Literatursalon Donau

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Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Hubert Flattinger: Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht

I see something of myself
in everyone.
Joni Mitchell, Hejira

Im Bett mit Mrs. O’Hara

„Peggy O’Hara war Irin, etwas über fünfzig, blassgesichtig, zart, dennoch von drahtiger Energie, wenn es darauf ankam. Als Zimmerwirtin des Anise House duftete sie so, wie es der Name ihrer kleinen Bed-and-Breakfast-Pension versprach, nach dem Gewürz, mit dem sie ihre Kekse buk. Wenn ich Mrs. O’Hara bei ihren Unternehmungen begleitete, um zuzusehen, wie sie verbotene Dinge tat, fühlte ich mich wieder wie ein Kind. Und das war schön.“

In Irland wisse man mit Gespenstern umzugehen, wurde ihm im Reisebüro versprochen. Und eben dort auf der grünen Insel macht der blasse Reisende Bekanntschaften, die sein Leben verändern. Da ist das Piratenmädchen aus Strandhill, die dem Touristen aus Oistaraik erst einmal Manieren beibringt. Da ist Ned Stoney, halb Junge, halb Greis, der wie kein anderer von Amerika – dem Land der unerschöpflichen Murmeln und Kartoffeln – zu schwärmen weiß. Und nicht zuletzt findet sich Mrs. O’Hara, die mit Toten spricht und besonders gut mit Geistern kann …

Ein Mann ist sich verloren gegangen und sucht in Gesichtern und Geschichten sein Selbst. Es sind die Sehnsüchte und Gedanken der anderen, die ihn wieder zurück ins eigene Leben führen; es geht um Vertrauen und Zärtlichkeit, um Hautkontakt, Wahrhaftigkeit und Liebe.

„(…)„Ich möchte dich zeichnen. Als Akt, oder meinetwegen als Halbakt. Bin auch mit einem Porträt zufrieden.“
„Was willst du mit dem Bild eines zerrupften alten Besens? Mit siebzehn hättest du mich zeichnen müssen! Da hätte ich noch etwas dargestellt! Mit siebzehn ist immer schönes Wetter im Spiegel.“
„Wenns nur das ist. Ich habe dich die letzten Tage studiert, kenne mich inzwischen in deinem Gesicht besser aus als in meinem eigenen. Ja, ich könnte dich zeichnen, wie du mit siebzehn ausgesehen hast. Das würde ich hinkriegen.“
„Oh, das würdest du, Boy. Das traue ich dir zu. Aber ich bin müde. Mir wäre lieber, du würdest mir ein Märchen aus deiner Heimat erzählen. Oder besser, erzähle mir nochmal von der kleinen Piratengöre, die dich in Irland willkommen geheißen hat.“

> LESEPROBE

Mister Hitchcocks Waxfigurenkopf spielt in Hubert Flattingers neuem Buch „Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht“ (Limbus Verlag) eine besondere Rolle …

Hubert Flattinger, geboren 1960 in Innsbruck, hat im Limbus Verlag bereits mehrere Bücher herausgebracht und dabei auch seine zweite Begabung, die Bildende Kunst, einbringen können. Nach mehreren Exkursionen u. a. als Altenbetreuer, Pflasterstein-Maler, Tierpfleger, Grafiker und Werbeleiter einer Computerfirma fand er schließlich als Journalist jenes Aufgabengebiet, dem er sich am liebsten widmet – dem Menschen nämlich, der ihm gerade gegenübersitzt. Er schreibt Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke und Geschichten für ältere Semester. Bücher (Auszug): Liftboy (2004), Der größte Fisch entwischt (2015) und Als ich Lord Winter war (2017).

 

Foto: Flattinger

Eine Kurzvorstellung des Buches findet man auch bei > Sätze & Schätze!

 

Hubert Flattinger
Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht
Limbus 2020
112 Seiten, Gebunden mit Lesebändchen, € 15,– [A]/[D]
ISBN 978-3-99039-168-6

www.limbusverlag.at

 

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020: Die Reihe Limbus Preziosen

Die Lust an der Entdeckung unbekannter Klassiker


Preziosen sind Kostbarkeiten, etwas Wertvolles und Besonderes, das es zu entdecken gilt.

Wie sich ein Verlag jenseits ausgetretener Pfade um die Literatur verdient macht, zeigt die Reihe „Limbus Preziosen“

In der Reihe Limbus Preziosen erscheint besondere Literatur in ansprechender Ausstattung mit individuellem Buchschmuck; eine Hommage an die leidenschaftliche Buchgestaltung der Gründerzeitverlage, natürlich mit Lesebändchen. Das kaschierte Umschlagschildchen ist – ohne sich vergleichen zu wollen – eine Hommage an die berühmte Insel Bücherei. Lesen Sie weiter

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020: Bernd Schuchter und Hubert Flattinger

Ein Abend für den Limbus Verlag

Zur diesjährigen Literaturwoche Donau hatten wir > Bernd Schuchter und Hubert Flattinger eingeladen. Lesen Sie weiter

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Lesung Walle Sayer, Teil 2

„In Walle Sayers Gedichten begegnen wir einer Welt, die noch in ihrer Erdenschwere etwas Lichtes und Schwebendes besitzt, und die für Augenblicke von allem Werkeln und Machen erlöst ist. Mitten am hellichten Tag darf sie von sich selbst ausruhen und zu einem Stillstand gelangen, bei dem uns nur die leise Frage umtreibt, ob nicht viel mehr die Dinge uns als wir die Dinge ansehen.“
Karl Heinz Ott über Walle Sayers Miniaturen

 

Wir freuen uns, daß Walle Sayer uns einige seiner herrlichen Texte zum Lesen zur Verfügung gestellt hat. Die „Lesung“ also ist nun Ihnen überlassen, lieber Leser!

Seine Bücher findet man > HIER
Und > HIER kann man ihn erleben in „Lesenswert“ mit Denis Scheck

Prosagedichte von Walle Sayer

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Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Lesung Walle Sayer, Teil 1

„In Walle Sayers Gedichten begegnen wir einer Welt, die noch in ihrer Erdenschwere etwas Lichtes und Schwebendes besitzt, und die für Augenblicke von allem Werkeln und Machen erlöst ist. Mitten am hellichten Tag darf sie von sich selbst ausruhen und zu einem Stillstand gelangen, bei dem uns nur die leise Frage umtreibt, ob nicht viel mehr die Dinge uns als wir die Dinge ansehen.“
Karl Heinz Ott über Walle Sayers Miniaturen

 

Wir freuen uns, daß Walle Sayer uns einige seiner herrlichen Texte zum Lesen zur Verfügung gestellt hat. Die „Lesung“ also ist nun Ihnen überlassen, lieber Leser!

Seine Bücher findet man > HIER
Und > HIER kann man ihn erleben in „Lesenswert“ mit Denis Scheck

Prosagedichte von Walle Sayer

 

TON

Es sehen,
was nicht hörbar ist,
Nachhall des Nachhalls
vom Zusammenläuten, das einst
nur zu vernehmen war als Gebimmel
im Weitab dieses Wiesengrundstückes
und seines ächzenden Schuppens,
der ohne Genehmigung hingestellt wurde
und ohne Genehmigung zerfällt,
Grundakkord einer Abendstimmung,
die sich da verkünstelt
mit der Bachstelze
auf dem Rücken
eines Schafs.

 

NICHTS, NUR

Nichts, nur der Vollmond, der sich spiegelt im ruhigen Wasser, ein an den See entrichteter Obolus der Nacht. Nichts, nur ein paar Raben, Funktionäre der Farbe Schwarz, hocken im Geäst, zerkrächzen die Sicht. Nichts, nur die Runde am Nebentisch, Schaumkronen setzen sie sich auf, erlassen ihre Edikte, danken ab. Nichts, nur: diese Tonfolge, dieser Auftakt.

 

MUSIKWALD

Das Tonholz für die Resonanzböden stamme von ausgesuchten Rot-fichten, zweihundert Jahre alten Baumriesen, die ab einer Höhe von fünfzehnhundert Metern wachsen und bei abnehmendem Mond gefällt werden. Die reinen Schallschwingungen haben mit den regelmäßig ge-wachsenen Jahresringen zu tun, sieben bis zehn pro Zentimeter nur, eine solch feine und enge Faser. Und während sie das flüstert, nah an mein Ohr gebeugt, verlaufen sich Pilzsucher und Beerensammler in den Parametern eines vergangenen Jahrhunderts, tritt ein pathetischer Hirsch auf eine Lichtung hinaus, ragt zwischen Blattwerk und Lichtrissen die Oktave eines hohen Felsvorsprungs als Vogeltränke hervor, wächst symphonisch langsam, Schattenspiel und Echo, ein entfernter Schlupf-winkel zu.

 

SCHWEBE

Seinsmüde Schwere, die sich hinlegen möchte auf ein Bärenfell, die Arme hängen an dir herunter als geknickte Flügel, ein jeder Laternenpfahl rempelt dich an: in diesem Morgenpräludium, verzerrt vom Altglascontainer herüber, ein atonales Geklimper im Halbschlaf, zerdepperte Flaschenakkorde, Braunglas, Grünglas, eine jede einzeln, Pathos des Unpathetischen, bis eine Streichergruppe einsetzen müßte, Kirchenglocken, Nebelgebell, ein Regensopran.

 

Weitere Texte von Walle Sayer veröffentlichen wir am 22. 4. 2020 auf dieser Website sowie auf unseren Facebook-Präsenzen > HIER

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Vier Fragen an Walle Sayer

„Der Dichter Walle Sayer braucht nur wenige Wörter, um in das Zentrum unserer Existenz zu gelangen. Er gehört zur rar gewordenen Zunft der Poeten, die das Weglassen dem Ausschmücken vorziehen. (…) Er bewahrt sich die zentrale Eigenschaft, die für das Schreiben (…) unerlässlich ist: die Fähigkeit zum Staunen, jenen innigen Blick auf die Dinge, der unser Alltagsuniversum so ausleuchtet, als sähe man all diese Gegenstände zum ersten Mal.“

Alles wie beim ersten Mal sehen

So lobte der SWR Walle Sayer und machte mit dem neuesten Band „Mitbringsel“ einmal mehr eines seiner Bücher zum „Buch der Woche“. Aber ist Walle Sayer „nur“ ein Lyriker? Sind seine zwar in der Form kurzen, im Inhalt aber schier grenzenlosen Miniatren oder, wie er selbst es so treffend nennt, „Feinarbeiten“ nicht etwas, das einen ganz eigenen Gattungsbegriff bräuchte? -Wenn es diesen nicht mit „Feinarbeiten“ schon längst hat-?

Der Beschäftigungstherapeut verordnet Nichtstun (Auszug)

Also wiegt man
Schneeflocken ab,
schöpft Wasser mit dem Sieb,
entrümpelt eine ausgeräumte Wohnung (…)
Aus: Walle Sayer, „Mitbringsel“.

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Eröffnung der (virtuellen) Literaturwoche Donau 2020 mit Raoul Schrott und einer Geschichte des Windes …

Eröffnung der (virtuellen) Literaturwoche Donau 2020
mit Raoul Schrott und einer Geschichte des Windes …

„Wie grausig war da der erste wirkliche Sturm! Es war unbeschreiblich: der Himmel selbst bei Tage dunkel und so nieder, als käme er auf uns herab, der schwere Druck überall die Luft herausstossend, dass es war, als führen wir mit dem Bug an eine Wand, die Arme Gottes unser Heck dagegen schiebend, ein Tohuwabohu wie am Anfang der Schöpfung, als Jahwes Atmen über den Wellen lag.“

Die Gewürzinseln! Für heutige Menschen klingt das wie Poesie. Lesen Sie weiter

Literaturwoche Donau 2020 – virtuell

Heute hätte die Literaturwoche Donau 2020 begonnen und wäre mit fabelhaften Gästen in ihre achte Auflage gegangen … aber es kam anders, wir wissen es. Anstatt nun den Abenden nachzutrauern, möchten wir gerne ein wenig vom geplanten Programm mit euch teilen und euch in den kommenden Tagen Literaturhäppchen servieren – Leseauszüge, Interviews und Infos rund um die Bücher und Autoren, die wir vom 17. bis 25. April 2020 nach Ulm eingeladen hätten.

Los geht es heute Abend mit Raoul Schrott. Mit ihm und seinem fabelhaft-barocken Abenteuerroman „Eine Geschichte des Windes – oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal“. Stürme, Schiffbruch, Kannibalen: die abenteuerliche Geschichte eines Weltumseglers, die niemand so erzählen kann wie Raoul Schrott!

Weitere Programmpunkte:

Ivna Zic: Die Nachkommende
Thomas Meyer: Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin
Thomas Stangl: Die Geschichte des Körpers. Erzählungen
Hubert Flattinger: Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht
Michael Lichtwarck-Aschoff: Der Sohn des Sauschneiders oder ob der Mensch verbesserlich ist. Roman
Walle Sayer: Mitbringsel
Bernd Schuchter: Rikolas letzter Auftritt. Roman
… und mehr.

 

 

 

Verschoben: Literaturwoche Donau 2020

Abgesagt? Verschoben!
Literaturwoche Donau 2020

 

Liebe Freunde der Literatur,

so schmerzhaft es ist – das für die Zeit vom 17. bis 25. April 2020 geplante Literaturfestival „Literaturwoche Donau“, das unter anderem mit dem Musikfestival für Neue Musik „KlangHaus“ kooperiert, muss ins Jahr 2021 verlegt werden. Das Risiko, dass die Zulässigkeit von Veranstaltungen aufgrund der noch unabsehbaren Effekte der Corona-Epidemie zum geplanten Festivalbeginn weiter verschärft werden, ist sehr hoch. Als Veranstalter müssen wir gewährleisten, dass die beteiligten Künstler wie auch Gäste in ihrer Gesundheit keinem Risiko ausgesetzt werden.
Zudem ist anzunehmen, daß eine Reihe von auswärtigen Gästen aufgrund von Reiseeinschränkungen für Risiko­gebiete nicht zum Festival kommen können.

Ein neuer Termin für unser Festival der unabhängigen Literatur werden wir im Frühsommer 2020 bekannt geben.

Wir möchten zugleich auf unseren ‚Bücherfrühling‘ auf dem Blog des „Literatursalon Donau“ verweisen: Hier werden wir ab 17. 4. ausgesuchte Literatur, die wir bei der „Literaturwoche Donau 2020“ vorgestellt hätten, ausführlich besprechen und um Interviews mit den Autoren*innen ergänzen: literatursalon.net/virtuelle-liwo2020

Mit besten Grüßen
Florian L. Arnold
Rasmus Schöll
(Festivalleitung)

literatursalon.net

LiteraturKlassiker im Winter #5: Ein Abend mit dem Dörlemann Verlag

LiteraturKlassiker im Winter #5: Ein Abend mit dem Dörlemann Verlag
28.11.2019, 19:30 Uhr, Veranstaltungsort: Aegis
28 Plätze verfügbar, bitte reservieren!

„Was Sabine Dörlemann und ihr Team machen, sind wunderbare Bücher, von Autoren, die noch keiner kennt oder keiner mehr kennt. Vergessene Klassiker und hoffnungsvolle Schweizer.“ So die Laudatio auf den Dörlemann Verlag im Rahmen des Prolitteris Preises 2015. Wenige Verlage kümmern sich so liebevoll um Wiederentdeckungen wie Dörlemann. Der 2003 gegründete Verlag zählt zu den facettenreichsten Indiependent Verlagen in Europa, mit einem fabelhaften Klassiker-Programm, durch das wir an diesem Abend mit Verlegerin SABINE DÖRLEMANN lustwandeln. Dabei gibt es neben dem fantastischen Reiseschriftsteller Leigh Patrick Fermor auch Ivan Bunin, Michael Frayn und Dag Solstad als ‚moderne Klassiker‘ zu entdecken.
Wir freuen uns auf Sabine Dörlemann – und auf einen Abend herausragender Texte, mit dem wir zugleich die diesjährige, gut besuchte Reihe „LiteraturKlassiker im Winter“ abschließen.

„Sabine Dörlemann entdeckt jedes Jahr zwei, drei tolle Autoren, wie zum Beispiel Patrick Leigh Fermor. Fabelhaft, was die alles gefunden hat, hoch interessante Sachen. Und plötzlich merkt man: In dieser großen Flutwelle, die jedes Jahr über uns kommt, sind die wirklich interessanten Sachen verschwunden, und dann kommt sie – und andere auch – und holt sie aus diesem Malstrom heraus.“
Michael Krüger

LiteraturKlassiker im Winter 2019

Es geht weiter – wir haben wieder Zeit für Klassiker!

LiteraturKlassiker im Winter 2019

Unsere gemeinsam mit der Ulmer Buchhandlung „Aegis Literatur“ eingerichtete Reihe zur Entdeckung (jüngerer) Klassiker geht in die 2019er Saison.Wir freuen uns auf Verleger, die übersehenen und unterschätzten Büchern und Autoren eine Chance auf Wiederentdeckung geben. Und wir schauen weit über den deutschen Tellerrand hinaus nach Marokko und ins eigenwillige Land der Briten.

Eintritt jeweils 8 €
Eine Veranstaltungsreihe des Literatursalon Donau e. V. in Kooperation mit der
Aegis Literatur Buchhandlung
Wir werden unterstützt durch die Stadt Ulm.

 

LiteraturKlassiker im Winter #1: Ein Abend mit Lilienfeld
14.11.2019 –  19:30 Uhr
Mit Axel von Ernst
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: 28 Plätze vorhanden – Bitte Karte bei Aegis reservieren!

Wir eröffnen mit dem fabelhaften Lilienfeld Verlag. Der Lilienfeld Verlag kümmert sich um „junge Literatur aus alten Tagen“, um Texte, die von zeitloser Qualität sind, aber schon lange nicht mehr aufgelegt wurden oder – im Fall fremdsprachiger Literatur – trotz ihrer Bedeutung nie den Weg in die deutsche Sprache gefunden haben. Die Bücher sind liebevoll gestaltet und ausgestattet, die bibliophilen Halbleinenbände der Reihe Lilienfeldiana heben Bücher aus diem Meer des Vergessens: „Wir wollen sie bergen und in ihrem vollen Glanz präsentieren.“

Ein Abend für Büchersammler, Entdeckungsfreudige und einfach jeden, der gerne mal Frisches aus vergangener Zeit lesen möchte. Verleger Axel von Ernst gibt uns die Ehre.

 

LiteraturKlassiker im Winter #2:
Stefan Zweig „Episode am Genfer See“ und „Der Amokläufer“

20.11.2019 – 19:30 Uhr
Es liest Florian L. Arnold.
Veranstaltungsort: Aegis, Eintritt frei

„Episode am Genfer See“ und „Der Amokläufer“ – zwei Novellen des großen Erzählers Stefan Zweig, die sich mit dem Ausgestoßensein und der Einsamkeit von Menschen befassen, die alles verloren haben. Mit einer magischen Sprache beschreibt Zweig zwei Ausnahmesituationen.

Der Ulmer Verlag „Topalian & Milani“ hat sich die zwei Novellen Zweigs vorgenommen und diese mit Illustrationen des Hamburger Künstlers Michael Hahn ausstatten lassen. Ein prachtvolles Buch, das zur Wiederentdeckung der beiden Novellen einlädt.

 

LiteraturKlassiker im Winter #3: Oh, Britannien, du bist so anders!
Texte aus und über England
22.11.2019 – 19:30 Uhr
Zusammengestellt und gelesen von Bernd Weltin
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: 28 Plätze vorhanden – Bitte bei Aegis reservieren!

Zweiter Abend unserer diesjährigen Reihe der Literaturklassiker. Heute serviert uns Bernd Weltin (Ulm) einen fundierten Rundblick über moderne britische Klassiker – die mitunter ganz unerwartete Verlinkungen in Richtung Österreich und Deutschland haben. Oh, Britannien, du bist so anders!

Ob mit oder ohne Brexit – es ging schon immer „etwas anders“ zu jenseits des Ärmelkanals, in Great Britain. Das zeigt eine Auswahl literarischer Texte aus den letzten vier Jahrhunderten. Unterwegs mit Postkutsche und Eisenbahn, zu Snobs und Parlamentariern, Cambrigde-Professoren und Eheanbahnungs-Expertinnen. Mit Autoren aus „GB“ und „from the continent“.
Her Majesty the Queen inclusive! Freuen Sie sich auf garantierte Geheimtipps und Entdeckungen mit Bernd Weltin.

 

LiteraturKlassiker im Winter #4: Tanger Telegramm
Reise durch die Literaturen einer legendären marokkanischen Stadt
Mit Boris Kerenski und Florian Vetsch
26.11.2019 – 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: Aegis. 28 Plätze verfügbar, bitte reservieren!

Florian Vetsch und Boris Kerenski nehmen Sie mit auf eine faszinierende Reise in eine Stadt, deren Name allein schon pure Poesie ist: TANGER.
In drei Abteilungen erschliessen sich der Leserin, dem Leser tangerine Themen wie Drogen, Gewalt, Sexualität, Trancemusik, Interkulturalität. Doch rücken immer wieder die Stadt selbst und die strengen oder libertinären Sitten ihrer vielfältigen Bewohnerinnen und Bewohner ins Zentrum. Die US-amerikanische und die deutsche Beat Generation, Jean Genet in Marokko, der Innovator und Inspirator Brion Gysin, Jane Bowles‘ Erzählung «Alles ist schön» oder der Tod von Paul Bowles am 18. November 1999 sind weitere Themen, denen verschiedene Texte in dieser faszinierenden Anthologie gewidmet sind.“
Florian Vetsch und Boris Kerenski stellen uns das Buch vor und lesen einige der schönsten Texte aus TANGER TELEGRAMM.

https://www.bilgerverlag.ch/index.php/Buecher/Florian-Vetsch-Boris-Kerenski-Hsg.-Tanger-Telegramm

 

LiteraturKlassiker im Winter #5: Ein Abend mit dem Dörlemann Verlag
28.11.2019  – 19:30 Uhr
Mit Verlegerin Sabine Dörlemann, Moderation: Florian L. Arnold
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: Aegis. 28 Plätze verfügbar, bitte reservieren!

„Was Sabine Dörlemann und ihr Team machen, sind wunderbare Bücher, von Autoren, die noch keiner kennt oder keiner mehr kennt. Vergessene Klassiker und hoffnungsvolle Schweizer.“ So die Laudatio auf den Dörlemann Verlag im Rahmen des Prolitteris Preises 2015. Wenige Verlage kümmern sich so liebevoll um Wiederentdeckungen wie Dörlemann. Der 2003 gegründete Verlag zählt zu den facettenreichsten Indiependent Verlagen in Europa, mit einem fabelhaften Klassiker-Programm, durch das wir an diesem Abend mit Verlegerin SABINE DÖRLEMANN lustwandeln.

„Sabine Dörlemann entdeckt jedes Jahr zwei, drei tolle Autoren, wie zum Beispiel Patrick Leigh Fermor. Fabelhaft, was die alles gefunden hat, hoch interessante Sachen. Und plötzlich merkt man, ha: In dieser großen Flutwelle, die jedes Jahr über uns kommt, sind die wirklich interessanten Sachen verschwunden, und dann kommt sie – und andere auch – und holt sie aus diesem Malstrom heraus.“
Michael Krüger

Rückblick: „Unvergessen“, Lesung zum Rana Plaza Unglück.

Wundervoller Abend zu einem ernsten Thema: Zur Fashion Revolution Ulm / Neu-Ulm im Ulmer Fairtrade-Modegeschäft „Fischerins Kleid“ präsentierten Sibylle Clauß-Schleicher, Theresa Komprecht, Maximilian Stuka und Sarah Scheerer einen Literaturabend, der sich mit dem Thema fair hergestellter Kleidung befasste. Ernste und heitere Momente waren ebenso zu erleben wie die Verlesung der Menschenrechte. Besonders berührten die eigenen Texte der Autoren*innen, die das Kleidungsstück zum Erinnerungsgegenstand, zum sprechenden Gegenstand machten. Viel verdienter Applaus für einen subtilen, bewegenden, aussagestarken Abend.
Musik: Ferdinand Schlichtig.
Tausend Dank an: Annemarie Brückner, Topalian & Milani Verlag, Literaturwoche Donau, Aegis Buchhandlung, Aicher Scholl Kolleg, Ferdinand Schlichtig

 

 

Rückblick: Dielmann & Velte Duett

Raum und (W)Ort: Multitalente auf der Bühne

Rückblick: Vergnüglich und in bester Erzähllaune stellten uns Axel Dielmann und Olaf Velte ihre Bücher vor. Da gab es neben zwei sehr entdeckenswerten Autoren auch einen Einblick in das „dritte Leben“ Dielmanns, der auch als Bildender Künstler arbeitet. Wir danken den Gästen und dem Club Orange, Vh Ulm für einen sehr gelungenen Abend. Fotos wieder aus der bewährten Werkstatt Guido Gerlach!

 

Literaturwoche Donau 2019: ARCHIPEL. Lesung entfällt!

Literaturwoche Donau 2019: ARCHIPEL

Dienstag, 30. 4. 2019, 19:30 Uhr
ARCHIPEL. Lesung & Gespräch mit Inger-Maria Mahlke, Buchpreisträgerin 2018>

++ Lesung muss aufgrund eines Trauerfalls leider entfallen! ++
++ Termin wird 2020 nachgeholt, Karten können bei den VVK-Stellen zurückgegeben werden! ++

Inger-Maria Mahlke ist in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert und hat sich mit jedem ihrer Bücher thematisch und formal stets weit vorgewagt. In „Archipel“ führt sie rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege.

Das Buch ist mehr als nur ein Roman: Fesselnde Zeitgeschichte, Appell und mitreißende Erzählkunst.

 

http://literatursalon.net/literaturwoche-donau-2019/
https://www.facebook.com/LiteraturwocheDonau/
https://www.rowohlt.de/hardcover/inger-maria-mahlke-archipel.html

Literaturwoche Donau 2019: Unvergessen. Montag, 29. April 2019

Die Literaturwoche beginnt die Woche mit einem Doppeltermin. Gleich zweimal kann man am Montag Literatur genießen – in einem eigens kuratierten Literaturabend mit Sibylle Clauß-Schleicher und jungen Autoren*innen bei „Fischerins Kleid“ – sowie einem „Late Night“ in der Buchhandlung Aegis Buchhandlung:

Literatur-Abend bei Fischerins Kleid: Unvergessen
Ein Literaturabend zur Rana Plaza-Katastrophe 2013
Lese- und Gesprächsabend bei „Fischerins Kleid“, Fischergasse 6, 89073 Ulm
Eintritt 6 €

Die Fashion Revolution Week hat sich im Nachgang des Zusammensturzes der Rana Plaza Textilfabrik, Bangladesh am 24.4.2013 gebildet, bei dem weit über 1000 Menschen getötet und noch mehr verletzt wurden. In Erinnerung an diese Katastrophe werden an diesem Abend von Autorin und Schauspielerin Sibylle Schleicher Texte rund um das Thema Menschenwürde, Gerechtigkeit und Arbeitsethos gelesen – und auch ein Auszug aus der Menschenrechtserklärung.
Eine literarische Reise von 1798 bis 2019 mit Texten von E. Sitwell, J.Ringelnatz, I.Keun, F. Endrikat, H. Heine, Sarah Scherer, Theresa Komprecht, Maximilian Stuka und Sibylle Schleicher und anderen…- rund um die Themen Kleidung, Textilindustrie, Konsum, Menschenwürde, Arbeitsethos.
Heitere und ernste Denkanstöße, musikalisch von Ferdinand Schlichtig umrahmt.

22:30 Uhr
Nachtschwärmerinnen: Stadtschreiberin Neu-Ulm trifft Kolleginnen
Stadtschreiberin Neu-Ulm trifft Kolleginnen
Ort: Aegis Buchhandlung, Breite Gasse 2, ULM
Eintritt: 6 €

Constance Hotz ist die erste Neu-Ulmer Stadtschreiberin. An diesem Abend trifft sie auf die Autorenkolleginnen Silke Knäpper und Sibylle Schleicher. Worum es geht? Um Lieblingsautoren, Inspirationsquellen und lesenswerte Literatur abseits bekannter Pfade.

 

Heute abend: Die Magie von Raum und (W)Ort

MAGIE VON RAUM UND (W)ORT. Olaf Velte und Axel Dielmann im Gespräch

28. April 2019, 19:30 Uhr
vh ulm – EinsteinHaus, Club Orange
Moderation Florian L. Arnold

Heute begrüßen wir den Autor Olaf Velte und seinen Verleger Axel Dielmann, letzterer wird sich zudem auch als Autor mit seinem neuen, bei Diaphanes erschienenen Erzählband „Die Schneiderin“ präsentieren.

Olaf Velte, 1960 in Bad Homburg geboren, hat Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Philosophie studiert. Veltes Literatur ist von einer einzigartigen Bildmächtigkeit: Ein Autor, dessen stark verdichtete und sprachlich durchkomponierte Texte sich gegen eine oberflächliche Lesart sperren – eine Literatur, die mit Bedacht und Ruhe genossen werden will. Er wird an diesem Abend begleitet von seinem Verleger Axel Dielmann, der seinerseits eigene Erzählungen zur Kunst vorstellt: Verstört irrt der Erzähler seines Buches„Die Schneiderin“ durch die Ausstellung im Anatomischen Theater, „Körperkunst – 42 Einblicke“. Nicht nur die Exponate verstören – auch das unheimliche Kind namens „Kubin“ und der ausser Kontrolle geratende innere Monolog im Angesicht der Kunst.

 

Literaturwoche Donau 2019: Siebte Auflage des Literaturfestivals

Wir finden ja, daß die schönsten, spannendsten Bücher von unabhängigen Verlagen gemacht werden. Wo Charakterköpfe und Individualisten, Kenner, Könner, Künstler und Spezialisten die besten Stoffe für den Leser zugänglich machen. Für solche Verlage haben wir 2013 die Literaturwoche ins Leben gerufen, für und mit diesen Verlagen gestalten wir die sechste Literaturwoche Donau, die am 25. April 2019 startet.

7. Literaturfestival in Ulm und Neu-Ulm
25. April 2019 bis 5. Mai 2019

Wieder freuen wir uns auf die besten Autoren aus unabhängigen Verlagen.
Wir kooperieren wie gewohnt mit der Museumsgesellschaft Ulm, vh ulm,
Buchhandlung Aegis (Ulm), „Fischerins Kleid“ sowie der Stadtbibliothek Ulm. Unsere „Literatur Late Night“-Reihe auf Neu-Ulmer Seite wird eine Fortsetzung finden.

Mehr dazu findet sich auf der Programmseite – Hier findet sich alles zum Programm, den Autoren, den Orten. Und wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns!

 

Literaturwoche Donau 2019

 

 

Lesung und Vortrag: Bulgarische Literatur – am 27. August 2018

Montag, 27. August 2018, 19 Uhr:
Bulgarische Literatur (1): Ivailo Petrov
Vortrag und Lesung mit Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev
Veranstaltungsort: Aegis Literatur, Buchhandlung, Breite Gasse 2, Ulm
Unkostenbeitrag €

Es ist erstaunlich: Einer der profiliertesten und fantasievollsten bulgarischen Autoren, Ivailo Petrov, ist heute nahezu vergessen. Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev, Augsburg, stellt den bulgarischen Autor und die bulgarische Literatur zwischen 1900 und 1945 vor und wird insbesondere erklären, was es mit dem sehr eigenen bulgarischen Humor in dieser Zeit auf sich hat.

“ Ivajlo Petrov zieht alle Register von Humor und Satire, um der Bauernschläue der bulgarischen Landbevölkerung, ihren Sitten und Gebräuchen, Unsitten und Gebrechen die Ohren lang zu ziehen. Und wie er seine Seitenhiebe auf die Bürokratie der Macht in der Überzeichnung des pflichtbewussten Erzählers unterbringt, das ist so gut – Petrov könnte ohne weiteres einen Berg Stecknadeln so beschreiben, dass jeder ihn für einen Heuhaufen hält. (…)
(Aus dem Pressetext der deutschen Ausgabe von „Vor meiner Geburt …“ aus dem Avlos Verlag, der leider Mitte der 2000er aufhörte zu existieren)

Ein von Dr. Roth-Bojadzhiev übersetzter Auszug aus der Petrov’schen „Schöpfungsgeschichte“ wird Sie begeistern – ein heiterer, manchmal bissiger, immer geistreicher Humor. Sie werden erstaunt sein.

 

Heute: Verlage bei der Buchmesse Konturen

Welche Wiederentdeckungen lohnen? Welche Neuheiten muß ich lesen? Wer ist der künftige Liebling der Feuilletons? Das wissen wir – aber wir verraten es nicht. Schauen Sie selber und entscheiden Sie, was gelesen werden muß, was Ihren Verstand kitzelt und Ihre Fantasie beflügelt.

20 Verlage, 20 Programme, unendlich viele Einsichten. Heute ab 10 Uhr in der Museumsgesellschaft Ulm, Neue Straße 93, Eingang Kramgasse!
Dauer: Bis 17 Uhr.
Programm: http://literatursalon.net/konturen-28-29-april-2018/

 

„Vier von fünf Beziehungen müssten sofort aufgelöst werden“

HEUTE im Casino am Weinhof 7-10 in Ulm: „Trennt euch!“

Der Schweizer Autor Thomas Meyer glaubt, dass die meisten Paare aus Feigheit zusammenbleiben. Darum schrieb er „Trennt euch!“, das er uns heute Abend im Casino am Ulmer Weinhof vorstellt. “Trennt euch!“ ist eine Liebeserklärung an die gute Beziehung zwischen zwei Menschen – und die Aufforderung, nie mehr in schlechten Beziehungskisten emotional zu verhungern. Florian L. Arnold lotst durch den Abend und Musik schenkt uns die großartige Tini Prüfert!

„Ich beobachte, dass viele Menschen Beziehungen führen, die ihnen nicht guttun. Doch statt Schluss zu machen, harren sie aus und versuchen, ihren Partner dazu zu bringen, sich so zu verhalten, wie sie es gern hätten. Das führt zu noch mehr Leid, denn man hört ja nicht plötzlich auf, man selbst zu sein. Mir tut es weh, das mitanzusehen. Warum gibt man einander in dieser Situation nicht frei? (…)“

28. 4. 2018, 19:30 Uhr
Thomas Meyer empfiehlt: Trennt euch!
Ort: Casino
Musik: Tini Prüfert & Philipp Solle am Klavier

Im Anschluss: 
Farewell. Die Party zur Literaturwoche Donau 2018 mit Tini Prüfert & Philipp Solle am Klavier, Habama Music, Sylvain Brimaud legt auf.
Eintritt Lesung + Party: 15 / 13 € / // Nur Party: 8 €

Trennt euch!

Es passt, oder es passt nicht. (…) Und wenn es nicht passt, wird es nie passen.

Vier von fünf Beziehungen passen nicht und müssten sofort beendet werden. Mit dieser These hat Thomas Meyer in einem Interview für viel Wirbel gesorgt. In seinem persönlichsten Buch „Trennt Euch!“ widmet er sich in Form des literarischen Essays diesen inkompatiblen Beziehungen. Scharfsinnig und mit hoher Emotionalität hat Meyer eines der sinnvollsten Bücher über Beziehungen geschrieben. Vergessen Sie alle Ratgeber und Trennungsbücher, die es sonst so gibt – hier geht es um wesentliches!

28. 4. 2018, 19:30 Uhr
Thomas Meyer empfiehlt: Trennt euch!
Ort: Casino
Musik: Tini Prüfert & Philipp Solle am Klavier
Thomas Meyer ist wahrscheinlich der witzigste Schweizer Gegenwartsautor. Sein Humor ist aber stets mit einer ernsthaften und wichtigen Botschaft unterfüttert.

„Trennt euch!“ ist eine Liebeserklärung an die gute Beziehung zwischen zwei Menschen – und die Aufforderung, nie mehr in schlechten Beziehungskisten emotional zu verhungern.

Tini Prüfert (Gesang) und Philipp Solle am E-Piano liefern uns den Soundtrack für diesen Abend.

Im Anschluss: 
Farewell. Die Party zur Literaturwoche Donau 2018 mit Tini Prüfert & Philipp Solle am Klavier, Habama Music, Sylvain Brimaud legt auf.
Eintritt Lesung + Party: 15 / 13 € / // Nur Party: 8 €

Messe-Vorfreuden

SAMSTAG startet die Buchmesse KONTUREN – die erste Auflage dieser Buchmesse der unabhängigen Verlage in (und um) Ulm kann mit großartigen Verlagen aufwarten, die uns ihre Bücher präsentieren. Verleger und Publizisten sind vor Ort und stellen persönlich neue Bücher vor. Zur Buchmesse passend gibt es auch die Ausstellung des Wiener visuellen Poeten Anatol Knotek zu sehen.

Konturen #1: Erste Ulmer Buchmesse der unabhängigen Verlage
Samstag, 28. April 11:00 – 18:00 im Museum Villa Rot
Schlossweg 2, 88483 Burgrieden

 

Programm am Samstag, 28. 4. 2018

:: 13 Uhr: Gespräch & Lesung mit Eva Hocke, Herausgeberin Literaturmagazin „Mauerläufer“

:: 14 Uhr: Buchvorstellung Jörg Neugebauer: Wien. Nacht. Eine Erzählung nach Motiven aus der Biografie Freuds

:: 16 Uhr: Die Kurt Wolff Stiftung stellt sich vor – mit Britta Jürgs.

:: 17 Uhr: Lesung Martin Ebbertz: Feuer in der Eiswürfelfabrik. Humoristische Miniaturen.

 

Wir freuen uns auf Sie!

Heute: Gute Menschen

Mitteleuropa wird von einer furchtbaren Hitzewelle heimgesucht.

27. 4. 2018, 19:30 Uhr
Jürgen Bauer: Ein guter Mensch + Verleger Jürgen Schütz
Ort: Atelier in der vH Ulm, Einsteinhaus.
Musik: Ivan Antonic

Jürgen Bauer ist ein junger österreichischer Autor, der mit Ein guter Mensch seinen mittlerweile dritten Roman vorgelegt hat: Ein dystopischer Roman, der in einer nahen Zukunft spielt, in einem von Trockenheit gepeinigten Mitteleuropa, in dem Wasser ein kostbares Gut geworden ist, das rationiert und nach einem bestimmten Plan unter die Menschen verteilt wird. Wasserknappheit quält die Menschen. Marko versucht mit seinem Freund Berger als Tankwagenfahrer einen Beitrag zu leisten und die Menschen mit Wasser zu versorgen. Aber es ist nicht leicht, ein guter Mensch zu sein angesichts einer zerbrechenden Zivilisation. Furiose Gegenwartsanalyse und Zukunftsvision.
Jürgen Bauer und sein Verleger Jürgen Schütz stellen uns das Buch vor, Florian L.Arnold führt durch den Abend.

Eintritt: 12/10 €

27. 4. 2018, 19:30 Uhr
Jürgen Bauer: Ein guter Mensch + Verleger Jürgen Schütz
Musik: Ivan Antonic

Nächtliches …

Wo sind Sie heute Abend um 22:30? Hoffentlich nicht im Bett.

Denn wir starten mit „Literatur Late Night“ zur Literaturwoche Donau. Drei AutorInnen im Austausch über drei phänomenale Bücher. Denn jeder Autor ist zunächst Leser. Aufmerksamer Leser. Heute Abend stellen drei Autoren aus der Region jeweils ein Buch ihres persönlichen Lieblingsautors vor – es wird leidenschaftlich geschwärmt, gestritten, gelesen!
Mit Florian L. Arnold, Silke Knäpper, Sibylle Schleicher

26. 4. 2018, 22:30 Uhr
Literatur-Late-Night #1: Drei Leckerbissen
Moderation: Rasmus G. Schöll
Ort: Galerie PUTTE, Brückenstraße 2, 89231 Neu-Ulm
Eintritt 6/4€ (frei für Besitzer e. Eintrittskarte zum Lyrikabend)
Mit Florian L. Arnold, Silke Knäpper, Sibylle Schleicher

27. 4. 2018, 22:30 Uhr
Literatur-Late-Night #2
Mit Boris Kerenski und Ralf Zühlke, Stadtlicher Presse
Ort: Galerie PUTTE, Brückenstraße 2, 89231 Neu-Ulm
Ein Verlag für Autoren wie Burroughs, Castañeda, Snyder und Beltrametti mit feiner Grafik: Lernen wir im Gespräch mit Boris Kerenski den Verleger Ralf Zühlke von der Stadtlichter Presse kennen!
Eintritt 6 / 4 € , (Frei für Besitzer e. Eintrittskarte zum Abend mit Jürgen Bauer)

Bastard Echo

Heute wirds wild. Mehr Lyrik, mehr Wildheit in der Lyrik, mehr Schönheit, mehr Härte:

26. April 2018, 19.30 Uhr
Mehr Lyrik geht doch! 
Ein Lyrikabend mit Martin Piekar und dem gutleut-verlag
Café d’Art Augsburger Str. 35, Neu-Ulm
Moderation: Marcus Golling
Musik: Isolde Werner
(in Kooperation mit dem KunstWerk e. V. )
>>„Bastard Echo“ heißt der Lyrikband von Martin Piekar, der 2014 beim Verlagshaus Berlin erschienen ist. Ein Echo, das nicht aufhören möchte zu klingen. „Zwei schwarze Blitze feiern Hochzeit zwischen meinen Augen.“ Unkonventionell vermischt der Frankfurter Autor dreckigen Underground mit Hochkultur. Später am Abend erfahren wir von Michael Wagener wie aus einem Ausstellungsraum in Frankfurt ein Verlag entspringt. 2002 wurde der >>gutleut-verlag gegründet, dessen Bücher nicht nur ein literarischer Hingucker sind. Wir verführen Sie aber auch mit Musik. Jazzerin Isolde Werner umgarnt den Abend mit Gesang und Gitarre. Einfach die Lauscher öffnen und staunen.
Eintritt: 10 / 8 € inklusive Literatur-Late-Night im Anschluss

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26. 4. 2018, 22:30 Uhr
Literatur-Late-Night #1: Drei Leckerbissen
Moderation: Rasmus G. Schöll
Ort: Galerie PUTTE, Brückenstraße 2, 89231 Neu-Ulm
Eintritt 6/4€ (frei für Besitzer e. Eintrittskarte zum Lyrikabend)
Jeder Autor ist zunächst Leser. Aufmerksamer Leser. Heute Abend stellen drei Autoren aus der Region jeweils ein Buch ihres persönlichen Lieblingsautors vor – es wird leidenschaftlich geschwärmt, gestritten, gelesen!
Mit Florian L. Arnold, Silke Knäpper, Sibylle Schleicher

HEUTE: Schönheit und Schrecken des Lebens

Vier Erzählungen, vier Generationen, vier außergewöhnliche Momente – Iris Wolffs Roman „So tun, als ob es regnet“ beginnt im Ersten Weltkrieg in Rumänien , endet auf den Kanarischen Inseln und umspannt dabei das zwanzigste Jahrhundert.  Ruhig, reflektiert und intensiv erzählt die 1977 in Hermannstadt geborene, heute in Freiburg lebende Iris Wolff von Schönheit und Schrecken des Lebens. Sie wird begleitet von ihrem Verleger Arno Keibel vom Otto Müller Verlag Salzburg.

„Eine Individualistin, die so schreibt, wie sonst niemand, ist sie sowieso.“
Anton Thuswalnder, Salzburger Nachrichten, 5.April 2017

Wir sehen uns heute Abend im Casino am Weinhof – wettersicher und mit herrlichem Club-Feeling!

24. 4. 2018, 19:30 Uhr
Iris Wolff liest „So tun als ob es regnet“
Ort:  „Casino“ am Weinhof, Ulm >> ANFAHRT
Moderation: Florian L. Arnold
Musik: Liam Cairns
„Man möchte es laut hinausrufen; Hier glänzt Sprache auf, hier schreibt und erzählt jemand in einer Sprache, die poetisch funkelt. Hier ist ein Buch, das man nicht versäumen darf, das man nach der Lektüre für eine Weile an die Brust drückt, weil man es nicht loslassen will. Unbedingt lesen!“ Dieser sehr zutreffenden Kritik von Gallus Frei-Tomic fügen wir nur hinzu: Kommen und glücklich werden!

Eintritt 10/8 €

Heute: Bittersüße Anekdoten über Sinn und Unsinn des Lebens

Montag, 23. 4. 2018, 19:30 Uhr
Ralf Schlatter: Steingrubers Jahr. Mit Michael Wernli.
Ort: Aicher-Scholl-Kolleg, Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

>> Anfahrtsweg

„Selten wurde Nebensächliches, Alltägliches, aber eben auch Glück und Verlust so lakonisch und schön beschrieben“ sagt Kabarettist Jess Jochimsen zu Ralf Schlatters neuem Roman „Steingrubers Jahr“. Schlatter ist „poetischer Kabarettist“ und ein Autor, der seine Leser mit unerbittlich schönen und nachwirkenden Figuren und Sätzen fesselt.

Felix Steingruber ist Katzenhalter, Kammerjäger und Junggeselle mit unspektakulärem Leben: Von Schädlingen geplagte Hausfrauen nötigen ihn zum Kaffeetrinken, seine Mutter gibt die Hoffnung auf Enkelkinder nicht auf, Frau Obermüller bringt hin und wieder nach Katzenart ein Geschenk nach Hause. Nach einem seltsamen Traum aber muss Steingruber über den Tod nachdenken. Ein Ratgeber aus der Bibliothek empfiehlt ihm, Tagebuch zu führen. Das macht er, ein ganzes Jahr lang. Außerdem findet er in der Bibliothek eine Bibliothekarin, die dieses Jahr zu etwas Einzigartigem macht …
Ralf Schlatter versteht es unnachahmlich, Tragisches und Komisches ineinander zu verweben, er entdeckt die Poesie im Unscheinbaren, die Schönheit im Morbiden.

„Ein tragikomischer Tagebuch-Roman, der unerbittlich bohrt und fragt. Und wenn wir das lesen? Lesen wir uns dabei dann auch so manches von der Seele? Es lohnt sich, diesen Versuch zu machen.“
Christopher Zimmer, Surprise

Kraft!

Autoren, Verleger und „Macher“ ganz hautnah erleben, wenn sie über Bücher, über gute Texte sprechen – wie inspirierend das sein kann, durften wir durch die vergangenen Abende der Literaturwoche Donau 2018 erleben. Nun geht es weiter mit fabelhaften Charakterzeichnungen im Buch „Kraft“ von Jonas Lüscher.

HEUTE: Jonas Lüscher: Kraft, Stadtbibliothek Ulm , Ulm am 22.04.18, Beginn: 19:30 Uhr
Stadtbibliothek Ulm , Vestgasse 1, 89073 Ulm

Was für ein Buch, möchte man sagen. Kein Wunder, daß die Feuilletons sich mit Lob überschlugen und seither ein Preis nach dem anderen auf dieses Buch und den Autor zukommt. Dabei beginnt Jonas Lüschers psychologisch ausgefeilter Blick in die menschliche Seele mit ganz nachvollziehbaren Problemen seines Hauptcharakters Richard Kraft. Der Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, nimmt an einer wissenschaftlichen Preisfrage des Silicon Valley teil. Die Frage scheint unlösbar, doch mit einer guten Antwort könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau und seinem verpfuschten Leben freikaufen …
Jonas Lüschers Roman eines Mannes in den Trümmern seines Lebens wurde zu Recht mit dem Schweizer Buchpreis 2017 ausgezeichnet und war heißer Kandidat auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017.

Musikalisch begleitet uns der englische Sänger und Songwriter Michael Moravek, Sänger, seine Geschichten von Suchern, Entwurzelten und Getriebenen mit wortreichen, lyrischen Texten sind wie Roadmovies. Direkt im Anschluß an die Lesung gibt uns Moravek im „Casino“ am Weinhof ein Konzert: Songs wie fiebrige Tagträume oder kalte Chicagoer Februarnächte ab cirka 21:30 Uhr.

Moderation: Magdi Aboul-Kheir, Musik: Michael Moravek

HEUTE: Ein großes postmodernes Spiel

21. 4. 2018, 19:30 Uhr
Zurab Karumidze & Stefan Weidle: Dagny oder Ein Fest der Liebe
Ort: Künstlerhaus Ulm im Ochsenhäuser Hof
Musik: Slendro

Fast wäre es leichter aufzuzählen, was in diesem Roman nicht vorkommt, denn Zurab Karumidze hat alles in seinen Roman der Künstler und Kunstgestalten gesteckt, dessen er nur irgend habhaft werden konnte. Dabei schenkt er uns eine schillernde zentrale Figur: Dagny Juel. Die gab es wirklich, sie wurde am 4. Juni 1901 in Tiflis von einem nicht erhörten Liebhaber erschossen. Dagny Juel war Norwegerin, sie lernte früh Edvard Munch kennen und wurde sein Modell (etwa für die berühmte „Madonna“). Zurab Karumidze und sein Verleger und Übersetzer Stefan Weidle stellen uns den Roman vor.

Musikalisch führt uns die Basler Gruppe „Slendro“ mit seidigen Klängen zwischen Jazz und Funk in ferne Welten. Das ist seidig, bekannt und auf sehr angenehme Weise fremdartig.

Eintritt: 12/10 €

Heute: Zurab Karumidze & Stefan Weidle: Dagny oder Ein Fest der Liebe

Fast wäre es leichter aufzuzählen, was in diesem Roman nicht vorkommt, denn Zurab Karumidze hat alles in sein großes postmodernes Spiel gepackt, dessen er nur irgend habhaft
werden konnte. Immerhin aber hat er uns eine zentrale Figur geschenkt, Dagny Juel.
Die gab es wirklich, sie war Edvard Munchs schönstes Modell (etwa für die berühmte „Madonna“). Zurab Karumidze und sein Verleger und Übersetzer Stefan Weidle stellen uns den Roman vor. Musikalisch führt uns die Basler Gruppe „Slendro“ mit seidigen Klängen zwischen Jazz und Funk in ferne Welten

Ort: Künstlerhaus Ulm, Grüner Hof 5
Musik: Slendro

Eintritt: 12/10 €

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