Literatursalon Donau

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Literatur unter Bäumen #1: Gegen den Strom

Die dritte Auflage unserer sommerlichen Literaturbegegnungen unter freiem Neu-Ulmer Himmel verspricht drei Mal die Begegnung mit unabhängigen Verlagen und ihren Köpfen.
Lyrik, Reisebericht, Literaturblog und eine „Gesellschaft der Schlaflosen“ erwarten Sie.
Dazu wie immer gute Livemusik und ein reich gedecktes Bücherbuffet.

Start mit Nick Thorpe und zwei Verlagen

6. JUNI 2019, 19:30
GEGEN DEN STROM mit Nick Thorpe: Die Donau
& Verlage Reisedepeschen und Danubebooks
MUSIK: Eduard 3.0

VON DER MÜNDUNG ZUR QUELLE

Anders als berühmte Donau-Reisende vor ihm nimmt der britische Journalist und Filmemacher NICK THORPE den umgekehrten Weg und nähert sich von der Mündung aufwärts zu Fuß, mit dem Fahrrad, Boot, Zug der Quelle des fast dreitausend Kilometer
langen Stromes. Auf dem Balkan, stellt Thorpe fest, entwickelten sich zivilisierte Kulturen lange vor dem Westen. Und so verwebt er auf seiner Reise prägnant das Einstige mit der Gegenwart.

Der Verlag REISEDEPESCHEN stellt uns sein Reisebuchprogramm vor und der Ulmer DANUBEBOOKS Verlag ist mit einer Auswahl seiner Donau-Literatur mit an Bord.

Karten gibt es wie immer an der Abendkasse, das Catering liefert die Neu-Ulmer „Naschkatze“ und bei schlechtem Wetter sind wir in der Stadtbücherei Neu-Ulm.

www.literaturbaeume.neu-ulm.de
facebook.com/literaturbaeume/

Nachklang: Literaturwoche Donau 2019

Nachklang: Literaturwoche Donau 2019

11 Veranstaltungen in Ulm und Neu-Ulm, immer voller überraschender Momente und literarischer Erlebnisse und Entdeckungen. Wir danken allen Akteuren*innen, Autoren*innen, Verleger*innen und Helfer*innen, die diese siebte Literaturwoche mit uns gestalteten.
Alle Fotos von Guido Gerlach.

 

 

Literaturwochen-Nachschlag: Ich kann Dich hören.

Einen haben wir noch: Ich kann Dich hören

Donnerstag, 9. Mai, 19:30
Nachspann: Ich kann Dich hören: Katharina Mevissen
Eintritt: 8€ 
Aegis Literatur Buchhandlung

Katharina Mevissen erzählt von einem jungen Mann, dem Augen und Ohren geöffnet werden und von einer Frau, die in der Stille lebt. Es geht um Vater­, Mutter­ und Gebärdensprache und um die berührende Kraft von Musik. Ungewöhnliche Themen, eindringliche Bilder: Töne wie „grobe Brocken, laut, fest, leblos“, Musik und Sprachlosigkeit. Ein großes Talent.

„(…) Es gibt Stimmen von Vögeln und von Menschen, die gut gekleidet und nur leicht verschwitzt hier eintreffen, um einem Konzert klassischer Musik zu lauschen. Die Friedlichkeit ist absurd und das Idyll beklemmend. Die Kulisse betäubt mich, ich fühle mich wie überzuckert. Es muss hier irgendwo eine raue, kratzende, schürfende Oberfläche geben, an der ich mich reiben kann, die Widerstand erzeugt oder Schmerz, an der man sich verbrennt, die einen frieren lässt. Etwas Scharfkantiges, Bitteres, Dreckiges, ein Geräusch, ein Anblick, ein fieser Geschmack. Irgendwas, das gegen diese Süße ankommen kann, gegen diese Makellosigkeit. (…)“

Hoch überm Weltenrand: Unsere Münsterturmlesung mit Philipp Weiss

Hoch hinaus: Münsterturmlesung mit Philipp Weiss
Sonntag, 5. Mai 2019, 19:30 Uhr

AM WELTENRAND: Philip Weiss im Münsterturm – Münsterturmlesung
In Zusammenarbeit mit der Münstergemeinde Ulm
Moderation: Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine
Musik: Maria Schmidt-Deiss
Eintritt 16 € (nur VK) inkl. Münsterturmkarte
Ulmer Münster, Treffpunkt: 19 Uhr am Haupteingang
* Keine Toilette vor Ort *

„Als wäre ich nirgendwo zu Hause. Als stünde ich immerzu auf der Schwelle, zwischen den Dingen, den Räumen, den Menschen. Die Glücklichen, die niemals über einen Weltenrand gestürzt sind …“

Philipp Weiss‚ furioses Debüt ist ein 1000seitiges Erlebnis in fünf Bänden. Roman, Epos, Enzyklopädie, Rausch. Kühn und sinnlich durchleuchtet Weiss Aufstieg und drohende Selbstzerstörung der Menschheit. Ein imposantes Werk, das zeigt, was ein Roman alles kann. „Es ist nichts Geringeres als der geglückte Versuch, die Komplexität der Welt, in der wir leben, erzählbar zu machen“ jubelte der ORF.

:: Leseprobe

Es ist die Wahrheit, obwohl es nie passierte

Konzert zur Literaturwoche von Knarf Rellöm. 
Heute um 22 Uhr im Casino Ulm, am Weinhof.

Knarf Rellöm ist seit über 25 Jahren in diversen Konstellationen und Funktionen unterwegs, z.B. bei der „Behörde für Lieblingslieder“, der Proletenpassion in Wien oder „Mentallica“ (Köln).
Knarf Rellöm ist ein Pseudonym, aber nicht sein einziges, u.a. nennt er sich auch King Fehler. Begründung: „Wir Künstler können gar nicht genug Pseudonyme haben, wir sind gespaltene Persönlichkeiten.“

Um noch mehr produktive Verwirrung zu schaffen, steht Knarf Rellöm nicht nur für den Einzel-Künstler, sondern auch für ein musikalisches Kollektiv, eine Band bestehend aus Rellöm selbst sowie Patricia Wedler aka DJ Patex und Viktor Marek.

Musikalisch bewegt man sich auf unbegangenen Pfaden zwischen Elektropunk, Disco und zahlreichen weiteren Einflüssen, da wird fröhlich der Pop hingerichtet und zugleich zelebriert. Die performativen Auftritte sind von spontanen Inszenierungen geprägt, Rellöm und Patex sprechen live mit Technikern, Kollegen und untereinander, nutzen Kostümierungen und Masken oder blenden hörspielartige Sequenzen ein.

Neueste Platte: A Tribe Called Knarf – „Es ist die Wahrheit, obwohl es nie passierte“.

Revolution & Rellömversum!

Heute: Revolution!

Imran Ayata und Knarf Rellöm beim Fest der Literaturwoche Donau

Samstag, 4. Mai 2019, 19:30 Uhr
REVOLUTION: EIN ABEND MIT IMRAN AYATA
Moderation: Marcus Golling
Eintritt AK 16 € inkl Konzert Knarf Rellöm/ 8 € nur Konzert
Casino Ulm, Weinhof 7, 3. OG

Das neue Deutschland hat viele Namen – einer davon ist Devrim. Imran Ayatas Roman „Mein Name ist Revolution“ ist ein politisches Buch und ein Liebesroman: die Geschichte von Devrim (deutsch: Revolution), dessen kommunistische Eltern in den 1970er-Jahren nach Deutschland kommen und über Nacht mit einem Lottogewinn reich werden.
Imran Ayata erzählt in einer klaren Sprache und Tonlage, die es in der sogenannten Migrantenliteratur so noch nicht gab. Ayata live ist ein Ereignis, den Soundtrack zu seinem Buch liefert er musikalisch live mit.

EXTRA: Konzert Knarf Rellöm // Beginn ca. 22 Uhr 

Frank Möller ist der etwas andere Sexgott, der irgendwann auf die Idee kommt, dass sich sein Name, rückwärts gesprochen, viel besser vor R.E.M. einsortieren lässt. Außerdem klingt Knarf Rellöm einfach sexy.
Rebellische Texte mit viel Sprachwitz, eingepackt in wummernde Bässe und elektronische Experimente plus jede Menge Rock’n’Roll-Gitarren machen nicht nur die Platten zu einem musikalischen Hörgenuss. Für seine Live-Shows ist der Mann längst legendär. Laut und mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein gehört ihm jede Bühne, egal wie groß sie ist.

Kaffeestunde mit Hendrik Jackson!

Hendrik Jackson gibt uns heute die Ehre einer Kaffestunde!
LiteraturKaffee mit Hendrik Jackson​ im Konzertsaal in Neu-Ulm um 14 Uhr​.
Kommt – und genießt.

 

Rauschen
Regen schuf sich sein Meer und das Meer seine Wellen, schwollen
Wolken über der weißen Gischt des Meeres – helle Töne –
und wie Staub auf der Tonbandspur alles ineinander vermischt
die Stimmen, flüsternd, treten hervor aus dem Gestern, aus den
toten Gesprächen, eingewoben ins Moiré anschwellender
…sch…wellender Interferenzen, wohin der Wind geht, ob er sacht
aufbraust aufrauscht abflaut, lau oder leicht anhebt, wie Flausch
verraschelt oder aschgrau in grau verstummt – eine Handbewegung
wenn wie nach langer Krankheit alle Gleichzeitigkeiten endeten 
alle Böen sich wendeten aufgebäumt Fragen sich leichthin erhöben

 

Late Night: Hendrik Jackson reist nach Provintsiya

Hendrik Jackson reist nach Provintsiya

Donnerstag, 2. Mai 2019, 22:30 Uhr
Literatur Late Night: Mit Hendrik Jackson und Ioan Brumer (Verlag Round not Square)
Eintritt 6 €
Galerie Putte, Neu-Ulm

Hendrik Jackson ist einer der profiliertesten Lyriker und Übersetzer.
Er lebt als Lyriker und Übersetzer in Berlin, ist Mitinitiator diverser Lesungen und Aktionen (u.a. des Parlandoparks), sowie als Herausgeber verantwortlich für lyrikkritik.de und summbo.wordpress.com. Zuletzt publizierte er ein Gemeinschaftswerk „Helm aus Phlox“ und den Gedichtband „Im Licht der Prophezeiungen“.

Zu unserer Late Night-Runde in der „Putte“ gibt er sich ein Stelldichein mit „round-not-square“-Verleger Ioan Brumer und vermittelt uns seinen ganz eigenen, magischen Umgang mit Sprache.

Nichtstun erschien als eine Möglichkeit. der Tag verharrte auf der Stelle
– was war,war wie ausradiert. über den alten Akazien, in der letzten Helle einige Dohlen. Heimkehr über enge Straßen. Statisches. und unser Warten dauerte an. auf was? Vorstellungen liefen in den Kinos, in den Theatern.
(Aus: Novemberlicht, von Hendrik Jackson)

Der Abend steht im Vorzeichen einer Reise durch die russische Provinz – lyrische und fotografische Betrachtungen von Hendrik Jackson und Heinrich Völkel: Provintsiya
In Russland gilt alles außer Moskau und Petersburg als Provinz. Selbst solche Städte, die anderswo problemlos als Großstadt durchgehen würden. Der Dichter Hendrik Jackson und der Fotograf Heinrich Völkel haben gemeinsam fünf russische „Provinzstädte“ bereist: Archangelsk, Astrachan, Wolgograd, Uljanowsk und Kaliningrad.
Ihre Eindrücke haben sie in Ton, Wort und Bild festgehalten. Dabei sind außergewöhnliche Stadtportraits entstanden. In Provintsiya, der Buchrolle, kann man ihre Reise wie mit dem Zug von einem Ort zum nächsten nachvollziehen. Und sich überraschen lassen: Abseits der Metropolen verliert sich das Bild von Russland, die Klischees verblassen.

 

Rückblick: „Unvergessen“, Lesung zum Rana Plaza Unglück.

Wundervoller Abend zu einem ernsten Thema: Zur Fashion Revolution Ulm / Neu-Ulm im Ulmer Fairtrade-Modegeschäft „Fischerins Kleid“ präsentierten Sibylle Clauß-Schleicher, Theresa Komprecht, Maximilian Stuka und Sarah Scheerer einen Literaturabend, der sich mit dem Thema fair hergestellter Kleidung befasste. Ernste und heitere Momente waren ebenso zu erleben wie die Verlesung der Menschenrechte. Besonders berührten die eigenen Texte der Autoren*innen, die das Kleidungsstück zum Erinnerungsgegenstand, zum sprechenden Gegenstand machten. Viel verdienter Applaus für einen subtilen, bewegenden, aussagestarken Abend.
Musik: Ferdinand Schlichtig.
Tausend Dank an: Annemarie Brückner, Topalian & Milani Verlag, Literaturwoche Donau, Aegis Buchhandlung, Aicher Scholl Kolleg, Ferdinand Schlichtig

 

 

Rückblick: Dielmann & Velte Duett

Raum und (W)Ort: Multitalente auf der Bühne

Rückblick: Vergnüglich und in bester Erzähllaune stellten uns Axel Dielmann und Olaf Velte ihre Bücher vor. Da gab es neben zwei sehr entdeckenswerten Autoren auch einen Einblick in das „dritte Leben“ Dielmanns, der auch als Bildender Künstler arbeitet. Wir danken den Gästen und dem Club Orange, Vh Ulm für einen sehr gelungenen Abend. Fotos wieder aus der bewährten Werkstatt Guido Gerlach!

 

Literaturwoche Donau 2019: ARCHIPEL. Lesung entfällt!

Literaturwoche Donau 2019: ARCHIPEL

Dienstag, 30. 4. 2019, 19:30 Uhr
ARCHIPEL. Lesung & Gespräch mit Inger-Maria Mahlke, Buchpreisträgerin 2018>

++ Lesung muss aufgrund eines Trauerfalls leider entfallen! ++
++ Termin wird 2020 nachgeholt, Karten können bei den VVK-Stellen zurückgegeben werden! ++

Inger-Maria Mahlke ist in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert und hat sich mit jedem ihrer Bücher thematisch und formal stets weit vorgewagt. In „Archipel“ führt sie rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege.

Das Buch ist mehr als nur ein Roman: Fesselnde Zeitgeschichte, Appell und mitreißende Erzählkunst.

 

http://literatursalon.net/literaturwoche-donau-2019/
https://www.facebook.com/LiteraturwocheDonau/
https://www.rowohlt.de/hardcover/inger-maria-mahlke-archipel.html

Montag, 29. April, 22:30 Uhr: Nachtschwärmerinnen!

Heute feiern wir unser erstes Literatur Late Night der 2019er Saison – mit den drei „Nachtschwärmerinnen“ Constance Hotz, Silke Knäpper und Sibylle Schleicher.

Nachtschwärmerinnen: Die 1. Stadtschreiberin Neu-Ulm trifft Kolleginnen

Ort: Aegis Buchhandlung, Breite Gasse 2, ULM
Eintritt: 6 €
Achtung: Begrenzte Platzzahl. Maximal 25 Gäste möglich!

Constance Hotz (Foto rechts) ist die erste Neu-Ulmer Stadtschreiberin. An diesem Abend trifft sie auf die Autorenkolleginnen Silke Knäpper (Mitte) und Sibylle Schleicher. Worum es geht? Um Lieblingsautoren, Inspirationsquellen und lesenswerte Literatur abseits bekannter Pfade. Wie lesen Autorinnen, welche Zeilen von anderen Autoren lösen ihre eigene Fantasie aus?

 

Fotos von Guido Gerlach

Unser Literaturwochen-Fotograf Guido Gerlach hat mit aufmerksamem Blick die besonderen Momente der vergangenen Abende festgehalten. Wir freuen uns, diese Momentaufnahmen der Begegnungen mit Christian Lorenz Müller, Arno Kleibel, Tini Prüfert, Thomas Douglas, Mario Marchisella und weiteren Gästen mit euch zu teilen:

Lesung und Gespräch mit Christian Lorenz Müller am 26. April 2019, Club Orange

 

Live-Hörspiel „Der Amokläufer“ von Stefan Zweig, eingerichtet von Katja Langenbach.
Es spielten: Tini Prüfert, Mario Marchisella und Thomas Douglas.
Museumsgesellschaft Ulm, 27. April 2019

 

Literaturwoche Donau 2019: Unvergessen. Montag, 29. April 2019

Die Literaturwoche beginnt die Woche mit einem Doppeltermin. Gleich zweimal kann man am Montag Literatur genießen – in einem eigens kuratierten Literaturabend mit Sibylle Clauß-Schleicher und jungen Autoren*innen bei „Fischerins Kleid“ – sowie einem „Late Night“ in der Buchhandlung Aegis Buchhandlung:

Literatur-Abend bei Fischerins Kleid: Unvergessen
Ein Literaturabend zur Rana Plaza-Katastrophe 2013
Lese- und Gesprächsabend bei „Fischerins Kleid“, Fischergasse 6, 89073 Ulm
Eintritt 6 €

Die Fashion Revolution Week hat sich im Nachgang des Zusammensturzes der Rana Plaza Textilfabrik, Bangladesh am 24.4.2013 gebildet, bei dem weit über 1000 Menschen getötet und noch mehr verletzt wurden. In Erinnerung an diese Katastrophe werden an diesem Abend von Autorin und Schauspielerin Sibylle Schleicher Texte rund um das Thema Menschenwürde, Gerechtigkeit und Arbeitsethos gelesen – und auch ein Auszug aus der Menschenrechtserklärung.
Eine literarische Reise von 1798 bis 2019 mit Texten von E. Sitwell, J.Ringelnatz, I.Keun, F. Endrikat, H. Heine, Sarah Scherer, Theresa Komprecht, Maximilian Stuka und Sibylle Schleicher und anderen…- rund um die Themen Kleidung, Textilindustrie, Konsum, Menschenwürde, Arbeitsethos.
Heitere und ernste Denkanstöße, musikalisch von Ferdinand Schlichtig umrahmt.

22:30 Uhr
Nachtschwärmerinnen: Stadtschreiberin Neu-Ulm trifft Kolleginnen
Stadtschreiberin Neu-Ulm trifft Kolleginnen
Ort: Aegis Buchhandlung, Breite Gasse 2, ULM
Eintritt: 6 €

Constance Hotz ist die erste Neu-Ulmer Stadtschreiberin. An diesem Abend trifft sie auf die Autorenkolleginnen Silke Knäpper und Sibylle Schleicher. Worum es geht? Um Lieblingsautoren, Inspirationsquellen und lesenswerte Literatur abseits bekannter Pfade.

 

Heute abend: Die Magie von Raum und (W)Ort

MAGIE VON RAUM UND (W)ORT. Olaf Velte und Axel Dielmann im Gespräch

28. April 2019, 19:30 Uhr
vh ulm – EinsteinHaus, Club Orange
Moderation Florian L. Arnold

Heute begrüßen wir den Autor Olaf Velte und seinen Verleger Axel Dielmann, letzterer wird sich zudem auch als Autor mit seinem neuen, bei Diaphanes erschienenen Erzählband „Die Schneiderin“ präsentieren.

Olaf Velte, 1960 in Bad Homburg geboren, hat Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Philosophie studiert. Veltes Literatur ist von einer einzigartigen Bildmächtigkeit: Ein Autor, dessen stark verdichtete und sprachlich durchkomponierte Texte sich gegen eine oberflächliche Lesart sperren – eine Literatur, die mit Bedacht und Ruhe genossen werden will. Er wird an diesem Abend begleitet von seinem Verleger Axel Dielmann, der seinerseits eigene Erzählungen zur Kunst vorstellt: Verstört irrt der Erzähler seines Buches„Die Schneiderin“ durch die Ausstellung im Anatomischen Theater, „Körperkunst – 42 Einblicke“. Nicht nur die Exponate verstören – auch das unheimliche Kind namens „Kubin“ und der ausser Kontrolle geratende innere Monolog im Angesicht der Kunst.

 

Literaturwoche Donau 2019: Hinaus nach Blaubeuren!

Montag, 29. April 2019, 20 Uhr
Olaf Velte und Axel Dielmann im Gespräch

Theater in der Talmühle, Blaubeuren
:: LINK

Zur Literaturwoche Donau 2019 haben wir uns Olaf velte und Axel Dielmann als Duo eingeladen. Man kann die beiden am  > Sonntag, 28. April in der Ulmer Volkshochschule erleben.
Wer aber an diesem Abend nicht dabei sein kann, dem sei ein Ausflug nach Blaubeuren empfohlen, wo Dielmann & Velte sich am Montag im Theater in der Talmühle ein weiteres Stelldichein geben. Sicherlich ist diese „Doppelconference“ ein lohnenswerter Termin und der erste Pogrammpunkt der Literaturwoche in Blaubeuren!

Olaf Velte, ein Autor, dessen stark verdichtete und sprachlich durchkomponierte Texte sich gegen eine oberflächliche Lesart sperren, wird an diesem Abend begleitet von seinem Verleger Axel Dielmann, der seinerseits eigene Erzählungen zur Kunst vorstellt. Humorvoll werden nicht nur literaturbestimmende Faktoren beleuchtet, sondern durch viele Lese-Auszüge ein Einblick in das vielgestaltige Werk zweier zeitgenössischer Autoren gegeben, die mit dem Wort so elegant umzugehen wissen, wie es heute selten geworden ist.

 

 

Literaturwoche Donau 2019: Der Amokläufer. Hörstück nach Stefan Zweig.

Wir laden herzlich ein zum dritten Abend im Rahmen der Literaturwoche Donau 2019:

Samstag, 27. April 2019, 19:30 Uhr
DER AMOKLÄUFER. Von Stefan Zweig.

Hör-Stück für zwei Stimmen und Gitarre
Mit: Mit Thomas Douglas und Tini Prüfert, Livemusik Mario Marchisella, Regie Katja Langenbach
Eintritt frei
Museumsgesellschaft Ulm

„Es war eine Qual, ihn anzuschauen: ich spürte aus seinem geduckten Wesen Scham, unendliche Scham, sich verraten zu haben an mich, an diese Nacht.“

Regisseurin Katja Langenbach hat aus Stefan Zweigs furioser Erzählung mit Tini Prüfert und Thomas Douglas ein Livehörspiel ganz im Sinne von Balzacs Comédie humaine gemacht. Die expressive Sprache, die den Leser sofort in das Geschehen hineinzieht, öffnet für universelle Themen: Das Exilantenschicksal, die (irrationalen) Mechanismen von Geschlechterrollen, die Besessenheit.

Zweigs Geschichte als fesselnde szenische Lesung verspricht ein Genuß zu werden.

 

Furios: Raoul Schrott bei der Literaturwoche Donau 2019!

Großartiger Auftakt der siebten Literaturwoche Donau 2019: Raoul Schrott erzählt über „Erste Erde“

Fotos: Florian L. Arnold

 

Besucherrekord in der Ulmer Museumsgesellschaft zum Auftakt der siebten „Literaturwoche Donau“. Zu verdanken hatten wir das auch einem Autor, der im wahrsten Sinne des Wortes allen Zuschreibungen zu Genres entgleitet. Ein Autor, der sich ein universales Wissen aneignet, dem es nicht genügt, sich über ein Thema zu informieren, sondern der alles bis auf atomare Ebene geistig durchdringt, bevor er es in Literatur verwandelt: Raoul Schrott.

Eine erzählte Reise durch das Universum – wie wir es sehen

Er las nicht aus seinem Buch. Er erzählte uns dessen Genese. Von der ersten Idee bis zur Vorbereitung des ersten Satzes. Erzählte von Gasen, die sich zu Sonnen ballen, die explodieren, erzählte uns, wieso in jedem Körper mindestens drei Sonnenexplosionen abgebildet sind (auf atomarer Ebene) und wieso Afrika mitten in Tirol beginnt. Von einer ebenso unfasslichen wie wundersamen Begegnung mit einem Schwarzbären auf der Jagd nach dem ältesten Stein der Welt. Und wieso wir alle eigentlich das Recht hätten zu sagen: Ich bin ein Schwamm.

Man muss „Erste Erde“ lesen.

Man muss „Erste Erde“ lesen. Man muss Raoul Schrott live erleben. Wir hatten das große Vergnügen. Und danken Dr. Christian Katzschmann (Theater Ulm) und Ralph Seiffert (Stadt Neu-Ulm) für ihre den Abend so wunderbar einleitenden Grußworte.

 

Raoul Schrott: Erste Erde. Epos.
848 Seiten
Hanser Verlag
Fester Einband
ISBN 978-3-446-25282-0

Text: Florian L. Arnold

Literaturwoche Donau 2019: Sprache und Identität. Lesung Christian Lorenz Müller am 26. 4. 2019

Wir laden herzlich ein zum zweiten Abend im Rahmen der Literaturwoche Donau 2019:

SPRACHE & IDENTITÄT: Lesung Christian Lorenz Müller
Freitag, 26. April, 19:30 Uhr

Gast: Verleger Arno Kleibel, Otto Müller Verlag
Eintritt AK 10 € (ermäßigt mit Literaturwochenpass)
EinsteinHaus, Club Orange – vh ulm

Christian Lorenz Müller, 1972 in Rosenheim geboren, ist gelernter Trompetenbauer. Sein Roman »Ziegelbrennen« beschreibt die Lebensgeschichte der Rosmarinka Quendler. Die gebürtige Kroatin hätte wohl ihr ganzes Leben in ihrem Heimatdorf verbracht, wäre sie als junges Mädchen nicht ausgerechnet an den Donauschwaben Raimund Quendler geraten. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bedrängen Titos Partisanen den Hof der Quendlers, und so flieht die Familie nach Österreich. „Der Autor verfügt über eine Wortgewalt und ein Einfühlungsvermögen in die Protagonisten, die ihresgleichen suchen!“ (Freiburger Nachrichten).

„Mit Ziegelbrennen ist Müller ein vorzüglicher Roman gelungen: In seiner Sprache leuchten viele aparte Wörter und ausdrucksvolle Bilder hervor. Er verknüpft Familienschicksal und Politik und macht das lange Nachschwelen von Gewalt deutlich.“
// Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten //

Karte reservieren: LINK

Am 25. April 2019: Eröffnung der 7. Literaturwoche! Mit Raoul Schrott.

7. Literaturfestival unabhängiger Literatur in Ulm und Neu-Ulm
25. April 2019 bis 5. Mai 2019.

ERÖFFNUNG Donnerstag, 25. April, 19:30 Uhr

ERSTE ERDE. Eröffnung der Literaturwoche Donau 2019 mit Raoul Schrott
Grußwort Dr. Christian Katzschmann, Theater Ulm
Eintritt frei
Museumsgesellschaft Ulm, Neue Str. 93

Raoul Schrott, geboren 1964, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis.
Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. Homers Heimat (2008) und seine Übertragung der Ilias (2008) sowie das Epos „Erste Erde“, das er uns an diesem Abend vorstellen wird.

„Erste Erde“ ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem heutigen Wissen über die Welt: Vom Urknall über die Entstehung des Planeten bis hin zu uns unternimmt es den großen Versuch, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch umzusetzen und sie an einzelnen Lebensgeschichten anschaulich zu machen. In wechselnden poetischen Formen ergibt sich ein ungemein dichtes, packendes, im Ton unwiderstehlich lyrisches Panorama.

 

Foto: © Peter-Andreas Hassiepen.

 

Preview-Abend „Vorfreude“ am 15. April 2019

Wir finden, daß die schönsten, spannendsten Bücher von unabhängigen Verlagen gemacht werden. Das war auch der Anlass, dieses Literaturfestival Literaturwoche Donau für und mit der unabhängigen Verlagsszene 2013 ins Leben zu rufen. Weil hier Charakterköpfe und Individualisten, Kenner, Könner, Künstler und Spezialisten die besten Stoffe für den Leser zugänglich machen. Neu- und Wiederentdeckungen, Gewagtes, Experimentelles, Mut zum Eigensinn.
Das ist es, was Literatur braucht, das wird man erleben und kennen lernen bei der siebten Literaturwoche Donau, die am 25. April 2019 in den Räumen der Museumsgesellschaft Ulm startet.

Wir laden ein zum Preview-Abend „Vorfreude“ am kommenden

Montag, 15. April, um 19:30 Uhr in der Ulmer Buchhandlung Aegis (Breite Gasse 2).

Was bietet die Literaturwoche Donau 2019? Welche AutorenInnen, Verlage und Bücher spielen eine Rolle? Was erwartet den Besucher unseres ersten Abends „Ab 18“ und wo findet man das „Casino“? Kommen Sie gerne zum „Rundgang“ durch das Programm der anstehenden Literaturwoche, die am 25. April 2019 eröffnet wird.

Mit Christian Katzschmann, Chefdramaturg am Theater Ulm, der uns auch die Literatur Late Night „Die wahre Hölle ist die Erde“ gestaltet, schauen wir auf die Highlights, stellen Verlage und Autoren vor und schüren die Vorfreude auf das 7. Literaturfestival unabhängiger Literatur in Ulm und Neu-Ulm vom 25. April 2019 bis 5. Mai 2019.

Mit: Rasmus Schöll, Florian L. Arnold, Christian Katzschmann.

Meisterklassenworkshop Illustration und Zeichnen mit Paul Rietzl

Die siebte „Literaturwoche Donau“ bietet für herausragende Schüler der oberen Jahrgangstufen im Bereich Kunst einen Meisterklassenworkshop Illustration und Zeichnen mit Paul Rietzl in Ulm an. Der Workshop findet Anfang April vierstündig am Nachmittag statt. Zuvor konnten Schulen geeignete Schüler für den Meisterkurs vorschlagen, bei dem maximal 25 Teilnehmer zugelassen sind.
Der Kurs ist für die Schüler kostenfrei und wird von der Museumsgesellschaft Ulm und der Aegis Literatur Buchhandlung in Zusammenarbeit mit dem Literatursalon Donau e.V. gestiftet.

Die Arbeiten werden zur Eröffnung der 7. Literaturwoche Donau in der Museumsgesellschaft Ulm ausgestellt und sind zu den Veranstaltungen am 25. und am 27. April zu sehen.

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Paul Rietzl ist freier Illustrator und Comiczeichner aus Augsburg. Illustrationen für die SZ und diverse Buchprojekte. Zuletzt erschien seine epische Graphic Novel „Shipwreck“ beim Berliner Verlag „Round not Square“, der auch bei der diesjährigen Literaturwoche zugegen sein wird.
Portfolio: http://paulrietzl.de/website/pages/page_kontakt.html

Die Literaturwoche Donau 2019 beginnt am 25. April 2019 und endet am 5. Mai 2019. Das Festival stellt inhabergeführte Verlage und deren Autoren vor.
Unterstützer der Literaturwoche sind die Städte Ulm und Neu-Ulm sowie die Buchhandlung Aegis, die Museumsgesellschaft Ulm und die vh ulm.
www.literatursalon.net

 

 

Ab in den Wald!

Am 1. April hatten wir den herrlich entspannten Finn-Ole Heinrich bei uns zu Gast. Finn-Ole las mit (elektronischem!) Lagerfeuer und Waldklängen aus seinem aktuellen Buch „Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ (Mairisch Verlag), versüßte uns den Abend dann aber auch durch einen ersten Auszug aus seinem nächsten Buch – das, wie auch die herrliche „Reuber“-Mär, viele Momente des Lachens und Staunens bescheren wird.
Für Finn-Ole sicherlich ein denkwürdiger Abend, traf er doch bei „Aegis“ auch auf einen neunjährigen Fan, der sich perfekt auskannte in der Reuber-Welt (fast noch besser als der Autor selbst, hatte man den Eindruck).

Fotos: Anja Reiprich

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#mairischverlag #finnoleheinrich #mairischverlag #diereisezummittelpunktdeswaldes

Was ist ein Vater?

Vater werden ist nicht schwer … ?

Was macht ein Vater eigentlich? Ist er Held oder Pantoffelfigur, Kumpel und Erzieher? Was ist ein Vater in seiner Rolle als Mensch, als Gegenstück zur starken, schönen Mutter des gemeinsamen Kindes? das weiß der Ich-Erzähler von Finn-Ole Heinrichs Held aus „Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ nicht. Aber weil die Welt eine gefährliche ist und der werdende Vater sich selbst als „Klappspaten“ und Gummibärchen auf zwei Beinen sieht, zieht er in den Wald, um sich dort fachkundig Rat zu holen – von keinem geringeren als dem „Reuber“.

… Reuber sein dagegen sehr!

Der Reuber denkt nicht, er handelt. Ein Instinktmonster, das frisst, wenn es kann und niemandem traut.
Der Ich-Erzähler kennt ihn nur aus Geschichten, plötzlich steht er vor ihm: Haarig, riesig, monströs wild. Definitiv einer, der nur nach seinen eigenen Regeln lebt. So liest man sie auch, riesig und grün, als Graffito kongenial witzig durch die isländische Grafikerin Rán Flygenring in Szene gesetzt.
Regel Nummer vier etwa: „Im Wald hat einer immer recht und du bist es nicht.“
Regel Nummer zehn: „Ein Reuber gefühlt nicht in der Welt herum.“

Manchmal wird Finn-Ole Heinrichs Buch als „Kinderbuch“ apostrophiert. Das stimmt so nicht. Aber: Es macht Kindern wie Erwachsenen Spaß.

Heute abend in der Buchhandlung Aegis in Ulm!

Finn-Ole Heinrich, Rán Flygenring: „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“. Reuberroman. Mairisch Verlag, Hamburg 2018. 184 S., geb., 20,– Euro.

 

1. April 2019: Eine Reuberlesung. Mit Finn-Ole Heinrich

„Ich lernte, wie man Leute überfällt und was es heißt, ein Tier zu töten. Der Reuber härtete mich ab, leerte mich aus, krempelte mich um. Ich wurde geschoren und neugeboren. Ich war ein Klappspaten gewesen und kam als Spitzhacke aus dem Wald zurück. Der Reuber formte aus einem Klumpen einen Pfeil und schoss ihn ab.“

Finn-Ole Heinrich & Rán Flygenring haben mit „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ einen urkomischen, zugleich klugen und optisch grandiosen Roman geschrieben. Da geht es um den „Reuber“, ein sagenumwobenes Wesen, das im wilden, fernen Wald sein Unwesen treibt.
Ein Roman? Viel mehr als das.  Eine Erfahrung. Saukomisch und krass wahr.
Finn liest. Und wir freuen uns darauf!

https :// www.finnoleheinrich.de /buch/die-reise-zum-mittelpunkt-des-waldes/
Begrenzte Anzahl Sitzplätze, bitte reservieren!

 

Literaturwoche Donau 2019: Siebte Auflage des Literaturfestivals

Wir finden ja, daß die schönsten, spannendsten Bücher von unabhängigen Verlagen gemacht werden. Wo Charakterköpfe und Individualisten, Kenner, Könner, Künstler und Spezialisten die besten Stoffe für den Leser zugänglich machen. Für solche Verlage haben wir 2013 die Literaturwoche ins Leben gerufen, für und mit diesen Verlagen gestalten wir die sechste Literaturwoche Donau, die am 25. April 2019 startet.

7. Literaturfestival in Ulm und Neu-Ulm
25. April 2019 bis 5. Mai 2019

Wieder freuen wir uns auf die besten Autoren aus unabhängigen Verlagen.
Wir kooperieren wie gewohnt mit der Museumsgesellschaft Ulm, vh ulm,
Buchhandlung Aegis (Ulm), „Fischerins Kleid“ sowie der Stadtbibliothek Ulm. Unsere „Literatur Late Night“-Reihe auf Neu-Ulmer Seite wird eine Fortsetzung finden.

Mehr dazu findet sich auf der Programmseite – Hier findet sich alles zum Programm, den Autoren, den Orten. Und wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns!

 

Literaturwoche Donau 2019

 

 

Heute: LiteraturKlassiker Theodor Storm

KLASSIKER #7: Theodor Storm – Die Regentrude
Timo Ben Schöfer
24. Januar 2019, 19:30 Uhr
Ort: Aegis, Breite Gasse 2
Vorverkauf: nur AK
Eintritt: 8 €

Es war an einem Vormittag. Die Dorfstraßen standen leer; was nur konnte, war ins Innerste der Häuser geflüchtet; selbst die Dorfkläffer hatten sich verkrochen. Nur der dicke Wiesenbauer stand breitspurig in der Torfahrt seines stattlichen Hauses und rauchte im Schweiße seines Angesichts aus seinem großen Meerschaumkopfe. Dabei schaute er schmunzelnd einem mächtigen Fuder Heu entgegen, das eben von seinen Knechten auf die Diele gefahren wurde. – Er hatte vor Jahren eine bedeutende Fläche sumpfigen Wiesenlandes um geringen Preis erworben, und die letzten dürren Jahre, welche auf den Feldern seiner Nachbarn das Gras versengten, hatten ihm die Scheuern mit duftendem Heu und den Kasten mit blanken Krontalern gefüllt.

So stand er auch jetzt und rechnete, was bei den immer steigenden Preisen der Überschuß der Ernte für ihn einbringen könne. »Sie kriegen alle nichts«, murmelte er, indem er die Augen mit der Hand beschattete und zwischen den Nachbarsgehöften hindurch in die flimmernde Ferne schaute; »es gibt gar keinen Regen mehr in der Welt.«

 

Am 24. 1. 2019: Die erste Öko-Dystopie der Literatur!

wir laden herzlich ein zum letzten Abend unseres kleinen Klassiker-Festivals – am kommenden Donnerstag, 24. Januar 2019 um 19:30 Uhr in der Buchhandlung Aegis in der Breiten Gasse 2 in Ulm.

KLASSIKER #7: Theodor Storm – Die Regentrude
Timo Ben Schöfer
24. Januar 2019, 19:30 Uhr
Ort: Aegis, Breite Gasse 2
Vorverkauf: nur AK
Eintritt: 8 €

„Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wieder gegeben. Kein Grün fast war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern.“

Feuer- und Wasser-Fantasie, Storms „Regentrude“ ist so etwas wie die erste Öko-Dystopie der Literatur. Das Kunstmärchen des deutschen Dichters Theodor Storm stammt aus dem Jahre 1863.
Timo Ben Schöfer, Schauspieler und Literaturkenner, liest und spielt Theodor Storms Erzählung.

Eine furchtbare Dürreperiode lässt die Pflanzen verdorren und das Vieh verdursten. Die Menschen leiden unter der unerträglichen Hitze. Nur der Wiesenbauer hatte schon vor Jahren eine tiefgelegene Wiese erworben, die noch genug Feuchtigkeit besitzt, um die Heuernte reichhaltig ausfallen zu lassen. Die von der Hitze heimgesuchte Landwirtschaft verursachte eine Teuerung, von der einzig der Wiesenbauer profitierte. Er kann es sich sogar leisten, seiner Nachbarin, der etwa 50-jährigen Mutter Stine, einen Kredit über 50 Taler über den Rückzahlungstermin hinaus zu stunden.
Doch selbst dabei verliert er seinen Vorteil nicht aus den Augen und fordert Stines verbliebene Ländereien zum Pfand.

Eintritt: 8 €
Eine Kooperation des Literatursalon Donau e. V. mit „Aegis Literatur Buchhandlung“.

 

Morgen! Moby Dick Konzertlesung!

Am 11. Januar stechen wir in See! Unsere Reihe „Literaturklassiker im Winter“ findet ihre Fortsetzung mit einem wahrlich gigantischen Klassiker: Moby Dick.

Seit er auf hoher See im Kampf mit dem legendären weißen Wal ein Bein verloren hat, ist Ahab, der selbstherrliche Kapitän eines dem Untergang geweihten Walfangschiffes, von grenzenlosem Hass erfüllt. Von Rachegelüsten getrieben und ohne Rücksicht auf seine Mannschaft macht er sich auf die erbitterte Jagd nach seinem gespenstischen Widersacher. Der Schauspieler Bernd Wengert ist Ismael und Ahab zugleich, Erzähler und rachsüchtiger Kapitän.

Über ein Jahr hat Michael Moravek, inspiriert von Melvilles Klassiker, Songs für das Theaterstück geschrieben. Die Geschichte von Moby Dick – eine grandiose Allegorie über die Unberechenbarkeit von Natur und Schicksal.

11. Januar 2019, 19:30 Uhr
 Casino Ulm, Weinhof 7-10
Abendkasse 8 €, freie Platzwahl

 

Freitag, 11. Januar 2019: Wir stechen in See!

„Man glaubt, ich sei von Sinnen; ich aber bin besessen, bin die außer sich geratene Besessenheit selber! Jene Raserei, die nur abflaut, um sich selbst zu begreifen.“
Moby Dick

Wir laden herzlich ein zum nächsten Highlight unseres Winter-Klassiker-Festivals – am kommenden Freitag, 11. Januar 2019 um 19:30 Uhr. Das stilvolle Ambiente des  „casino“ am weinhof in Ulm ist der passende Rahmen für eine Konzertlesung aus Herman Melvilles „Moby Dick“!

„We see only the surface of things.“ – Bob Dylan über Moby Dick.

11. 1. 2019, 19:30 Uhr
NOVEMBER IN MY SOUL Die Geschichte von Moby Dick nach Herman Melville
Bernd Wengert – Schauspiel Michael Moravek – Gesang, Gitarre, Mandoline

Seit er auf hoher See im Kampf mit dem legendären weißen Wal ein Bein verloren hat, ist Ahab, der selbstherrliche Kapitän eines dem Untergang geweihten Walfangschiffes, von grenzenlosem Hass erfüllt. Von Rachegelüsten getrieben und ohne Rücksicht auf seine Mannschaft macht er sich auf die erbitterte Jagd nach seinem gespenstischen Widersacher. Der Schauspieler Bernd Wengert ist Ismael und Ahab zugleich, Erzähler und rachsüchtiger Kapitän.
Über ein Jahr hat Michael Moravek, inspiriert von Melvilles Klassiker, Songs für das Theaterstück geschrieben. Die Geschichte von Moby Dick – eine grandiose Allegorie über die Unberechenbarkeit von Natur und Schicksal.

Bernd Wengert arbeitet als freier Schauspieler und Regisseur an Theatern in Ravensburg, Konstanz und München.
Michael Moravek ist Songwriter, Sänger und Gitarrist der Band Planeausters. Kürzlich veröffentlichte er sein erstes Solo-Album „In Transit (Is What We Are)“.

KLASSIKER #6: Moby Dick – von Herman Melville
Bernd Wengert & Michael Moravek
11. Januar 2019, 20 Uhr
Ort: Casino, Weinhof 7-19, Ulm
Vorverkauf: nur AK

Eintritt: 8 €

Eine Kooperation des Literatursalon Donau e. V. mit „Aegis Literatur Buchhandlung“
und dem „Casino“.

 

Ambroise Louis Garneray: „Peche de la Baleine“, Kupferstich, koloriert
(Quelle: blueworldwebmuseum.org)

 

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