Literatursalon Donau

Kategorie: Autoren (page 1 of 2)

„Die Unschärfe der Welt“: Iris Wolff & Corinna Kroker im Gespräch. Videopremiere!

Autorin und Lektorin im Gespräch: Es war leider nicht mit Publikum möglich, aber das Team des „Kulturspeicher Ulm“ unter Leitung von Jan Ilg hatte alles getan, damit wir eine angenehme Zeit im Ulmer Kornhaus hatten. So konnte – vor Kameras – die Begegnung mit Iris Wolff und Lektorin Corinna Kroker (beide: Klett-Cotta-Verlag) stattfinden und es wurde eine angeregte Plauderstunde über das Buch „Die Unschärfe der Welt“ und die Kunst des Schreibens. Moderiert von Autor Florian L. Arnold.

„Ich versuche so wenig wie möglich anzureißen und doch zugleich eine Tiefenschärfe hin zu bekommen, so daß die Sätze sind wie kleine Kammern, die sich öffnen. Bilder, die bestehen bleiben. Das ist für mich Poesie (…)“

„In dem Buch geht es darum, wer man in den Augen eines anderen Menschen ist und wer man auch jenseits von politischen und gesellschaftlichen Systemen ist.“ Lesen Sie weiter

Impressionen von Iris Wolff und Corinna Kroker

Autorin und Lektorin im Gespräch …

Es war leider nicht mit Publikum möglich, aber das Team des „Kulturspeicher Ulm“ unter Leitung von Jan Ilg hatte alles getan, damit wir eine angenehme Zeit im Ulmer Kornhaus hatten. So konnte – vor Kameras – die Begegnung mit Iris Wolff und Lektorin Corinna Kroker (beide: Klett-Cotta-Verlag) stattfinden und es wurde eine angeregte Plauderstunde über das Buch „Die Unschärfe der Welt“ und die Kunst des Schreibens.

Besonders schön: Lektorin Corinna Kroker gab einen tiefen Einblick in ihren Tätigkeitsbereich, der vom „Erstkontakt“ mit AutorIn und Manuskript bis hin zur Programmgestaltung und Buchgestaltung reicht. Iris Wolff berichtete über die Genese der Charaktere ihres Buches, aber auch beispielsweise die Bedeutung des Reisens in der Phase der Ausarbeitung.

Das alles ist digital gesichert und wird in Bälde abrufbar sein. Bis dahin einige Impressionen (Fotos: Florian L. Arnold)

Signierte Ausgaben des neuen Romans „Die Unschärfe der Welt“ von Iris Wolff sind – in limitierter Zahl- bei der Ulmer Buchhandlung Aegis erhältlich!

Iris Wolff in Ulm …

Iris Wolff erzählt die Geschichte einer Familie aus dem Banat, die auch von den Wirren der Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht auseinander gerissen wird. Über vier Generationen spannt die Autorin ihre Geschichte – nicht unähnlich zum Vorgängerband „So tun als ob es regnet“. Doch im neuen Buch geht es um die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks immer miteinander verbunden bleiben, mitunter durch die absurdesten „Zufälle“.

„Ein schillernder Mikrokosmos an Figuren, (…) eindrücklich, als wär’s die eigene Erinnerung“. FAZ

 

Für den Donnerstag, 4. Februar 2021 haben wir im Ulmer Kulturspeicher die Lesung mit Iris Wolff und ihrer Lektorin Corinna Kroker angesetzt.
Die Lesung kann nun, bekanntermaßen, aufgrund der Covid-Beschränkungen nicht mit Publikum stattfinden – und aus technischen Beschränkungen auch nicht als Live-Stream. Wir werden statt dessen das Gespräch aufzeichnen und auf Youtube veröffentlichen.
Mehr hierzu in Bälde.

Signierte Bücher von Iris Wolffs neuestem Werk „Die Unschärfe der Welt“ kann man ab Freitag, 5. 2. 2021, bei der Aegis Buchhandlung in Ulm erwerben (auch Versand!)
> MAIL

ZUM VIDEO (Link folgt)

 

Literaturfrühling im neuen „Kulturspeicher“ im Ulmer Kornhaus

Liebe Mitglieder des Literatursalon Donau,
liebe Freunde, Unterstützer, ehemalige und künftige Gäste,

denken wir nicht länger über das vergangene Jahr nach, in dem es, trotz Wegfalls unserer Literaturwoche und der Reihe „Literaturklassiker im Winter“ doch auch einiges zu entdecken gab, bei „Literatur unter Bäumen“ etwa. Nun aber heißt es, das Gute in 2021 zu sehen und zu erleben: Wir starten unseren Literaturfrühling im neuen „Kulturspeicher“ im Ulmer Kornhaus mit zwei hervorragenden Literaturabenden. Lesen Sie weiter

Lesung Ted Gaier: Argumentepanzer

Sonntag, 18. Oktober 2020 um 19 Uhr im Cabaret Eden, Karlstraße 71, 89073 Ulm

Ted Gaier, Musiker der Band „Die Goldenen Zitronen“ ist mit einem neuen Buch in Ulm: In „Argumentepanzer“ setzt er sich mit Politik und Kunst auseinander: von strukturellem Rassismus bis hin zu Bob Dylan.

Argumentepanzer

Ted Gaier schreibt als teilnehmender Beobachter über Proteste in Athen und Prag oder den Widerstand einer Hausbewohner:innenschaft gegen einen Großinvestor. Er berichtet von strukturellem Rassismus im Theater- und Medienbetrieb sowie Marketingmethoden im Musikbusiness. Er fragt am Beispiel der Band Ton Steine Scherben nach Mustern linker Geschichtsschreibung und in Artikeln über Robert Görl von DAF oder den Monks, was frühere Avantgarden ausmachte. Außerdem geht es um die Geschichte des Mainstreampops in Rumänien, elektronische Musikfestivals oder die Kunst von Mariola Brillowska.

Gaier vermag gesellschaftliche Entwicklungen mit popkulturellen Phänomenen zu erklären. Zugleich hinterfragt er seine Biographie und seine Arbeit mit den Goldenen Zitronen und dem Performancekollektiv Schwabinggrad Ballett. Sein solidarischer Blick auf die Welt, die Offenheit und Klarheit, die Ironie, aber auch die Selbstzweifel des Künstlers und Aktivisten machen diesen Band, der Texte aus den letzten 20 Jahren versammelt, aus.

Essays, Reportagen und Songs

Ted Gaier, geboren 1964 in Stuttgart, aufgewachsen in München und Ulm, ist seit 1983 vor allem in Hamburg, zeitweise in Prag, München und Berlin ansässig. Er ist Mitbegründer der Band Die Goldenen Zitronen, seit 1984 Instrumentalist, Komponist, Texter und Co-Produzent. Seit 1986 folgten diverse Plattenveröffentlichungen und regelmäßige Touren, auch mit anderen Projekten wie z. B. Les Robespierres (ab 1994). Insgesamt sind es 19 Alben. Seit 1998 ist Gaier in Theaterzusammenhängen als Performer, Musiker und in konzeptioneller Funktion aktiv. Seit 2010 arbeitet er regelmäßig zusammen mit der deutsch-ivorischen Performancegruppe Gintersdorfer/Klaßen. Des Weiteren ist er als Regisseur für Video-Clips (u.a. Sterne, Goldene Zitronen, FSK), Musikproduzent (u.a. von Chicks on Speed und Schnipo Schranke) und Freier Autor (u.a. Spex, WOZ, taz, Die Zeit) tätig. Als Filmkomponist des Films „Milan Protokoll“ von Peter Ott wurde er mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2018 für die beste Musik ausgezeichnet. Seit 1999 ist er Teil des politaktivistischen interventionistischen Performancekollektivs Schwabinggrad Ballett. Im September 2009 war er Mitinitiator des Manifests „Not in our name, Marke Hamburg“. Im Verbrecher Verlag erscheint im Februar 2020 unter dem Titel „Argumentepanzer“ eine Auswahl seiner Essays, Reportagen und Songs.

Im „Cabaret Eden“ in Ulm wird er sein Buch vorstellen und sich auch ein bis zwei Fragen der Aegis-Crew stellen.

> ZUM BUCH
> ZUR VERANSTALTUNG
> LESEPROBE

Lesung Alexander Häusser: Sehnsucht nach dem Verlorenen

 

Noch alle Zeit: Roman einer schmerzhaften Suche

Nach dem Tod seiner Mutter entdeckt Edvard ein Sparbuch auf seinen Namen. Ein kleines Vermögen hat sich angesammelt. Warum hat seine Mutter ihm das Sparbuch verschwiegen? Steckt vielleicht sein vor 50 Jahren verschwundener Vater dahinter? Jetzt will Edvard die Wahrheit wissen und eine erste Spur führt ihn zu einer Bank in Oslo. Auf der Überfahrt lernt er die junge Berliner Journalistin Alva kennen. Auch sie ist auf der Suche – nach sich selbst. Lesen Sie weiter

Alexander Häusser liest: „Noch alle Zeit“ – am 4. 10. 2020

Lesung und Gespräch mit Alexander Häusser
4. 10. 2020, 17 Uhr
Theaterei Herrlingen
Oberherrlinger Str. 22
89134 Herrlingen

Wir freuen uns auf diese Veranstaltung mit Alexander Häusser und seinem Verleger Günther Butkus vom Pendragon Verlag. In der Theaterei Herrlingen steigen wir am kommenden Sonntag in das Buch „Noch alle Zeit“ ein!

 

Der in Hamburg lebende Schriftsteller Alexander Häusser hat mit „Noch alle Zeit“ seinen vierten Roman vorgelegt: ein berührendes Werk um von Erinnerung und Dichtung. Edvard Mellmann, der Protagonist des Romans, ist Opfer eines Familiengeheimnisses:das plötzliche Verschwinden seines Vaters blieb bis zum Tod der Mutter ein Thema, über das nicht gesprochen wurde. Als Edvard im Nachlass seiner Mutter ein auf seinen Namen geführtes Sparbuch findet, auf das von Norwegen aus jahrzehntelang Geld für ihn eingezahlt wurden, gibt es für ihn kein Halten mehr – und er macht sich auf den Weg nach Oslo, auf die Suche nach seinem Vater.

Wir sprechen mit Alexander Häusser („Zeppelin“, „Memory“) über seinen neuesten Roman – und mit seinem Verleger Günther Butkus (Pendragon Verlag) über den besonderen „Sound“ seines Autors.
Durch den Abend führt Florian L. Arnold.

„(…) Ein Autor vom Schlage der Christoph Meckel und Klaus Böldl – also der Großen Stillen im Land. Ein Schriftsteller, dessen Arbeiten konsequent versammeln was wirklich bedeutende Literatur ausmacht: Genauigkeit, Beharrlichkeit und die Weigerung, sich vorschnell zufrieden zu geben.“

Karten können bei der Theaterei Herrlingen bestellt werden. Bitte beachten Sie, daß die Anzahl der Sitzplätze unter den Bedingungen der Corona-Pandemie begrenzt ist!
> Karte reservieren

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Lesung Ivna Zic: „Die Nachkommende“

Ivna Žic schickt in ihrem faszinierenden Romandebüt „Die Nachkommende“ eine junge Frau auf Identitätssuche nach Zagreb. Sie denkt an den Mann, mit dem sie ein Jahr lang eine Beziehung führte, die nie wirklich anfangen konnte: Der Mann ist ein verheirateter Mann. Ein Maler, der nicht mehr malt. In den fahrenden Zug setzt sich der tote Großvater zu ihr. Auch er ein Maler, auch er hatte aufgehört zu malen …

Lesen Sie weiter

Literaturwoche Donau 2019: Sprache und Identität. Lesung Christian Lorenz Müller am 26. 4. 2019

Wir laden herzlich ein zum zweiten Abend im Rahmen der Literaturwoche Donau 2019:

SPRACHE & IDENTITÄT: Lesung Christian Lorenz Müller
Freitag, 26. April, 19:30 Uhr

Gast: Verleger Arno Kleibel, Otto Müller Verlag
Eintritt AK 10 € (ermäßigt mit Literaturwochenpass)
EinsteinHaus, Club Orange – vh ulm

Christian Lorenz Müller, 1972 in Rosenheim geboren, ist gelernter Trompetenbauer. Sein Roman »Ziegelbrennen« beschreibt die Lebensgeschichte der Rosmarinka Quendler. Die gebürtige Kroatin hätte wohl ihr ganzes Leben in ihrem Heimatdorf verbracht, wäre sie als junges Mädchen nicht ausgerechnet an den Donauschwaben Raimund Quendler geraten. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bedrängen Titos Partisanen den Hof der Quendlers, und so flieht die Familie nach Österreich. „Der Autor verfügt über eine Wortgewalt und ein Einfühlungsvermögen in die Protagonisten, die ihresgleichen suchen!“ (Freiburger Nachrichten).

„Mit Ziegelbrennen ist Müller ein vorzüglicher Roman gelungen: In seiner Sprache leuchten viele aparte Wörter und ausdrucksvolle Bilder hervor. Er verknüpft Familienschicksal und Politik und macht das lange Nachschwelen von Gewalt deutlich.“
// Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten //

Karte reservieren: LINK

Spring!

Julia von Lucadou kommt nach Ulm. 1. 11. 2018

„Ein strahlender Roman über die fürsorgliche Umzingelung, in die sich die ganze Welt verwandelt hat.“Clemens Setz 

Riva ist Hochhausspringerin – ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert?

 „Sätze & Schätze“ hat den Hochhausspringer-Roman von Julia von Lucadou schon besprochen und ist begeistert. Wie vor ihr schon viele andere.
Am 1. November ist Julia von Lucadou bei Aegis zu Gast und stellt den Roman selbst vor.

 

 

HEUTE: Lesung und Vortrag Bulgarische Literatur

HEUTE begrüßen wir in der Aegis Buchhandlung in Ulm Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev – und Ivailo Petrov durch seine Literatur. Es ist erstaunlich: Einer der profiliertesten und fantasievollsten bulgarischen Autoren, Ivailo Petrov, ist heute nahezu vergessen. Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev, Augsburg, stellt den bulgarischen Autor und die bulgarische Literatur zwischen 1900 und 1945 vor und wird insbesondere erklären, was es mit dem sehr eigenen bulgarischen Humor in dieser Zeit auf sich hat.

Montag, 27. August 2018, 19 Uhr:
Bulgarische Literatur (1): Ivailo Petrov
Vortrag und Lesung mit Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev
Veranstaltungsort: Aegis Literatur, Buchhandlung, Breite Gasse 2, Ulm
Unkostenbeitrag €

“ Ivajlo Petrov zieht alle Register von Humor und Satire, um der Bauernschläue der bulgarischen Landbevölkerung, ihren Sitten und Gebräuchen, Unsitten und Gebrechen die Ohren lang zu ziehen. Und wie er seine Seitenhiebe auf die Bürokratie der Macht in der Überzeichnung des pflichtbewussten Erzählers unterbringt, das ist so gut – Petrov könnte ohne weiteres einen Berg Stecknadeln so beschreiben, dass jeder ihn für einen Heuhaufen hält. (…)
(Aus dem Pressetext der deutschen Ausgabe von „Vor meiner Geburt …“ aus dem Avlos Verlag, der leider Mitte der 2000er aufhörte zu existieren)

Fotomotiv: Annie Spratt

„Qualität hat mit Qual zu tun“

HEUTE kommt Joachim Zelter zu uns, stellt seinen Roman „Im Feld“ vor. Nun könnte dieser Titel geradezu martzialische Bezüge zu kriegsartigen Szenarien andeuten, doch gemeint ist tatsächlich das Feld der Radfahrer, die sich gemeinsam zu Höchstleistungen treiben. Hier, so Zelter, komme Qualität tatsächlich dem Begriff „Qual“ nahe, und auch der Autor selbst habe dem Radsport fast so etwas wie sein Leben zu verdanken.

Mehr über Joachim Zelter und „Das Feld“ heute Abend um 19:30 Uhr in der Lounge der „Hommage Radgestaltung“ am Judenhof in Ulm. Der Eintritt kostet 10 Euro inkl. eines Freigetränks, die Moderation übernimmt Florian L. Arnold, den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Aegis.

> Radiobeitrag „Im Feld“, ARD

 

Heute liest Franzobel in Ulm!

Lesung von Franzobel aus seinem Roman „Das Floß der Medusa“ zur Wiedereröffnung von „Aegis Literaturbuchhandlung“ in Ulm.
HEUTE um 18 Uhr, Café Kornhauskeller.

Was bedeutet Moral, was Zivilisation, wenn es um nichts anderes geht als ums bloße Überleben? Ein epochaler Roman von Franzobel.

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?

Franz Stefan Griebl, wie der Autor mit mit dem unglaublich breit gefächerten literarischen Œuvre mit bürgerlichem Namen heißt, hat ein Kabinettstück geschaffen: er thematisiert rauh, böse, grotesk und episch eine seit zweihundert Jahren weitgehend ignorierte Schiffskatastrophe, die in ihrer verstörenden Ungeheuerlichkeit ihresgleichen sucht.

„Franzobel hat mit seinem Roman das Unmögliche geschafft: Er ruft uns einerseits die Historie in Erinnerung, zum anderen hat er einen erstaunlich lebendigen und hochaktuellen Roman geschrieben. Dabei hilft ihm sein Gespür für das Groteske, seine Fähigkeit, die derben Seiten seiner Figuren herauszustellen, die gesellschaftlichen Widersprüche, ja, die Klassenverhältnisse in den Dialogen deutlich zu machen. Ein verstörendes Meisterwerk.“
Carsten Otte, Der Tagesspiegel, 08.02.17

„Dichte Atmosphäre, großes Gespür für Zeitkolorit und klug aufgebaute Spannungsbögen, garniert mit zynischen, entlarvenden und makabren Dialogen.“ Werner Krause, Kleine Zeitung, 31.01.17

Literatur unter Bäumen: Dank an Cavelty, Farner & Gstettenhofer

Ein großartiges Dreigestirn des Literaturgeschehens besuchte uns zum Auftakt von „Literatur unter Bäumen“ am 24. Mai 2018: Chrigel Farner, Zeichner und Illustrator, Gion Cavelty, Autor und André Gstettenhofer, Verleger der Verlage „Salis“ und „Lectorbooks“.

Heute: Gute Menschen

Mitteleuropa wird von einer furchtbaren Hitzewelle heimgesucht.

27. 4. 2018, 19:30 Uhr
Jürgen Bauer: Ein guter Mensch + Verleger Jürgen Schütz
Ort: Atelier in der vH Ulm, Einsteinhaus.
Musik: Ivan Antonic

Jürgen Bauer ist ein junger österreichischer Autor, der mit Ein guter Mensch seinen mittlerweile dritten Roman vorgelegt hat: Ein dystopischer Roman, der in einer nahen Zukunft spielt, in einem von Trockenheit gepeinigten Mitteleuropa, in dem Wasser ein kostbares Gut geworden ist, das rationiert und nach einem bestimmten Plan unter die Menschen verteilt wird. Wasserknappheit quält die Menschen. Marko versucht mit seinem Freund Berger als Tankwagenfahrer einen Beitrag zu leisten und die Menschen mit Wasser zu versorgen. Aber es ist nicht leicht, ein guter Mensch zu sein angesichts einer zerbrechenden Zivilisation. Furiose Gegenwartsanalyse und Zukunftsvision.
Jürgen Bauer und sein Verleger Jürgen Schütz stellen uns das Buch vor, Florian L.Arnold führt durch den Abend.

Eintritt: 12/10 €

27. 4. 2018, 19:30 Uhr
Jürgen Bauer: Ein guter Mensch + Verleger Jürgen Schütz
Musik: Ivan Antonic

Buchpremiere: Jedermann stirbt

Samstag, 17. 2. 2018, 19:30 Uhr
Buchpremiere: Jedermann stirbt mit Marco Kerler
Eintritt 5 € / frei für Mitglieder des „Literatursalon Donau e. V.“

Marco Kerler war 2017 der erste Ulmer „Stadtschreiber“, eingeladen von der „Literaturwoche Donau“. In den 14 Tagen, die das Festival dauerte, entstand der erste Prosatext des Ulmer Lyrikers – eine labyrinthische Erzählung, in der die Grenzen von Realität und Traum fließend sind.
Nun wird diese Erzählung als bibliophile Publikation des „Literatursalon Donau“ aufgelegt, die Gestaltung übernahm Florian L. Arnold. Am 17. Februar wird das Buch vorgestellt und Autor Kerler liest noch einmal aus seinem ungewöhnlichen Prosatext.
Wir laden herzlich ein zu diesem Abend im feinen Ulmer Fairtrade-Geschäft rund um schöne Kleidung „Fischerins Kleid“ (LINK)

Joshua Cohen kommt nach Ulm!

Es ist uns ein Fest! Joshua Cohen wird in Ulm aus seinem neuen Roman „Das Buch der Zahlen“ lesen – am 20. Februar 2018.

Joshua Cohen wurde 1980 in New Jersey geboren und hat an der Manhattan School of Music studiert. Er hat mehrere Erzählbände und Romane sowie den kulturkritischen Band ATTENTION! veröffentlicht, ist der Buchkritiker des Harper’s Magazine und schreibt regelmäßig Essays für die New York Times Book Review, die London Review of Books und andere. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Pushcart Prize (2012) und den Matanel Prize in Jewish Literature (2013).

Das Buch der Zahlen

Ein gescheiterter Autor verliert am 11. September alles, was ihm am Herzen liegt: Seine Frau verlässt ihn, sein Buch floppt, der Buchladen, in dem er sein Geld verdient, liegt in Trümmern. Da erhält er den lukrativen Auftrag, die Memoiren eines Mannes zu schreiben, der genauso heißt wie er und ansonsten sein genaues Gegenteil ist: Ein Internetmogul, Erfinder des Algorithmus, der die totale Überwachung ermöglicht und unser aller Leben verändert.
Autobiografie, Familiengeschichte, Ghostwriting fur Anfänger, Silicon-Valley-Historie, internationaler Thriller, Sexkomödie – Buch der Zahlen ist ein überschäumendes Buch und in Amerika Kult.
> > > ZUM BUCH

„Joshua Cohen ist ein ganz und gar außerordentliches Genie.“
Christian Kracht 
„Joshua Cohens Buch der Zahlen liest sich, als hätte jemand die Werke von Philip Roth zusammen mit denen von David Foster Wallace in einen Teilchenbeschleuniger geschossen.“
New York Times

 

Buchgespräch mit Jan-Philipp Sendker

Was für ein gelungener Literaturabend! Schriftsteller Jan-Philipp Sendker kam am 26. Juni 2017 nach Ulm ins Aicher-Scholl-Kolleg im legendären HFG-Gebäude und berichtete mit Offenheit, Humor und Herz von seinen Aufenthalten in Burma, China und Amerika.

Sendker schrieb „Das Herzenhören“, es folgten die Romane „Das Flüstern der Schatten“ (2007) und „Drachenspiele“ (2009). Sendkers erster Roman „Das Herzenhören“ ist ein Phänomen: ein Buch, das im Laufe der Jahre Hundertausende Leser gewann und in den USA zum Bestseller avancierte. Demnächst soll es eine Verfilmung geben, für die Sendker selbst das Drehbuch schrieb.
Im Aicher-Scholl-Kolleg der vH Ulm lernten wir einen freundlichen und nachdenklichen Autor kennen, der es sich nicht leicht machte mit seinen Büchern, der sich, um die Stimmung oder Situation einer Figur zu empfinden, radikal selbst in deren Stimmung versetzte.

Wir danken Jan-Philipp Sendker für den großartigen Abend, den er uns im „Literatursalon Donau“ in Ulm schenkte.

Buchgespräch Jan-Philip Sendker

Buchgespräch
Jan-Philip Sendker
26. Juni 2017, 19:30 Uhr
Aicher-Scholl-Kolleg, HfG Ulm

„Können Worte Flügel haben?
Können sie wie Schmetterlinge durch die Luft gleiten? Können sie uns mitreißen, davontragen in eine andere Welt? Können sie uns erbeben lassen wie die Naturgewalten, die die Erde erschüttern? Können sie die letzten geheimen Kammern unserer Seele öffnen? Ich weiß nicht, ob Worte allein es vermögen, aber zusammen mit der menschlichen Stimme können sie es.“

Jan-Philip Sendker kommt nach Ulm und wir freuen uns auf einen der erfolgreichsten deutschsprachigen Romanautoren. Sendker, geboren 1960 in Hamburg, war von 1990 bis 1995 Amerika- und von 1995 bis 1999 Asien-Korrespondent des „Stern“. Nach einem weiteren Amerika-Aufenthalt kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete als Autor für den „Stern“. Seine eindringliche China-Reportage „Risse in der Großen Mauer“ erschien 2000, danach konzentrierte sich der Autor auf erzählende Werke. Nach dem Bestseller „Das Herzenhören“ folgten die Romane „Das Flüstern der Schatten“ (2007) und „Drachenspiele“ (2009). Sendkers erster Roman „Das Herzenhören“ ist ein Phänomen: ein Buch, das im Laufe der Jahre Hundertausende Leser gewann und in den USA zum Bestseller avancierte. Im Aicher-Scholl-Kolleg der vH Ulm wird er über seine Arbeit als Schriftsteller sprechen, etwa über die Frage, wie er seine Stoffe entwickelt, über die Recherchen in Burma und China sowie den Arbeitsalltag eines Erfolgsautoren …

Musikalische Umrahmung:
Maria Goldberg * Les mauvaises
Eintritt: 8 / 6 Euro
Aicher-Scholl-Kolleg, HfG Ulm

Wir laden herzlich ein zum Buchgespräch
mit Jan-Philip Sendker
Einlass: 19 Uhr

Ort: Aicher-Scholl-Kolleg
in der Hochschule für Gestaltung Ulm
Am Hochsträß 8
89081 Ulm
Fon 0731 1530-22

:: F L Y E R

Heute: das große Abschlussfest!

Liebe Freunde der Literatur,
es war wunderschön, es war erstaunlich, eigenwillig, bunt, oftmals sehr lustig (und nie hatten wir das richtige Mikrofon) – das schöne Literaturfestival in Ulm und Neu-Ulm, die „Literaturwoche Donau“, geht in die Zielgerade. Wir freuen uns auf ein großes Fest der Autoren und unabhängigen Verlage, der Livemusik und des Genusses:

Sa. 6. Mai, ab 15:00
Bitte zu Tisch! Ein Fest für die Literatur!
Venet-Haus Galerie, Bahnhofstraße 41, Neu-Ulm
Eintritt (ganzer Tag) 11* / 16 Euro
Abendkasse (ab 19 Uhr) 5* / 7 Euro
(* für Mitglieder des Fördervereins „Literatursalon Donau e. V.“)

Stadtschreiber Marco Kerler ist die „TextFlechte“ …
Die „Flugfische“ heben ab …
Silke Knäpper liest „Hofkind“ und Ivan Antonic erfindet dazu herrliche Melodien …
Ulrich Holbein zündet die „Knallmasse“ …
Philip Krömer kredenzt neue Texte …
Dazu durchgehend: Musik, Kunst, Street Food.
Und abends illuminieren „Hauslaib Lichtwelten“ den Neu-Ulmer Himmel.

15:00, TextFlechte, Marco Kerler
16:00, Konzert, About Ally
17:00, Silke Knäpper (Musik Ivan Antonic)
18:00. Philip Krömer, „Kumari“
19:00, Lesung und Performance mit den „Flugfischen“
20:00, Ulrich Holbein, „Knallmasse“
ab ca. 21:30, Konzert, Habama Music

Genießen Sie mit uns dieses abschließende „Festmahl der Literatur“, frei nach dem großen Geist und Genießer Kurt Tucholsky:
„Entspanne Dich. Laß das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön!“

Herzliche Grüße von den Machern der Literaturwoche Donau,

Florian L. Arnold, Rasmus Schöll
& Team: Kathrin Häckert, Marco Kerler, Klaus Rinkel

Heute: Mehr Lyrik geht nicht! 19:30 Uhr!

Heute abend,  Freitag, 5. Mai, feiern wir ab 19:30 Uhr die Lyrik im Ulmer Café „Jedermann“. Die Moderation übernimmt Marcus Golling (Augsburger Allgemeine).
Programmatisch festgezurrt unter dem Titel „Mehr Lyrik geht nicht!“ ist dieser Abend in Kooperation mit dem „KunstWerk e. V.“ in Ulm eine kleine feine Runde der Gegenwartslyrik.  Wir freuen uns  auf Heike Fröhlich, Adrian Kasnitz und Sascha Kokot, für die Musik sorgt der wunderbare Songwriter Liam Cairns!

Reisen Sie mit uns nach Tanger!

Do. 4. Mai, 19:30
Florian Vetsch, Boris Kerenski: Tanger Telegramm (Bilgerverlag)
Steinwerkstatt Vogel,  Wileystraße 21, Neu-Ulm
Eintritt 10* / 12 Euro

Florian Vetsch und Boris Kerenski nehmen Sie mit auf eine faszinierende Reise in eine Stadt, deren Name allein schon pure Poesie ist: Tanger. Die erste deutschprachige Textsammlung mit der Erinnerung an die „weiße Stadt“ Tanger. Während es in den spanischen, französischen, englischen und arabischen Sprachräumen längst Anthologien zu der weltliterarisch relevanten Stadt an der Meerenge von Gibraltar gibt, fehlte im deutschen Sprachraum bislang eine solche Textsammlung. Diese Lücke schließt das „Tanger-Telegramm“.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.02.2005

Ein Lesebuch, wie man es sich wünscht: voll lebenspraller Geschichten, vielseitig, schön aufgemacht, die einzelnen Beiträge gut eingebettet in einen editorischen Rahmen.
„Die Abenteurer und Literaten, die Exzentriker und die Gescheiterten, sie werden lebendig in den Texten bekannter und unbekannter Autoren (mit einem Schwerpunkt auf deutschsprachigen Texten). Viele davon sind hier erstmals veröffentlicht, also werden auch Tanger-Kenner noch fündig“. Dazu zahlreiche Collagen, alte Fotografien, Skizzen und Kalligraphien sowie ein Verzeichnis ausgewählter Literatur.
„Alles vorbildlich!“

Gehirnfasching mit radikalem Blech

Die Band buffzack der vier Münchner Musiker Andreas Unterreiner (Trompete/Flügelhorn), Lukas Jochner (Posaune), Florian Mayrhofer (Tuba) und Sebastian Wolfgruber (Schlagzeug) präsentiert eine Musik, die sich stilistisch nur schwerlich in eine Schublade stecken lässt. Gewürzt mit einer Prise Humor und Poesie lassen die vier bunt gewandeten Herren eine Musik erklingen, die düstere Metal-Fans Arm in Arm verträumt schunkeln und betagte Damen (und Herren) die Musiker mit Feinrippunterwäsche bewerfen läßt. Voilá!

 

Lyrikabend am Freitag: Sascha Kokot

Am Freitag, 5. Mai, feiern wir die Lyrik im Ulmer Café „Jedermann“.
Programmatisch festgezurrt unter dem Titel „Mehr Lyrik geht nicht!“ ist dieser Abend in Kooperation mit dem „KunstWerk e. V.“ in Ulm eine kleine feine Runde der Gegenwartslyrik.

Wir freuen uns  auf Heike Fröhlich, Adrian Kasnitz und Sascha Kokot, der den eher trüben Mai-Anfang geradezu perfekt in Reime fasst:

sobald die Sonne vertrieben ist

sobald die Sonne vertrieben ist
tauchen die Schwärme auf
sie kreisen über den Dächern
lassen sich für einen Moment
auf den steifen Ästen nieder
jagen unvermittelt wieder fort
verschwinden aus dem Blickfeld
unserer noch nicht erleuchteten Fenster
brechen durch das Gestrüpp höherer Flugrouten
lassen uns einen dämmernden Himmel zurück
den wir nicht deuten können

(aus dem Buch „Ferner“, Edition AZUR)

:: Rezension zu Sascha Kokots Buch „Ferner“ im Litertaurblatt.ch!

Mehr zum Abend finden Sie HIER. Wir freuen uns auf die Autoren!

Stadtschreiber Marco Kerler (2)

Unser Stadtschreiber, der Ulmer Lyriker Marco Kerler, hat sich seit Eröffnung der Literaturwoche mit seinem Notizbuch auf eine kleine Reise begeben – durch die Stadt, durch die Veranstaltungen der Literaturwoche, hinein ins freie Experiment mit der Sprache. Und in ein für ihn neues Feld, die Prosa.

Jetzt hat er uns einen zweiten Auszug aus seinem Prosatext zugeschickt, den er zu unserem Abschlussfest am 6. 5. 2017 (15 Uhr) vorstellen wird:

„So ist das mit Ohrwürmern, die können einem ein Loch in den Kopf fräsen, ihre Eier hinein legen und weil dann so viel Gehirn fehlt, beginnt man zu lächeln, die ganze Zeit.
Nur das Lächeln verstockt ihm, als er die Augen der Alten spürt, auf seiner Haut, in seinem Gesicht, wie sie ihn abtasten, begutachten, als wäre er ein Stück Fleisch beim Metzger, das sie am besten noch blutig verschlingen möchte. (…)“

Stadtschreiber Marco Kerler (1)

Unser Stadtschreiber, der Ulmer Lyriker Marco Kerler, hat sich seit Eröffnung der Literaturwoche mit seinem Notizbuch auf eine kleine Reise begeben – durch die Stadt, durch die Veranstaltungen der Literaturwoche, hinein ins freie Experiment mit der Sprache. Und in ein für ihn neues Feld, die Prosa.

Diesen ersten Textauszug seines Textes, den er zu unserem Abschlussfest am 6. 5. 2017 (15 Uhr) vorstellen wird, hat er uns übermittelt:

„Das Loch ist größer geworden, hebt und senkt sich, scheint zu atmen. Auch die Gestalt hat es verändert, nun trichterförmig, wartet und da beginnt eine dampfende Flüssigkeit sich ihren Weg zu bahnen, hinab in den Schlund. Zögerlich dreht sich der Trichter, wird schneller. Die Flüssigkeit strudelt, hinterlässt ein Geräusch, ein Gluckern, ist verschwunden. Wird Schwärze von Tageslicht geschlagen.“

Der lange Sonntag der Literatur!

Heute, am 30. April, feiern wir mit guter Literatur in den Mai. Um 16 Uhr begrüßen wir Fee Katrin Kanzler und Tina Walz vom Hörbuchverlag „Der Diwan“ in der Stadtbücherei Neu-Ulm. Anschließend gehen wir zur Stadtbibliothek Ulm, wo wir uns mit Kirsten Fuchs gemeinsam wundern: „Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig!“

So. 30. April, 16:00
Fee Katrin Kanzler und Tina Walz vom Hörbuchverlag „Der Diwan“ im Gespräch.
Stadtbücherei Neu-Ulm, Heiner Metzger Platz 1, Neu-Ulm
Eintritt: 6* / 8 Euro
Fee Katrin Kanzler als Doppelbegabung, die schreibt und zeichnet. Tina Walz, die Kanzlers jüngsten Roman „Sterben lernen“ in ein Hörbuch verwandelte. Ein entspannter Nachmittag mit Lesen, Hören, Schauen und Staunen.
:: Website FVA
:: Website Der Diwan, Hörbuchverlag

So., 30. April, 19:30
Kirsten Fuchs: Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig (Voland & Quist)
Stadtbibliothek, Vestgasse 1, Ulm
Eintritt: 8* / 10 Euro
Sie schreibt frech, charmant, fesselnd, ohne Hemmungen. Kirsten Fuchs schoß mit „Mädchenmeute“ in den 7. Himmel des Literaturbetriebs. Mit ihrem neuen Buch „Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig“ (Voland & Quist) stellt sie Klischees auf den Prüfstand und läßt Körper vor Glück wackeln.
„Ich lache ausgelassen. Meine Oberschenkel wackeln dabei vor Glück. Glücksfleisch ist das.“
:: Leseprobe
:: Kirsten Fuchs: Interessanter einkaufen
:: Website Kirsten Fuchs

Heute: Thomas Meyer!

Sa. 29. April, 19:30
Thomas Meyer: Rechnung über meine Dukaten (Diogenes)
Club Orange, VH Volkshochschule Ulm, Kornhausplatz 5, Ulm
Eintritt: 8* / 10 Euro

Thomas Meyer hat mit „Rechnung über meine Dukaten“ (Diogenes Verlag) einen sehr vergnüglich zu lesenden Roman über den exzentrischen König Friedrich Wilhelm I. vorgelegt. Dieser gab Unsummen aus für die Langen Kerls, seine persönliche Leibgarde aus lauter riesigen Männern, die er zwangsrekrutieren oder gar entführen ließ.
Das widerfährt auch dem jungen Bauern Gerlach, den er zu seinem neuen Liebling erklärt. Aber auch die großgewachsene Konditorstochter Betje findet Gefallen an ihm. Betje, eine Riesin, eine großgewachsene junge Frau, die sich so sehr nach einem Mann sehnt, zu dem sie aufblicken kann, nein: muss. Den Kopf in den Nacken legen müssen, um küssen zu können: das ist ihre Sehnsucht …

Thomas Meyer, geboren 1974 in Zürich, arbeitete nach einem abgebrochenen Studium der Jurisprudenz als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. Erste Beachtung als Autor erlangte er 1998 mit im Internet veröffentlichten Kolumnen. 2007 machte er sich selbständig als Autor und Texter.
Sein erster Roman „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ wurde zu einem Best- und Longseller. Eine Verfilmung ist in Vorbereitung.
Thomas Meyer lebt und arbeitet in Zürich.

Der Abend im Club Orange der vH Ulm beginnt um 19:30 Uhr – mit einem kleinen Konzert der Band ABOUT ALLY.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der vH Ulm.

>> Leseprobe

Heute: Anna Weidenholzer

Fr., 28. April, 19:30
Anna Weidenholzer: Weshalb die Herren Seesterne tragen (Mattes & Seitz)
Stadtbibliothek Ulm, Vestgasse 1, Ulm
Eintritt: 8* / 10 Euro

Sie gehört zu den großen Talenten der jungen österreichischen Literatur, ihre feinsinnige Sprache begeisterte Leser und Kritiker geradezu einhellig: Anna Weidenholzer. Ihr neues Buch ist eine ganz eigenwillige, lyrische Glückssuche: Karl, ein pensionierter Lehrer, macht sich eines Tages auf, herauszufinden,
was das Glück sei. Der Glücksforscher landet in einem schneelosen Skiort. Mit feinem Sinn für das Skurril-Komische legt Weidenholzer den Finger sanft in die Wunden unserer Zeit …

Heute: Mirko Bonné und Carolin Callies

Do. 27. April, 19:30
Mirko Bonné: Feuerland
& Carolin Callies: Fünf Sinne & nur ein Besteckkasten
(Schöffling & Co.)
Venet-Haus Galerie, Bahnhofstraße 41, Neu-Ulm
Eintritt: 8* / 10 Euro

Bei der Leipziger Buchmesse erhielt der Frankfurter Verlag „Schöffling & Co.“ den Kurt-Wolff-Preis 2017. „Seit fast einem Vierteljahrhundert erschließt der Verlag mit untrüglichem Gespür und nicht nachlassender Neugier“ immer wieder neue Autoren für die deutsche Gegenwartsliteratur in Lyrik und Prosa, teilte die Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene in Leipzig mit. Immer wieder erweist sich Schöffling somit als idealer Verlag gerade für jene Leser, die sowohl verkannte und übersehene Schätze der Vergangenheit wie auch qualitätvolle Gegenwartsliteratur entdecken möchten.

Diese Entdeckungslust soll sich heute Abend in der schönen Kunstgalerie Venet Haus Galerie in Neu-Ulm aufs Publikum übertragen!

Mit Mirko Bonné und Carolin Callies haben wir zwei Autoren der jungen Schöffling-Garde zu Gast bei der Literaturwoche. Mirko Bonné präsentiert in seinem Prosaband „Feuerland“ Episoden aus der Grenzregion zwischen Wirklichkeit und Phantasie.

Carolin Callies erfindet in ihrem Lyrik-Debüt „seltsame Geschichten“ z. B. vom „Wohnen in einer Obstschublade“. Uns schrieb sie als Vorbereitung des Abends diese Zeilen:

„gib mir kompost & ich tu das für dich & wenn das hier endet,
der tag blumig war, voller falter & tafeln,
dann mach ich eine buchhaltung in salbei auf. ist längt ein versäumnis.“

Beide Autoren erscheinen beim renommierten Verlag „Schöffling & Co.“, der soeben mit dem Kurt Wolff Preis ausgezeichnet wurde für seine unermüdliche Förderung und Entdeckung neuer Talente.
:: Website Mirko Bonné
:: Website Carolin Callies
:: Leseprobe „Fünf Sinne …“
:: Verlagshomepage

 

Eröffnung – die Fotos

Wir freuen uns, daß zur Eröffnung mit Mohamed Amjahid  die Räume der Museumsgesellschaft Ulm bis auf den letzten Platz gefüllt waren – mehr als 170 Gäste. Wir danken Frau Dr. Dagmar Engels für die fabelhafte Moderation und Mohamed Amjahid für viele denk- und erinnerungswürdige Aussagen. Ein Abend, der aber bei allem Ernst der Thematik durchaus auch zum Lächeln und zu Heiterkeit Gelegenheit bot.  Die zunehmenden Einschränkungen und Beschneidungen der Meinungsfreiheit auch in vielen europäischen Ländern ließ uns einen Moment für das freie Wort und die Freiheit der Kunst nehmen – indem wir auch den Fall Deniz Yücel ins Gedächtnis riefen. Ein deutscher Journalist, der aufgrund obskurer Beschuldigungen in einem türkischen Gefängnis einsitzt ohne Aussicht auf Freilassung oder ein faires Verfahren.

Ein besonderes Zuckerl noch zum Ausklang: Die schöne Projektion von Andreas Hauslaib (Hauslaib Lichtwelten), der aus Sätzen und Zitaten von Kurt Tucholsky, Jean Paul und Arno Tauriinen eine wild wirbelnde Literaturwochenwortwolke entwarf, die den  zentralen Hans-und-Sofie-Scholl Platz in ein kleines Lichterspektakel verwandelte.

Wir danken Kathrin Häckert für die schönen Fotos!

ältestenBeiträge

Copyright © 2021 Literatursalon Donau

Theme von Anders Norén↑ ↑