzert von Bernhard Eder!

Don’t miss it!

 

 

Literaturwoche Donau 2021: Walle Sayers Wortfährten, Alltagsbühnen

Schlechtwetter-UPDATE: Wir sind heute in den Räumen der Museumsgesellschaft Ulm, Neue Strasse 85, 89073 Ulm.

 

Mit Walle Sayer begrüßen wir am Sonntag, 1. August, um 18:30 Uhr einen Gast, mit dem wir uns seit längerem schon verbunden fühlen – auch durch seinen emsigen und begeisterungsfähigen Verleger Hubert Klöpfer, der seit diesem Jahr in der Edition Klöpfer Literaturschätze publiziert.

Sayers neuer Band „Nichts, nur“ ist ein opus magnum aus Texten der letzten 35 Jahre. Entstanden ist ein schönes, dem Autor würdiges Buch in Ganzleinen, bei der Edition Klöpfer im Kröner Verlag, Stuttgart 2021, erschienen.

Gegenden, Landschaften, Orte, ein Figurenkabinett, die Herkunft, der Historienhauch, das Antlitz der Dinge, Wortfährten, Alltagsbühnen … Nichts, nur versammelt Gedichte, Prosagedichte und Erzählminiaturen von Walle Sayer aus 35 Jahren: Lesebuch, Kompendium, Querschnitt und Zwischensumme zugleich.

Walle Sayer: „Mitunter, wenn mir der Vers im Satz aufgeht, wenn zwei, drei Sätze mit lyrischen Mitteln eine Erzählfläche abstecken, konzentrisch, mehr abschweifend als ausschweifend, wenn das Gedicht einen Erzählkreis zieht um den poetischen Augenblick, sich zwischen die Formen begibt, Aufzeichnung wird, Eintragung, Essaygedanke, ausufernde Notiz, Litanei …, entsteht das, was ich Prosagedicht nenne.“

Zur Veranstaltung: Literaturwoche Donau: Walle Sayer im Gespräch mit Hubert Klöpfer [Museumsgesellschaft Ulm]

 

Warum Erich Mühsam lesen (und hören)? Teil 2

Heute sehen wir zur Eröffnung der neunten Literaturwoche Donau Der Singende Tresen in Aktion mit Erich Mühsam. Manja Präkels und Markus Liske stellen diesen herausragenden Autor, der 1934 von den Nazis bestialisch ermordet wurde, seit vielen Jahren durch herausgeberische, aber eben auch durch musikalisch-darstellerische Weise vor.

Warum gerade der Anarchist Erich Mühsam? Wie aktuell ist Mühsams Werk heute?

Manja Präkels: „Mühsams umfangreichstes Werk – seine Tagebücher –  wird erst seit ein paar Jahren peu à peu veröffentlicht, ebenfalls im Verbrecher Verlag, herausgegeben von Chris Hirte und Conrad Piens. An seinem Leidensweg und schließlich dem seiner Gefährtin Zenzl werden die ideologischen Verheerungen des 20. Jahrhunderts gut sichtbar. Mühsam, der Dichter, Revolutionär und Bohemien, war ein Antiautoritärer par excellence. Mit seinen Gedichten und Tagebuchaufzeichnungen hat er mich schon in meiner Jugend abgeholt und nicht mehr losgelassen. Er war wie Medizin für mein gebrochenes Pionierherz und eröffnete eine Welt jenseits der Bevormundung. Die Mauer war gefallen. Systeme brachen. Ich bin ziemlich streng erzogen worden, war verdruckst und eingeschüchtert. Woran sol31lte ich noch glauben, nun, wo alles nichts mehr zählte? Etwas an den Ideen hatte doch gestimmt, oder? Da steht dann Mühsam und erklärt: Klar. Die Welt muss radikal verändert werden, so elend, wie ein Großteil der Menschheit zu leben und sterben gezwungen ist. Es kann eigentlich nur besser werden! Los, fang an. Da vorn am Horizont warten großartige Zukünfte einer Gesellschaft der Vielen, die solidarisch mit- und nicht gegeneinander leben. Die Sache hat nur einen Haken: Dafür musst du alles geben. So würde ich mein persönliches Mühsam-Update heute formulieren. Sicher war er in manchen Fragen Kind seiner Zeit. Und doch reichte sein Blick weit darüber hinaus. Auch dass er meist zwischen allen Stühlen saß, nimmt mich sehr für ihn ein. Ein Ort der besten Übersicht!“

Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Sängerin der hochgelobten Band »Der singende Tresen« und Autorin des Lyrikbandes »Tresenlieder«. Sie ist Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung«, eines Klassikers der Nachwende-Literatur.

Für den Verbrecher Verlag stellte sie mit Markus Liske das Erich-Mühsam-Lesebuch »Das seid ihr Hunde wert!« (2014) sowie den Band »Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?« (2015) zusammen. Präkels erhielt für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (2005) und das Aufenthaltsstipendium im Writers House Ventspils, Lettland (2012/13).

Manja Präkels wurde für ihren Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet.

Zudem erhält sie für diesen Roman den Anna-Seghers-Preis 2018.

Siehe auch: gedankenmanufaktur.net

Warum Erich Mühsam lesen (und hören)?

Am Samstag, 31. Juli 2021, erleben wir Der Singende Tresen in Aktion mit Erich Mühsam. Markus Liske und Manja Präkels stellen diesen herausragenden Autor, der 1934 von den Nazis bestialisch ermordet wurde, seit vielen Jahren durch herausgeberische, aber eben auch durch musikalisch-darstellerische Weise vor.

Wir haben Markus gefragt, was ihn an diesem Autor bewegt.

„Erich Mühsam ist zweifellos eine der wichtigsten literarischen und politischen Stimmen des beginnenden 20. Jahrhunderts in Deutschland. Mit brillanten Essays sowie seinem Hauptwerk, den Tagebüchern von 1910 bis 1924, begleitete er den Untergang des Kaiserreichs, die Revolutionszeit und die Weimarer Republik, analysierte das Geschehen, war 1918 der erste Deutsche der die Revolution ausrief und sagte bereits im Frühjahr 1919 den kommenden Faschismus voraus. Vor allem aber war er ein wunderbarer Dichter, ätzender Satiriker, Revolutionär und lebenslustiger Bohemien mit großem Hang zu Ausschweifungen aller Art. Kurz: Leben und Werk sind bei Mühsam einfach nicht zu trennen. Deshalb war es uns wichtig, anhand seiner Texte auch seine Lebensgeschichte zu erzählen.“

Markus Liske, 1967 in Bremen geboren, lebt in Berlin. Er ist Autor und Teil der Band »Der singende Tresen«. Nach mehreren Bänden mit Satiren und Essays war er 2011 Mitherausgeber der erzählerischen Anthologie „Kaltland – Eine Sammlung“.

Wir freuen uns auf den Abend mit dem „singenden Tresen“ in der Ulmer Reithalle, Schillerstraße

Der Kultursommer ist eine Initiative der Kulturabteilung der Stadt Ulm in Zusammenarbeit mit der Ulmer Kulturszene. Die einzelnen Programmpunkten werden von Gleis 44, Roxy Ulm oder HfG Archiv veranstaltet. Alle Beteiligten bedanken sich bei den Stadtwerke Ulm / Neu-Ulm und bei der Kulturstiftung des Bundes für die freundliche Unterstützung. Die Veranstaltungsreihe wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.
> Das ganze Programm der Literaturwoche Donau 2021

Presse: „Die Literaturwoche Donau stellt Indie-Verlage in den Mittelpunkt“

Im Mai hatten wir noch Sorge, ob es in diesem Jahr wieder ein Ulmer Literaturfestival geben kann – nun sind wir sicher: Am 31. 7. startet die neunte Ausgabe der „Literaturwoche Donau“. Und wie gewohnt haben wir die Autoren*innen der unabhängige Verlagsszene im Mittelpunkt.Buchmarkt veröffentlichte eine Pressemeldung zu unserem Literaturfestival:

„Es sind über zwei Wochen, bei denen die unabhängige Literatur aus besonderen Verlagen im Mittelpunkt steht: Von Samstag, 31. Juli bis Dienstag, 17. August erwartet das Publikum in Ulm einen Mix aus Bekanntem und Neuem, ernster Literatur und feiner Lyrik, schrägen und schwarzhumorigen Texten und Performances. Lesen Sie weiter

„Die Unschärfe der Welt“: Iris Wolff & Corinna Kroker im Gespräch. Videopremiere!

Autorin und Lektorin im Gespräch: Es war leider nicht mit Publikum möglich, aber das Team des „Kulturspeicher Ulm“ unter Leitung von Jan Ilg hatte alles getan, damit wir eine angenehme Zeit im Ulmer Kornhaus hatten. So konnte – vor Kameras – die Begegnung mit Iris Wolff und Lektorin Corinna Kroker (beide: Klett-Cotta-Verlag) stattfinden und es wurde eine angeregte Plauderstunde über das Buch „Die Unschärfe der Welt“ und die Kunst des Schreibens. Moderiert von Autor Florian L. Arnold.

„Ich versuche so wenig wie möglich anzureißen und doch zugleich eine Tiefenschärfe hin zu bekommen, so daß die Sätze sind wie kleine Kammern, die sich öffnen. Bilder, die bestehen bleiben. Das ist für mich Poesie (…)“

„In dem Buch geht es darum, wer man in den Augen eines anderen Menschen ist und wer man auch jenseits von politischen und gesellschaftlichen Systemen ist.“ Lesen Sie weiter

Impressionen von Iris Wolff und Corinna Kroker

Autorin und Lektorin im Gespräch …

Es war leider nicht mit Publikum möglich, aber das Team des „Kulturspeicher Ulm“ unter Leitung von Jan Ilg hatte alles getan, damit wir eine angenehme Zeit im Ulmer Kornhaus hatten. So konnte – vor Kameras – die Begegnung mit Iris Wolff und Lektorin Corinna Kroker (beide: Klett-Cotta-Verlag) stattfinden und es wurde eine angeregte Plauderstunde über das Buch „Die Unschärfe der Welt“ und die Kunst des Schreibens.

Besonders schön: Lektorin Corinna Kroker gab einen tiefen Einblick in ihren Tätigkeitsbereich, der vom „Erstkontakt“ mit AutorIn und Manuskript bis hin zur Programmgestaltung und Buchgestaltung reicht. Iris Wolff berichtete über die Genese der Charaktere ihres Buches, aber auch beispielsweise die Bedeutung des Reisens in der Phase der Ausarbeitung.

Das alles ist digital gesichert und wird in Bälde abrufbar sein. Bis dahin einige Impressionen (Fotos: Florian L. Arnold)

Signierte Ausgaben des neuen Romans „Die Unschärfe der Welt“ von Iris Wolff sind – in limitierter Zahl- bei der Ulmer Buchhandlung Aegis erhältlich!

Iris Wolff in Ulm …

Iris Wolff erzählt die Geschichte einer Familie aus dem Banat, die auch von den Wirren der Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht auseinander gerissen wird. Über vier Generationen spannt die Autorin ihre Geschichte – nicht unähnlich zum Vorgängerband „So tun als ob es regnet“. Doch im neuen Buch geht es um die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks immer miteinander verbunden bleiben, mitunter durch die absurdesten „Zufälle“.

„Ein schillernder Mikrokosmos an Figuren, (…) eindrücklich, als wär’s die eigene Erinnerung“. FAZ

 

Für den Donnerstag, 4. Februar 2021 haben wir im Ulmer Kulturspeicher die Lesung mit Iris Wolff und ihrer Lektorin Corinna Kroker angesetzt.
Die Lesung kann nun, bekanntermaßen, aufgrund der Covid-Beschränkungen nicht mit Publikum stattfinden – und aus technischen Beschränkungen auch nicht als Live-Stream. Wir werden statt dessen das Gespräch aufzeichnen und auf Youtube veröffentlichen.
Mehr hierzu in Bälde.

Signierte Bücher von Iris Wolffs neuestem Werk „Die Unschärfe der Welt“ kann man ab Freitag, 5. 2. 2021, bei der Aegis Buchhandlung in Ulm erwerben (auch Versand!)
> MAIL

ZUM VIDEO (Link folgt)

 

Literaturfrühling im neuen „Kulturspeicher“ im Ulmer Kornhaus

Liebe Mitglieder des Literatursalon Donau,
liebe Freunde, Unterstützer, ehemalige und künftige Gäste,

denken wir nicht länger über das vergangene Jahr nach, in dem es, trotz Wegfalls unserer Literaturwoche und der Reihe „Literaturklassiker im Winter“ doch auch einiges zu entdecken gab, bei „Literatur unter Bäumen“ etwa. Nun aber heißt es, das Gute in 2021 zu sehen und zu erleben: Wir starten unseren Literaturfrühling im neuen „Kulturspeicher“ im Ulmer Kornhaus mit zwei hervorragenden Literaturabenden. Lesen Sie weiter

Literaturtipp: „Lichternacht“

Liebe Freundinnen und Freunde der Literatur,

mit der letzten Nachricht im alten Jahr möchten wir auf ein besonderes Weihnachtsbuch hinweisen: Patrick Roths moderne Weihnachtsgeschichte »Lichternacht«. Vor Jahren schon als bibliophile Ausgabe im Insel-Verlag erschienen, kann man die berührende und leicht schwindelerregende Erzählung nun vom Autor selbst gelesen hören. Es lohnt sich (Dauer ca. 30 Minuten):

Die Kernhandlung entfaltet sich an der Ostküste der USA in den späten 1970er Jahren in New York, der »Bronx« und dem auf der anderen Seite des East River gelegenen »Queens«. Eine Brücke wird zum dramatischen Schauplatz eines unerhörten Ereignisses, das in der Erzählung noch einmal lebendig wird.

»Lichternacht« ist in der Insel-Bücherei Nr. 1285 erschienen und wurde 2014 in einer Sonderausgabe neu aufgelegt.

Wir wünschen schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr, und mögen diese schwierigen Zeiten für uns alle zu um so größerer Wiedersehensfreude im neuen Jahr führen.

Euer
Team des Literatursalon Donau e. V.

 

Lesung Ted Gaier: Argumentepanzer

Sonntag, 18. Oktober 2020 um 19 Uhr im Cabaret Eden, Karlstraße 71, 89073 Ulm

Ted Gaier, Musiker der Band „Die Goldenen Zitronen“ ist mit einem neuen Buch in Ulm: In „Argumentepanzer“ setzt er sich mit Politik und Kunst auseinander: von strukturellem Rassismus bis hin zu Bob Dylan.

Argumentepanzer

Ted Gaier schreibt als teilnehmender Beobachter über Proteste in Athen und Prag oder den Widerstand einer Hausbewohner:innenschaft gegen einen Großinvestor. Er berichtet von strukturellem Rassismus im Theater- und Medienbetrieb sowie Marketingmethoden im Musikbusiness. Er fragt am Beispiel der Band Ton Steine Scherben nach Mustern linker Geschichtsschreibung und in Artikeln über Robert Görl von DAF oder den Monks, was frühere Avantgarden ausmachte. Außerdem geht es um die Geschichte des Mainstreampops in Rumänien, elektronische Musikfestivals oder die Kunst von Mariola Brillowska.

Gaier vermag gesellschaftliche Entwicklungen mit popkulturellen Phänomenen zu erklären. Zugleich hinterfragt er seine Biographie und seine Arbeit mit den Goldenen Zitronen und dem Performancekollektiv Schwabinggrad Ballett. Sein solidarischer Blick auf die Welt, die Offenheit und Klarheit, die Ironie, aber auch die Selbstzweifel des Künstlers und Aktivisten machen diesen Band, der Texte aus den letzten 20 Jahren versammelt, aus.

Essays, Reportagen und Songs

Ted Gaier, geboren 1964 in Stuttgart, aufgewachsen in München und Ulm, ist seit 1983 vor allem in Hamburg, zeitweise in Prag, München und Berlin ansässig. Er ist Mitbegründer der Band Die Goldenen Zitronen, seit 1984 Instrumentalist, Komponist, Texter und Co-Produzent. Seit 1986 folgten diverse Plattenveröffentlichungen und regelmäßige Touren, auch mit anderen Projekten wie z. B. Les Robespierres (ab 1994). Insgesamt sind es 19 Alben. Seit 1998 ist Gaier in Theaterzusammenhängen als Performer, Musiker und in konzeptioneller Funktion aktiv. Seit 2010 arbeitet er regelmäßig zusammen mit der deutsch-ivorischen Performancegruppe Gintersdorfer/Klaßen. Des Weiteren ist er als Regisseur für Video-Clips (u.a. Sterne, Goldene Zitronen, FSK), Musikproduzent (u.a. von Chicks on Speed und Schnipo Schranke) und Freier Autor (u.a. Spex, WOZ, taz, Die Zeit) tätig. Als Filmkomponist des Films „Milan Protokoll“ von Peter Ott wurde er mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2018 für die beste Musik ausgezeichnet. Seit 1999 ist er Teil des politaktivistischen interventionistischen Performancekollektivs Schwabinggrad Ballett. Im September 2009 war er Mitinitiator des Manifests „Not in our name, Marke Hamburg“. Im Verbrecher Verlag erscheint im Februar 2020 unter dem Titel „Argumentepanzer“ eine Auswahl seiner Essays, Reportagen und Songs.

Im „Cabaret Eden“ in Ulm wird er sein Buch vorstellen und sich auch ein bis zwei Fragen der Aegis-Crew stellen.

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Lesung Alexander Häusser: Sehnsucht nach dem Verlorenen

 

Noch alle Zeit: Roman einer schmerzhaften Suche

Nach dem Tod seiner Mutter entdeckt Edvard ein Sparbuch auf seinen Namen. Ein kleines Vermögen hat sich angesammelt. Warum hat seine Mutter ihm das Sparbuch verschwiegen? Steckt vielleicht sein vor 50 Jahren verschwundener Vater dahinter? Jetzt will Edvard die Wahrheit wissen und eine erste Spur führt ihn zu einer Bank in Oslo. Auf der Überfahrt lernt er die junge Berliner Journalistin Alva kennen. Auch sie ist auf der Suche – nach sich selbst. Lesen Sie weiter

Erinnerung: Lesung mit Alexander Häusser am 4. 10. 2020

„Und jetzt? Zur Adresse Deine Vaters? Sie ist etwas außerhalb von Bergen“ sagte Lemskos.Edvard blickte zum Timetable.
„Nein, es ist vorbei.“
„Vorbei? Du willst die Suche beenden, kurz vor dem Ziel?
„Es spielt keine Rolle mehr. Ich weiß jetzt genug über meinen Vater.“
Edvard drückte Lemskos Hand.
„Danke, Isak. Danke für alles!“
Hamburg Departure.‘ Es muss noch einen Platz geben, dachte er, es muss.‘“

Wir sprechen am kommenden Sonntag, 4. 10. 2020 um 17 Uhr in der Theaterei Herrlingen mit Alexander Häusser („Zeppelin“, „Memory“) über seinen neuesten Roman – und mit seinem Verleger Günther Butkus (Pendragon Verlag) über den besonderen „Sound“ seines Autors.
Ein Autor vom Schlage der Christoph Meckel und Klaus Böldl – also der Großen Stillen im Land. Ein Schriftsteller, dessen Arbeiten konsequent versammeln was wirklich bedeutende Literatur ausmacht: Genauigkeit, Beharrlichkeit und die Weigerung, sich vorschnell zufrieden zu geben.

> Kartenservice

 

Beitrag auf „Deutschlandfunk Kultur“

„Langsam, in Bildern von beeindruckender Präzision und Schönheit, beschreibt Häusser die Reise seines Helden ins ferne Norwegen. Eingeflochten werden betörende Erinnerungssequenzen an den jugendlichen Edvard von einst, dem quasi über Nacht die ihn überfordernde Rolle des Familienoberhaupts zuwuchs – alleine und schutzlos den Launen und Ängsten der Mutter ausgesetzt.“

Alexander Häusser liest: „Noch alle Zeit“ – am 4. 10. 2020

Lesung und Gespräch mit Alexander Häusser
4. 10. 2020, 17 Uhr
Theaterei Herrlingen
Oberherrlinger Str. 22
89134 Herrlingen

Wir freuen uns auf diese Veranstaltung mit Alexander Häusser und seinem Verleger Günther Butkus vom Pendragon Verlag. In der Theaterei Herrlingen steigen wir am kommenden Sonntag in das Buch „Noch alle Zeit“ ein!

 

Der in Hamburg lebende Schriftsteller Alexander Häusser hat mit „Noch alle Zeit“ seinen vierten Roman vorgelegt: ein berührendes Werk um von Erinnerung und Dichtung. Edvard Mellmann, der Protagonist des Romans, ist Opfer eines Familiengeheimnisses:das plötzliche Verschwinden seines Vaters blieb bis zum Tod der Mutter ein Thema, über das nicht gesprochen wurde. Als Edvard im Nachlass seiner Mutter ein auf seinen Namen geführtes Sparbuch findet, auf das von Norwegen aus jahrzehntelang Geld für ihn eingezahlt wurden, gibt es für ihn kein Halten mehr – und er macht sich auf den Weg nach Oslo, auf die Suche nach seinem Vater.

Wir sprechen mit Alexander Häusser („Zeppelin“, „Memory“) über seinen neuesten Roman – und mit seinem Verleger Günther Butkus (Pendragon Verlag) über den besonderen „Sound“ seines Autors.
Durch den Abend führt Florian L. Arnold.

„(…) Ein Autor vom Schlage der Christoph Meckel und Klaus Böldl – also der Großen Stillen im Land. Ein Schriftsteller, dessen Arbeiten konsequent versammeln was wirklich bedeutende Literatur ausmacht: Genauigkeit, Beharrlichkeit und die Weigerung, sich vorschnell zufrieden zu geben.“

Karten können bei der Theaterei Herrlingen bestellt werden. Bitte beachten Sie, daß die Anzahl der Sitzplätze unter den Bedingungen der Corona-Pandemie begrenzt ist!
> Karte reservieren

Literatur unter Bäumen 2020: Abenteuer. Cass Verlag, Bad Berka

Literatur unter Bäumen 2020: Abenteuer. Cass Verlag, Bad Berka
Freitag, 28. August 2020, 19 Uhr
> Auf dem Schwal, Neu-Ulm

Gäste: Katja Cassing, Verlegerin
Es liest Rudi Grieser, Theater Ulm
Musik: Ferdinand Schlichtig, Ulm

 

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort. Im diesjährigen Programm wollen wir diese Verlegerinnen kennenlernen.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat Dr. Katja Cassing einen Verlag für japanische Literatur im deutschsprachigen Buchmarkt gegründet. „cass“ verschreibt sich herausragender japanischer Belletristik und Kriminalliteratur. Zu den Autoren gehören Choukitsu Kurumatani, Kazuki Kaneshiro und Arimasa Osawa – in Japan große, preisgekrönte Namen, im Deutschen Neuentdeckungen. Mit anderen jungen, im deutschen Sprachraum und zum Teil europaweit noch unbekannten Stimmen (Nanae Aoyama, Ko Machida) setzt cass diese Linie fort. Das literarische Programm vervollständigen moderne Klassiker wie Morio Kita und Osamu Dazai, dessen Gezeichnet in Japan zu den meistgelesenen Werken überhaupt gehört, daneben Takiji Kobayashis berühmtes Fabrikschiff – der Klassiker der japanischen Arbeiterliteratur. Der Verlag legt Wert auf erstklassige Übersetzung und schöne Ausstattung. Seit kurzem steht der Verlag auch für moderne koreanische Literatur ein.

Katja Cassing wird uns ihren Verlag vorstellen, viele Lese-Auszüge geben Einblick in die Vielgestaltigkeit der japanischen und koreanischen Literatur der Gegenwart.
https://www.cass-verlag.de/

Eintritt: 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks
Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.
Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121

www.literaturbaeume.neu-ulm.de
www.literatursalon.net
facebook.com/literaturbaeume/
instagram: stadt.neuulm

Die Reihe wird ermöglicht dank der Unterstützung durch Prof. Gerhard Mayer. Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e. V.

Literatur unter Bäumen 2020: Wunder. Mirabilis Verlag, Meissen

Literatur unter Bäumen 2020: Wunder. Mirabilis Verlag, Meissen
Samstag, 29. August 2020, 19 Uhr
> Auf dem Schwal, Neu-Ulm

Gäste: Barbara Miklaw, Verlegerin
Martina Altschäfer, Autorin
Florian L. Arnold, Autor
Musik: Sax kisses Piano, Henning Dampel und Silvia Bleicher
Moderation: Marius Müller, Bibliothekar, Blogger

 

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort. Im diesjährigen Programm wollen wir diese Verlegerinnen kennenlernen. „Ohne Autoren kein Verlag“ – welche Texte sind Vergelerinnen wichtig, wie arbeiten sie, worüber sprechen ihre Bücher?

„Mirabilia“ bedeutet auf deutsch „Wunder“. Der Mirabilis Verlag, 2011 von Barbara Miklaw ins Leben gerufen, ist ein Schatzkästchen für besondere Literatur vom Gedicht bis zum hochwertigen Kunstband. Anliegen des Verlags ist es, Bücher zu veröffentlichen, die auch lange nach dem Lesen noch in Erinnerung bleiben – der besonderen Sprache, der tiefgehenden und berührenden Erzählweise wegen. „Ohne Autoren kein Verlag“ ist das Credo der Verlegerin, die eine kontinuierliche und aufmerksame Zusammenarbeit mit den Autoren ins Zentrum stellt – von der Entdeckung bis zur öffentlichen Lesung. Besonderheit bei „Mirabilis“: Doppeltalente. Viele AutorenInnen sind zugleich auch als Bildende KünstlerInnen hervorgetreten. Bei Mirabilis werden die Bücher durchweg von Künstlern gestaltet. Als Doppeltalente in Kunst und Literatur hat die Verlegerin ihre Autoren Martina Altschäfer und Florian L. Arnold dabei, aber auch die Mirabilis-Titel zu Peter Handke und die Lyrik-Reihe tas:ir werden eine Rolle spielen.
mirabilis-verlag.de

Eintritt: 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks
Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei
Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.
Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121
www.literaturbaeume.neu-ulm.de
www.literatursalon.net
facebook.com/literaturbaeume/
instagram: stadt.neuulm
Die Reihe wird ermöglicht dank der Unterstützung durch Prof. Gerhard Mayer. Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e. V.

Literatur unter Bäumen: Beats. Maro Verlag, Augsburg

Literatur unter Bäumen 2020: Beats. Maro Verlag, Augsburg
Donnerstag, 27. August 2020, 19 Uhr
> Auf dem Schwal, Neu-Ulm
Gäste: Sarah Käsmayr, Verlegerin und Gestalterin
Musik: Ferdinand Schlichtig

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort.

Seit 1969 ist MARO der Verlag für Gewagtes und Gewitztes, Hausautoren sind u. a. Charles Bukowski, Jörg Fauser und John Fante. Mit Sarah Käsmayr ist nun die nächste Generation in die Leitung dieses Verlags für Unerwartetes und Unbeirrtes eingestiegen.
Autorin Susanne Neuffer stellt ihre bei Maro erschienenen Bücher vor, die Reales durch ein magisches Brennglas betrachten.

Susanne Neuffer, Jahrgang 1951, publiziert seit 1999 im Augsburger Maro-Verlag, der seine Gründungsenergie aus den Achtundsechzigern zog und seit 1970 zu den interessantesten unabhängigen Verlagen gehört (nicht nur, weil er sich Bukowski, Fante und anderen modernen Klassikern widmet). „Im Schuppen ein Mann“ versammelt Erzählungen über Geschiedene, Insolvente, Verlassene, Fast-Helden eines subtil ins Absurde und Komische verschobenen Alltags. Ist der Nachbar womöglich Jesus oder warum verwandelt er Wasser in Wein? Ist die Rivalin ein menschliches Wesen oder ein besonders attraktives Exemplar künstlicher Intelligenz? Weiß die Hausbesitzerin, was sich im Schuppen tut? Kann man die Welt durch ein Radioprogramm retten? Wieso fallen Ballkleider vom Himmel und wer spielt auf beim Untergang Europas?

„Mit sicherem Blick: Susanne Neuffer erzählt von Menschen, die gerade so durchkommen“ (FAZ)

Eintritt: 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks
Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei
Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.
Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121
www.literaturbaeume.neu-ulm.de
www.literatursalon.net
facebook.com/literaturbaeume/
instagram: stadt.neuulm

Literatur unter Bäumen 2020

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort. Im diesjährigen Programm wollen wir diese Verlegerinnen kennenlernen. Improvisierte Musik regionaler Künstler rundet den Literaturgenuss unter freiem Himmel ab.

Drei Verlage, drei Verlegerinnen. Beim Augsburger Maro Verlag geht nun ein Urgestein der unabhängigen Verlagsszene in die nächste, weibliche Generation über und erfindet zwar das Rad nicht neu, bringt aber frischen Wind in vermeintlich bekannte Ideen und Konzepte.

Der Cass Verlag fokussiert auf japanische und koreanische Literatur der Gegenwart und sorgt neben diesem weit offenen Fenster auf eine uns weitgehend unbekannte Literaturwelt auch für berückend schöne Bücher.
Der Mirabilis Verlag tritt an als Domäne für Doppel- und Mehrfachtalente. Gegenwartsliteratur aus dem deutschsprachigen Raum, Lyrik und Kunstbücher – Hier sind die Buchkünstler oft Autor*in, Illustrator*in und Buchkünstler*in in Personalunion. Wie Peter Handke da hineinpasst verrät uns Verlegerin Barbara Miklaw.

Ort: Auf dem Schwal, Donau-Insel Neu-Ulm
> Karte
Eintritt jeweils 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks

Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr
Musik: Ferdinand Schlichtig, Sax kisses Piano

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.

Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121

www.literaturbaeume.neu-ulm.de
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facebook.com/literaturbaeume/
instagram: stadt.neuulm

Die Reihe wird ermöglicht dank der Unterstützung durch Prof. Gerhard Mayer.

Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e. V.
Der Literatursalon Donau e. V. wird gefördert durch die Stadt Ulm.

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Hubert Flattinger: Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht

I see something of myself
in everyone.
Joni Mitchell, Hejira

Im Bett mit Mrs. O’Hara

„Peggy O’Hara war Irin, etwas über fünfzig, blassgesichtig, zart, dennoch von drahtiger Energie, wenn es darauf ankam. Als Zimmerwirtin des Anise House duftete sie so, wie es der Name ihrer kleinen Bed-and-Breakfast-Pension versprach, nach dem Gewürz, mit dem sie ihre Kekse buk. Wenn ich Mrs. O’Hara bei ihren Unternehmungen begleitete, um zuzusehen, wie sie verbotene Dinge tat, fühlte ich mich wieder wie ein Kind. Und das war schön.“

In Irland wisse man mit Gespenstern umzugehen, wurde ihm im Reisebüro versprochen. Und eben dort auf der grünen Insel macht der blasse Reisende Bekanntschaften, die sein Leben verändern. Da ist das Piratenmädchen aus Strandhill, die dem Touristen aus Oistaraik erst einmal Manieren beibringt. Da ist Ned Stoney, halb Junge, halb Greis, der wie kein anderer von Amerika – dem Land der unerschöpflichen Murmeln und Kartoffeln – zu schwärmen weiß. Und nicht zuletzt findet sich Mrs. O’Hara, die mit Toten spricht und besonders gut mit Geistern kann …

Ein Mann ist sich verloren gegangen und sucht in Gesichtern und Geschichten sein Selbst. Es sind die Sehnsüchte und Gedanken der anderen, die ihn wieder zurück ins eigene Leben führen; es geht um Vertrauen und Zärtlichkeit, um Hautkontakt, Wahrhaftigkeit und Liebe.

„(…)„Ich möchte dich zeichnen. Als Akt, oder meinetwegen als Halbakt. Bin auch mit einem Porträt zufrieden.“
„Was willst du mit dem Bild eines zerrupften alten Besens? Mit siebzehn hättest du mich zeichnen müssen! Da hätte ich noch etwas dargestellt! Mit siebzehn ist immer schönes Wetter im Spiegel.“
„Wenns nur das ist. Ich habe dich die letzten Tage studiert, kenne mich inzwischen in deinem Gesicht besser aus als in meinem eigenen. Ja, ich könnte dich zeichnen, wie du mit siebzehn ausgesehen hast. Das würde ich hinkriegen.“
„Oh, das würdest du, Boy. Das traue ich dir zu. Aber ich bin müde. Mir wäre lieber, du würdest mir ein Märchen aus deiner Heimat erzählen. Oder besser, erzähle mir nochmal von der kleinen Piratengöre, die dich in Irland willkommen geheißen hat.“

> LESEPROBE

Mister Hitchcocks Waxfigurenkopf spielt in Hubert Flattingers neuem Buch „Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht“ (Limbus Verlag) eine besondere Rolle …

Hubert Flattinger, geboren 1960 in Innsbruck, hat im Limbus Verlag bereits mehrere Bücher herausgebracht und dabei auch seine zweite Begabung, die Bildende Kunst, einbringen können. Nach mehreren Exkursionen u. a. als Altenbetreuer, Pflasterstein-Maler, Tierpfleger, Grafiker und Werbeleiter einer Computerfirma fand er schließlich als Journalist jenes Aufgabengebiet, dem er sich am liebsten widmet – dem Menschen nämlich, der ihm gerade gegenübersitzt. Er schreibt Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke und Geschichten für ältere Semester. Bücher (Auszug): Liftboy (2004), Der größte Fisch entwischt (2015) und Als ich Lord Winter war (2017).

 

Foto: Flattinger

Eine Kurzvorstellung des Buches findet man auch bei > Sätze & Schätze!

 

Hubert Flattinger
Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht
Limbus 2020
112 Seiten, Gebunden mit Lesebändchen, € 15,– [A]/[D]
ISBN 978-3-99039-168-6

www.limbusverlag.at

 

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Lesung Walle Sayer, Teil 2

„In Walle Sayers Gedichten begegnen wir einer Welt, die noch in ihrer Erdenschwere etwas Lichtes und Schwebendes besitzt, und die für Augenblicke von allem Werkeln und Machen erlöst ist. Mitten am hellichten Tag darf sie von sich selbst ausruhen und zu einem Stillstand gelangen, bei dem uns nur die leise Frage umtreibt, ob nicht viel mehr die Dinge uns als wir die Dinge ansehen.“
Karl Heinz Ott über Walle Sayers Miniaturen

 

Wir freuen uns, daß Walle Sayer uns einige seiner herrlichen Texte zum Lesen zur Verfügung gestellt hat. Die „Lesung“ also ist nun Ihnen überlassen, lieber Leser!

Seine Bücher findet man > HIER
Und > HIER kann man ihn erleben in „Lesenswert“ mit Denis Scheck

Prosagedichte von Walle Sayer

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Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Lesung Walle Sayer, Teil 1

„In Walle Sayers Gedichten begegnen wir einer Welt, die noch in ihrer Erdenschwere etwas Lichtes und Schwebendes besitzt, und die für Augenblicke von allem Werkeln und Machen erlöst ist. Mitten am hellichten Tag darf sie von sich selbst ausruhen und zu einem Stillstand gelangen, bei dem uns nur die leise Frage umtreibt, ob nicht viel mehr die Dinge uns als wir die Dinge ansehen.“
Karl Heinz Ott über Walle Sayers Miniaturen

 

Wir freuen uns, daß Walle Sayer uns einige seiner herrlichen Texte zum Lesen zur Verfügung gestellt hat. Die „Lesung“ also ist nun Ihnen überlassen, lieber Leser!

Seine Bücher findet man > HIER
Und > HIER kann man ihn erleben in „Lesenswert“ mit Denis Scheck

Prosagedichte von Walle Sayer

 

TON

Es sehen,
was nicht hörbar ist,
Nachhall des Nachhalls
vom Zusammenläuten, das einst
nur zu vernehmen war als Gebimmel
im Weitab dieses Wiesengrundstückes
und seines ächzenden Schuppens,
der ohne Genehmigung hingestellt wurde
und ohne Genehmigung zerfällt,
Grundakkord einer Abendstimmung,
die sich da verkünstelt
mit der Bachstelze
auf dem Rücken
eines Schafs.

 

NICHTS, NUR

Nichts, nur der Vollmond, der sich spiegelt im ruhigen Wasser, ein an den See entrichteter Obolus der Nacht. Nichts, nur ein paar Raben, Funktionäre der Farbe Schwarz, hocken im Geäst, zerkrächzen die Sicht. Nichts, nur die Runde am Nebentisch, Schaumkronen setzen sie sich auf, erlassen ihre Edikte, danken ab. Nichts, nur: diese Tonfolge, dieser Auftakt.

 

MUSIKWALD

Das Tonholz für die Resonanzböden stamme von ausgesuchten Rot-fichten, zweihundert Jahre alten Baumriesen, die ab einer Höhe von fünfzehnhundert Metern wachsen und bei abnehmendem Mond gefällt werden. Die reinen Schallschwingungen haben mit den regelmäßig ge-wachsenen Jahresringen zu tun, sieben bis zehn pro Zentimeter nur, eine solch feine und enge Faser. Und während sie das flüstert, nah an mein Ohr gebeugt, verlaufen sich Pilzsucher und Beerensammler in den Parametern eines vergangenen Jahrhunderts, tritt ein pathetischer Hirsch auf eine Lichtung hinaus, ragt zwischen Blattwerk und Lichtrissen die Oktave eines hohen Felsvorsprungs als Vogeltränke hervor, wächst symphonisch langsam, Schattenspiel und Echo, ein entfernter Schlupf-winkel zu.

 

SCHWEBE

Seinsmüde Schwere, die sich hinlegen möchte auf ein Bärenfell, die Arme hängen an dir herunter als geknickte Flügel, ein jeder Laternenpfahl rempelt dich an: in diesem Morgenpräludium, verzerrt vom Altglascontainer herüber, ein atonales Geklimper im Halbschlaf, zerdepperte Flaschenakkorde, Braunglas, Grünglas, eine jede einzeln, Pathos des Unpathetischen, bis eine Streichergruppe einsetzen müßte, Kirchenglocken, Nebelgebell, ein Regensopran.

 

Weitere Texte von Walle Sayer veröffentlichen wir am 22. 4. 2020 auf dieser Website sowie auf unseren Facebook-Präsenzen > HIER

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Vier Fragen an Walle Sayer

„Der Dichter Walle Sayer braucht nur wenige Wörter, um in das Zentrum unserer Existenz zu gelangen. Er gehört zur rar gewordenen Zunft der Poeten, die das Weglassen dem Ausschmücken vorziehen. (…) Er bewahrt sich die zentrale Eigenschaft, die für das Schreiben (…) unerlässlich ist: die Fähigkeit zum Staunen, jenen innigen Blick auf die Dinge, der unser Alltagsuniversum so ausleuchtet, als sähe man all diese Gegenstände zum ersten Mal.“

Alles wie beim ersten Mal sehen

So lobte der SWR Walle Sayer und machte mit dem neuesten Band „Mitbringsel“ einmal mehr eines seiner Bücher zum „Buch der Woche“. Aber ist Walle Sayer „nur“ ein Lyriker? Sind seine zwar in der Form kurzen, im Inhalt aber schier grenzenlosen Miniatren oder, wie er selbst es so treffend nennt, „Feinarbeiten“ nicht etwas, das einen ganz eigenen Gattungsbegriff bräuchte? -Wenn es diesen nicht mit „Feinarbeiten“ schon längst hat-?

Der Beschäftigungstherapeut verordnet Nichtstun (Auszug)

Also wiegt man
Schneeflocken ab,
schöpft Wasser mit dem Sieb,
entrümpelt eine ausgeräumte Wohnung (…)
Aus: Walle Sayer, „Mitbringsel“.

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