Autor: Florian L. Arnold

Herbst der neuen Bücher im Literatursalon Donau: Christina Maria Landerl / Sibylle Schleicher / Müry-Salzmann

Herzliche Einladung zu zwei Literaturabenden mit brandneuen Büchern:
„Alles von mir“ am 30. 9. 2021 und Buchpremiere „Die Puppenspielerin“ von Sibylle Schleicher am 10. 10. 2021!

Do., 30.09.2021, 19:30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr
Verlagsabend Müry-Salzmann
Ort: Aegis Buchhandlung Ulm
Gäste: Silke Dürnberger, Mona Müry
+ Autorin Christina Maria Landerl
Durch den Abend geleitet Florian L. Arnold

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Literatur unter Bäumen 2021: Zweiter Abend „Erhellungen“

2. 9. 2021, 19:30 Uhr: ERHELLUNGEN
Wallstein Verlag, Göttingen
Gäste: Thedel von Wallmoden & Claudia Hillebrand
Es liest Markus Hottgenroth, Theater Ulm

Wir lesen uns einmal durch die schönsten aktuellen Bücher.
Musik: Jazzpianist Dominik Wiedenmann, Würzburg
Ort: Auf dem Schwal, Neu-Ulm
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 8 € / 5 € ermässigt

Der Göttinger Wallstein Verlag steht für exquisite Wiederauflagen, typographische Kleinode, eine Literaturzeitschrift von höchster Qualität und Sachbücher, die man lesen muss. Verleger Thedel von Wallmoden und Claudia Hillebrand stellen fabelhafte Wallstein-Bücher vor, unter anderem von Georges-Arthur Goldschmidt, Anna Baar und Theresa Präauer. Markus Hottgenroth vom Ulmer Theater liest, mit sommerlichen Jazzklängen begleitet der junge Pianist Dominik Wiedenmann (Würzburg)

Literatur unter Bäumen – das sind spannende Geschichten und dazu passend ungewöhnliche Live-Musik, unplugged, intelligent, neu. Für Getränke und ausreichend Bücher ist gesorgt. Lesen Sie weiter

Literatur unter Bäumen 2021: Erster Abend „Erkundungen“

1. 9. 2021, 19:30 Uhr: ERKUNDUNGEN
Sabine Dörlemann stellt den Dörlemann Verlag vor.

Wir lesen uns einmal durch die schönsten aktuellen Bücher.
Musik: Jazzpianist Dominik Wiedenmann, Würzburg
Ort: Auf dem Schwal, Neu-Ulm
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 8 € / 5 € ermässigt

Der Züricher Dörlemann Verlag hat nicht nur wunderbaren Klassikern der Moderne wie Dorothy Parker, Ivan Bunin oder Patrick Leigh Fermor zu neuem Glanz verholfen – die „Klassiker von Morgen“ gibt es hier ebenfalls zu entdecken. Sabine Dörlemann stellt herausragende Neuigkeiten aus den aktuellen Programmen vor und weiss kurzweilig über Autoren:innen und Übersetzer:innen zu erzählen.
Mit sommerlichen Jazzklängen begleitet uns der junge Pianist Dominik Wiedenmann (Würzburg)

 

»Der 2003 gegründete Verlag zählt zu den erfreulichsten Erscheinungen des Buchmarkts. Er hat ein überschaubares, aber hochkarätiges Programm … Die Bücher des Reiseschriftstellers Patrick Leigh Fermor sind ebenso bei Dörlemann erschienen wie die Kriegsreportagen und Novellen von Marha Gellhorn oder die todtraurigen Romane Patrick Hamiltons. Elizabeth Taylors Versteckspiel und Richard Hughes‘ Abenteuerroman Orkan über Jamaika zählen zu den schönsten literarischen Entdeckungen, auf die der Falter in diesem Jahr gestoßen ist. Ach ja: Dass die Bücher auch haptisch und optisch ein Fest sind, sollte eventuell auch noch erwähnt werden.«
Klaus Nüchtern, Falter

Literatur unter Bäumen 2021 | Begegnungen mit Büchern und Menschen | Open Air am Donau-Ufer vom 1. bis 4. September 2021

Literatur unter Bäumen 2021

 

Spätsommer? Wir sind optimistisch!
Wir laden wieder ein zu  „Literatur unter Bäumen“.

Seit 2017 veranstaltet die Stadt Neu-Ulm im Sommer in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e.V. die Literaturreihe „Literatur unter Bäumen“.

Literatur unter Bäumen ist die Begegnung mit Verlagen und ihren Machern an schönen Orten in Neu-Ulm – unter freiem Himmel – und garniert mit dazu passender ungewöhnlicher Live-Musik. Die Veranstaltungsreihe macht sich auf die Suche nach besonderer Literatur abseits der Bestsellerlisten.
Wir lesen uns einmal quer durch die Verlagsbücher, durch das lebendige Erzählen steigen wir ein ins Leben der Büchermacherinnen und Autoren*innen. Durch die Abende führt Florian L. Arnold.
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Finale der Literaturwoche Donau mit Nora Gomringer: Peng Peng Parker

Eine Sensation: Nora-Eugenie Gomringer zum Abschluss der Literaturwoche Donau 2021!

Dienstag, 17. August 2021, 19:30 Uhr
Roxy Soundgarten, Schillerstraße 1/12, Ulm

Gomringer & Scholz, dahinter stecken die Lyrikerin und Rezitatorin Nora Gomringer und der Jazz-Musiker Philipp Scholz sowie Pianist Philip Frischkorn.
Mit „Peng Peng Parker“ widmet sich das Trio der 1893 geborenen und 1967 in New York gestorbenen Dichterin, Dramatikerin und Werbetexterin Dorothy Parker.
Parker schrieb über die Liebe und das Leben, seufzend und lachend, immer trinkfest. Ihr lyrisches Werk ist witzig und lakonisch, mal zart, mal hart. Niemand hat so verlachend über das Rangeln zwischen den Geschlechtern geschrieben.
Das New York der 1920er Jahre – ohne sie undenkbar.

Peng Peng Parker – die CD


Aus der Fülle von Parkers Spott-, Humor- und Liebesgedichten haben Nora Gomringer und Philipp Scholz, begleitet vom Pianisten Jonas Timm, erstaunliche Songs geschaffen. Melodiös und rhythmisch, witzig und eigen weicht das Duo jenes Schwarzweiß alter Fotos und klingender Pianotasten auf zu Melodien, die schon lange zwischen den Zeilen stehen.
Kritikerinnen und Kritiker sind sich einig: Hier wird die bewährte Kombination von Jazz und Rezitation auf eine neue Ebene gehoben: „Hier wird die Rezitation zu einem bunten szenischen Spiel“ so „Literaturkritik.de“
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Literaturwoche Donau 2021: Arno Camenisch

Do., 12. 8. 2021, 19:30 Uhr: Das Leben, ein grosses Ganzes. Arno Camenisch liest
Lesebühne in der Wilhelmsburg
Einlass ab 18:30 Uhr
Bei schlechtem Wetter (=Regen, Kälte) sind wir im Cabaret Eden, Karlstrasse 71, Ulm

Arno Camenisch versteht es, mit bildstarken und präzisen Atmosphären aussergewöhnliche Ereignisse zu beschreiben. Dank seines bildlichen Stils werden seine Erzählungen lebendig – etwa über Leben und Tod derer, die von uns gingen und die wir weiter im Herzen tragen („Der Schatten über dem Dorf“, 2021). Camenisch erzählt mit einem herzenswarmen Blick von der Welt.

Das St. Gallener Tagblatt jubelte: „Arno Camenischs bildstarke Sprache ist unverwechselbar. Das Vergnügen, ihn seine Bücher selbst vorgelesen zu bekommen, ist noch grösser“

 

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Literaturwoche Donau 2021: Gion Mathias Caveltys Buchlabyrinthe + Konzert Herr Polaris

 

10. 8. 2021, 19:30 Uhr
Irr+Witz: Gion Mathias Caveltys Buchlabyrinthe
+ Konzert Herr Polaris
Moderation: Florian L. Arnold, Autor
Ort: Cabaret Eden, Karlstr. 71

Was passiert, wenn Menschen nicht in Büchern lesen, sondern Bücher in Menschen? Beim Schweizer Autor Gion Mathias Cavelty ist nie etwas so, wie man es kennt – oder erwartet. Das neueste Werk ist eine absurde Höllenfahrt voll schrägem Personal und noch schrägerem Humor: Der Inquisitor Innozenz wird vom Papst ins kleine Dorf Schwamendingen geschickt. Seine Mission: den Schädel des ersten Menschen aufzuspüren, der sich dort in den Händen einer diabolischen Sekte befinden soll. Begleitet wird Innozenz vom absolut reinen Buch, das durch keinen einzigen Buchstaben besudelt wird.

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Literaturwoche Donau 2021: Aufprall: BudeMunkWieland. Eine Zeitreise. Ein Gespräch.

Do., 5. 8. 2021, 19:30 Uhr
Aufprall: BudeMunkWieland
Eine Lesung. Eine Zeitreise. Ein Gespräch.
Moderation: Cora Schönemann
Es liest: Charlotte Wurm
Ort: Cabaret Eden, Karlstr. 71

„No Future“: Unter dieser Parole besetzt eine Gruppe junger Leute Anfang der Achtzigerjahre ein Haus in Kreuzberg. Aufbruchsstimmung wechselt mit inneren Streitigkeiten unter der ständigen Bedrohung durch die Staatsgewalt. Bis bei einem Unfall eine Besetzerin ums Leben kommt. Dies hat das Autorinnen-Künstlerkollektiv BudeMunkWieland so oder ähnlich erlebt und wird uns davon manches berichten.
„Aufprall“ spielt in einer Welt von Punk, Straßenschlachten, AIDS, Drogen, rauer Kunst und wilden Theorien, bloßem Sex und tiefer Zuneigung, zu einer Zeit, die keine Kompromisse kannte.

„Im Abgründigsten und Kühlsten glühend lebendig“, Frankfurter Hefte, 3/2021

 

 

Literaturwoche Donau 2021: Die Chamäleondamen & Bernhard Eder

Aus dem Bereich des Kinder- und Jugendbuchs ist Yvonne Hergane ja nicht wegzudenken. Seit den 90ern schon ist sie in mehreren Verlagen mit witzigen und geistreichen Büchern für junge Menschen vertreten. Nun aber hat sie ihr Debüt als Romanautorin vorgelegt – und was für eines! Bildstark, poetisch, hochoriginell und überaus sensibel beschreibt Hergane in ihrem generationenübergreifenden Portrait vier Frauenschicksale über vier Generationen hinweg. Auch für die Herren der Schöpfung ein Genuß und ein Erlebnis, überhaupt eine der erfreulichsten Neuerscheinungen in 2020.

 

 

Yvonne Hergane, geboren 1968, studierte nach dem Abitur Germanistik, Anglistik und Buchwissenschaft in Augsburg und München. Seit Mitte der 90er Jahre arbeitet sie als Autorin, freie Übersetzerin und Lektorin.
Wir freuen uns wie verrückt auf diese hochsympathische Autorin und ihre Verlegerin Sarah Käsmayr. „Die Chamäleondamen“ ist ein großes Panorama von feinsinnig poetisch und mitunter bitterkomisch erzählten Schicksalen, das einem nicht mehr aus dem Kopf gehen wird.

Am 4. August 2021 im Cabaret Eden (bei schönem Wetter draußen im „Lustgarten“!), danach das Konzert von Bernhard Eder!

Don’t miss it!

 

 

Literaturwoche Donau 2021: Walle Sayers Wortfährten, Alltagsbühnen

Schlechtwetter-UPDATE: Wir sind heute in den Räumen der Museumsgesellschaft Ulm, Neue Strasse 85, 89073 Ulm.

 

Mit Walle Sayer begrüßen wir am Sonntag, 1. August, um 18:30 Uhr einen Gast, mit dem wir uns seit längerem schon verbunden fühlen – auch durch seinen emsigen und begeisterungsfähigen Verleger Hubert Klöpfer, der seit diesem Jahr in der Edition Klöpfer Literaturschätze publiziert.

Sayers neuer Band „Nichts, nur“ ist ein opus magnum aus Texten der letzten 35 Jahre. Entstanden ist ein schönes, dem Autor würdiges Buch in Ganzleinen, bei der Edition Klöpfer im Kröner Verlag, Stuttgart 2021, erschienen.

Gegenden, Landschaften, Orte, ein Figurenkabinett, die Herkunft, der Historienhauch, das Antlitz der Dinge, Wortfährten, Alltagsbühnen … Nichts, nur versammelt Gedichte, Prosagedichte und Erzählminiaturen von Walle Sayer aus 35 Jahren: Lesebuch, Kompendium, Querschnitt und Zwischensumme zugleich.

Walle Sayer: „Mitunter, wenn mir der Vers im Satz aufgeht, wenn zwei, drei Sätze mit lyrischen Mitteln eine Erzählfläche abstecken, konzentrisch, mehr abschweifend als ausschweifend, wenn das Gedicht einen Erzählkreis zieht um den poetischen Augenblick, sich zwischen die Formen begibt, Aufzeichnung wird, Eintragung, Essaygedanke, ausufernde Notiz, Litanei …, entsteht das, was ich Prosagedicht nenne.“

Zur Veranstaltung: Literaturwoche Donau: Walle Sayer im Gespräch mit Hubert Klöpfer [Museumsgesellschaft Ulm]

 

Literaturwoche Donau 2021: Eröffnungsabend mit „Der singende Tresen“

Wir danken Manja Präkels, Markus Liske und der Band „Der singende Tresen“ für diesen wunderschönen Auftakt zu unserer neunten Literaturwoche. Es war ein bewegender, amüsanter, manchmal auch trauriger, stets geistreicher und wichtiger Abend. Daß ein Autor wie Erich Mühsam mit solch hervorragenden Künstlern im Gedächtnis der (lesenden) Menschheit bleibt, ist ein unschätzbares Geschenk. Wir danken euch. Und danken auch dem Team des Gleis44 und Samuel Rettig für ihren Einsatz, die Ulmer „Reithalle“ zu einer schönen Location für einen solchen Abend zu machen!

 

Einer, der sich nicht beugen ließ …

Es ist nicht möglich, Leben und Werk Erich Mühsams zu trennen. Er war Bohemien, Dichter, Anarchist, Humorist, politischer Publizist, Dramatiker, bisexueller Erotomane, Revolutionär und ein selbst in größter Not unbeirrbarer Menschenfreund. So wurde er auch eines der ersten prominenten Opfer der Nazis, weil er sich nicht beugen und einschränken ließ.
1933 wurde er noch in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet und nach monatelanger Folter im KZ Oranienburg ermordet.
Zu Mühsams Werk hat derVerbrecher Verlag eine wunderbar aufmerksame Edition herausgebracht, darunter auch dieses Lesebuch, das wir euch ans Herz legen – müssen.

Darin: alles über Mühsams lebenslangen Kampf für „Gerechtigkeit und Kultur“ mit Texten aus seinem reichhaltigen Werk. Es sind Texte, die bis heute nichts an ihrer politischen Aktualität verloren haben. Neben einigen Mühsam-Klassikern enthält diese Sammlung auch bislang unveröffentlichte Gedichte, Auszüge aus längeren Werken, ausgewählte Briefe und die Beschreibung seiner letzten Tage aus der Feder seiner Frau Zenzl.

 Danke an den Verlag, danke an Der Singende Tresen für das Wachhalten dieses kostbaren Erbes.

Warum Erich Mühsam lesen (und hören)? Teil 2

Heute sehen wir zur Eröffnung der neunten Literaturwoche Donau Der Singende Tresen in Aktion mit Erich Mühsam. Manja Präkels und Markus Liske stellen diesen herausragenden Autor, der 1934 von den Nazis bestialisch ermordet wurde, seit vielen Jahren durch herausgeberische, aber eben auch durch musikalisch-darstellerische Weise vor.

Warum gerade der Anarchist Erich Mühsam? Wie aktuell ist Mühsams Werk heute?

Manja Präkels: „Mühsams umfangreichstes Werk – seine Tagebücher –  wird erst seit ein paar Jahren peu à peu veröffentlicht, ebenfalls im Verbrecher Verlag, herausgegeben von Chris Hirte und Conrad Piens. An seinem Leidensweg und schließlich dem seiner Gefährtin Zenzl werden die ideologischen Verheerungen des 20. Jahrhunderts gut sichtbar. Mühsam, der Dichter, Revolutionär und Bohemien, war ein Antiautoritärer par excellence. Mit seinen Gedichten und Tagebuchaufzeichnungen hat er mich schon in meiner Jugend abgeholt und nicht mehr losgelassen. Er war wie Medizin für mein gebrochenes Pionierherz und eröffnete eine Welt jenseits der Bevormundung. Die Mauer war gefallen. Systeme brachen. Ich bin ziemlich streng erzogen worden, war verdruckst und eingeschüchtert. Woran sol31lte ich noch glauben, nun, wo alles nichts mehr zählte? Etwas an den Ideen hatte doch gestimmt, oder? Da steht dann Mühsam und erklärt: Klar. Die Welt muss radikal verändert werden, so elend, wie ein Großteil der Menschheit zu leben und sterben gezwungen ist. Es kann eigentlich nur besser werden! Los, fang an. Da vorn am Horizont warten großartige Zukünfte einer Gesellschaft der Vielen, die solidarisch mit- und nicht gegeneinander leben. Die Sache hat nur einen Haken: Dafür musst du alles geben. So würde ich mein persönliches Mühsam-Update heute formulieren. Sicher war er in manchen Fragen Kind seiner Zeit. Und doch reichte sein Blick weit darüber hinaus. Auch dass er meist zwischen allen Stühlen saß, nimmt mich sehr für ihn ein. Ein Ort der besten Übersicht!“

Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Sängerin der hochgelobten Band »Der singende Tresen« und Autorin des Lyrikbandes »Tresenlieder«. Sie ist Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung«, eines Klassikers der Nachwende-Literatur.

Für den Verbrecher Verlag stellte sie mit Markus Liske das Erich-Mühsam-Lesebuch »Das seid ihr Hunde wert!« (2014) sowie den Band »Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?« (2015) zusammen. Präkels erhielt für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (2005) und das Aufenthaltsstipendium im Writers House Ventspils, Lettland (2012/13).

Manja Präkels wurde für ihren Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet.

Zudem erhält sie für diesen Roman den Anna-Seghers-Preis 2018.

Siehe auch: gedankenmanufaktur.net

Warum Erich Mühsam lesen (und hören)?

Am Samstag, 31. Juli 2021, erleben wir Der Singende Tresen in Aktion mit Erich Mühsam. Markus Liske und Manja Präkels stellen diesen herausragenden Autor, der 1934 von den Nazis bestialisch ermordet wurde, seit vielen Jahren durch herausgeberische, aber eben auch durch musikalisch-darstellerische Weise vor.

Wir haben Markus gefragt, was ihn an diesem Autor bewegt.

„Erich Mühsam ist zweifellos eine der wichtigsten literarischen und politischen Stimmen des beginnenden 20. Jahrhunderts in Deutschland. Mit brillanten Essays sowie seinem Hauptwerk, den Tagebüchern von 1910 bis 1924, begleitete er den Untergang des Kaiserreichs, die Revolutionszeit und die Weimarer Republik, analysierte das Geschehen, war 1918 der erste Deutsche der die Revolution ausrief und sagte bereits im Frühjahr 1919 den kommenden Faschismus voraus. Vor allem aber war er ein wunderbarer Dichter, ätzender Satiriker, Revolutionär und lebenslustiger Bohemien mit großem Hang zu Ausschweifungen aller Art. Kurz: Leben und Werk sind bei Mühsam einfach nicht zu trennen. Deshalb war es uns wichtig, anhand seiner Texte auch seine Lebensgeschichte zu erzählen.“

Markus Liske, 1967 in Bremen geboren, lebt in Berlin. Er ist Autor und Teil der Band »Der singende Tresen«. Nach mehreren Bänden mit Satiren und Essays war er 2011 Mitherausgeber der erzählerischen Anthologie „Kaltland – Eine Sammlung“.

Wir freuen uns auf den Abend mit dem „singenden Tresen“ in der Ulmer Reithalle, Schillerstraße

Der Kultursommer ist eine Initiative der Kulturabteilung der Stadt Ulm in Zusammenarbeit mit der Ulmer Kulturszene. Die einzelnen Programmpunkten werden von Gleis 44, Roxy Ulm oder HfG Archiv veranstaltet. Alle Beteiligten bedanken sich bei den Stadtwerke Ulm / Neu-Ulm und bei der Kulturstiftung des Bundes für die freundliche Unterstützung. Die Veranstaltungsreihe wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.
> Das ganze Programm der Literaturwoche Donau 2021

Literaturwoche Donau 2021: Alle Termine

 

31. 7. 2021, 19 Uhr
Eröffnung der Literaturwoche Donau mit Manja Präkels, Der singende Tresen & Markus Liske: „Das seid ihr Hunde wert!“ Eine Hommage an Erich Mühsam
Ort: Reithalle (beim Roxy, Schillerstr. 1)
In Kooperation mit dem Gleis 44 / Neustart Kultur

1. 8. 2021, 18:30 Uhr
Logbuch eines Sprachkünstlers: Walle Sayer im Gespräch.
Gast: Hubert Klöpfer, Verleger
Ort: Wilhelmsburg, Dach des Kehlturms
Bei schlechtem Wetter IN der Wilhelmsburg (Ort wird bekannt gegeben!)
Moderation: Florian L. Arnold
Im Rahmen von „Stürmt die Burg“

4. 8. 2021, 19:30 Uhr
Vier Frauen, vier Generationen, vier Lebenswege: Yvonne Hergane liest aus „Die Chamäleondamen“
Moderation: Sarah Käsmayr, Verlegerin des MaroVerlags
+ 21:30 Uhr: Konzert Bernhard Eder
Ort: Cabaret Eden, Karlstr. 71
In Kooperation mit Cabaret Eden & Lustgarten

5. 8. 2021, 19:30 Uhr
Aufprall: BudeMunkWieland. Eine Lesung. Eine Zeitreise. Ein Gespräch.
Moderation: Cora Schönemann
Es liest: Charlotte Wurm
Ort: Cabaret Eden, Karlstr. 71
In Kooperation mit Cabaret Eden & Lustgarten

Sa., 7. 8. 2021, 19:30 Uhr
Faust mit metallenem Kern: Markus Ostermair liest aus „Der Sandler“
Lesebühne in der Wilhelmsburg
Moderation: Florian L. Arnold
Ort: Cabaret Eden, Karlstr. 71
In Kooperation mit Cabaret Eden & Lustgarten

10. 8. 2021, 19:30 Uhr
Irr+Witz: Gion Mathias Caveltys
Buchlabyrinthe
+ 21:30 Uhr Konzert Herr Polaris
Moderation: Florian L. Arnold, Autor
Ort: Cabaret Eden, Karlstr. 71
In Kooperation mit Cabaret Eden & Lustgarten

12. 8. 2021, 19:30 Uhr
Das Leben, ein grosses Ganzes: Arno Camenisch liest
Lesebühne in der Wilhelmsburg
Im Rahmen von „Stürmt die Burg“

13. 8. 2021, 19:30 Uhr
Dave: Raphaela Edelbauer liest
Moderation: Rasmus Schöll
+ 21:30 Uhr Konzert Thom and the Wolves
Lesebühne in der Wilhelmsburg
Im Rahmen von „Stürmt die Burg“

15. 8. 2021, 19:30 Uhr
Frau Fuchs & Herr Bokowski: Lachen Sie mal, ganz im Ernst. Leseshow
Lesebühne in der Wilhelmsburg
Bei schlechtem Wetter in der Museumsgesellschaft Ulm, Neue Straße 85.
(Dort nur begrenzte Anzahl Plätze möglich)
Im Rahmen von „Stürmt die Burg“

17. 8. 2021, 19:30 Uhr
Peng Peng Parker: Nora Gomringer & Philip Scholz. Eine Hommage an Dorothy Parker mit Philipp Scholz (Schlagzeug, Komposition) und Jonas Timm (Piano)
Ort: Roxy (Biergarten), Schillerstr. 1/12
Bei schlechtem Wetter im Roxy, nur begrenzte Anzahl Plätze möglich

Wissenswert:

#Eintritt
Der Lockdown war für viele eine physische, psychische, auch finanzielle Herausforderung. Nicht alle sind daraus wirtschaftlich stark hervorgegangen.
Wir möchten es jedem möglich machen, die Angebote unseres Literaturfestivals der unabhängigen Literatur zu genießen. Darum gibt es in diesem Jahr keine fixen Eintritte. Jeder zahlt, was er kann. PAY WHAT YOU CAN. Ihr werdet es schon richtig machen und den Auftretenden eure Unterstützung im Rahmen eurer Möglichkeiten zusichern.

#Gastronomie
In der Wilhelmsburg bietet die Burgbar No. XII erfrischende Drinks und leckeres Essen an allen Veranstaltungstagen. Für weitere Informationen zur Gastronomie, besucht die Burgbar-Webseite: www.burgbar12.de
Im Cabaret Eden erwarten euch kleine Knabbereien und erfrischende Drinks.

#Shuttlebus
Um zur Wilhelmsburg zu kommen braucht man kein Auto. Man kann da oben eh nicht parken. Also setzt euch gern in einen Shuttlebus, der kostenlos vom Hans-und-Sophie-Scholl-Platz in der Stadtmitte oder von der Haltestelle Frauenstraße (Höhe Gold Ochsen Brauerei) auf die Wilhelmsburg fährt.
Bis 24 Uhr kommt ihr bequem wieder zurück in die Stadt.

#Corona_Hinweis
Zur Sicherheit aller haltet euch bitte an die aktuell gültigen Hygiene- und Abstandsregelungen – weitere Informationen veröffentlichen je nach Lage auf der Website.
Sollten wir in Innenräumen sein, gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen.
Es gelten die üblichen AHA-Regelungen. Es können keine Plätze reserviert werden, wer zuerst kommt, dem lacht das Glück.
Bei Krankheitssymptomen bleibt bitte zuhause. Stay safe & stay tuned!

#WeitereInfos
… auch auf unserem Facebook- und Insta-Bereich: >Insta

Wir danken der Stadt Ulm, dem Team des Cabaret Eden, dem Kulturamt Ulm, der Museumsgesellschaft Ulm sowie den Aegis-Buchhandlungen und dem Verlag Topalian & Milani für ihren Support. 

Die „Literaturwoche Donau“ wird seit 2013 ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. Das Literaturfestival der unabhängigen Literatur präsentiert einen Mix aus Bekanntem und Neuem, Debütant*innen und „alten Hasen“, Wieder- und Neuentdeckungen, Schönes und Schräges, Heiteres und Ernstes, kurzum: Gute Literatur mit hochkarätigen Gästen aus der unabhängigen Literaturszene. Literatur als Ereignis für die Sinne – vor allem für den wichtigsten menschlichen Sinn, den Verstand. Kommen Sie, bringen Sie Freunde*innen mit, feiern Sie mit uns das gute Buch aus den unabhängigen Verlagen. Das wünschen: Florian L. Arnold, Rasmus Schöll

 

Presse: „Die Literaturwoche Donau stellt Indie-Verlage in den Mittelpunkt“

Im Mai hatten wir noch Sorge, ob es in diesem Jahr wieder ein Ulmer Literaturfestival geben kann – nun sind wir sicher: Am 31. 7. startet die neunte Ausgabe der „Literaturwoche Donau“. Und wie gewohnt haben wir die Autoren*innen der unabhängige Verlagsszene im Mittelpunkt.Buchmarkt veröffentlichte eine Pressemeldung zu unserem Literaturfestival:

„Es sind über zwei Wochen, bei denen die unabhängige Literatur aus besonderen Verlagen im Mittelpunkt steht: Von Samstag, 31. Juli bis Dienstag, 17. August erwartet das Publikum in Ulm einen Mix aus Bekanntem und Neuem, ernster Literatur und feiner Lyrik, schrägen und schwarzhumorigen Texten und Performances. Lesen Sie weiter

Literaturwoche Donau 2021: Wir wagen es!

Pressemitteilung vom 7. 6. 2021

Literaturwoche Donau 2021: Wir wagen es!
31. Juli bis 17. August 2021

Es gehörte zu den schwersten Momenten, seit die Literaturwoche Donau 2013 ins Leben gerufen wurde: Als wir 2020 das fertig geplante Festival absagen mussten. Wunderbare neue Bücher der unabhängigen Verlagsszene, die es im Coronajahr 2020 ohenhin nicht eben leicht hatten, wahrgenommen zu werden und die wir gerne und mit Leidenschaft vorgestellt hätten – es blieb ein Traum. Nun aber gehen wir mit großem Optimismus und Hoffnung auf eine stabile Wetterlage (s. u.) für die 9. Literaturwoche Donau, die am 31. Juli 2021 mit Manja Präkels‘ „Der singende Tresen“ beginnt und dann bis zum 17. August wunderbare Bücher und Stimmen aus unabhängigen Verlagen präsentieren wird. Lesen Sie weiter

„Die Unschärfe der Welt“: Iris Wolff & Corinna Kroker im Gespräch. Videopremiere!

Autorin und Lektorin im Gespräch: Es war leider nicht mit Publikum möglich, aber das Team des „Kulturspeicher Ulm“ unter Leitung von Jan Ilg hatte alles getan, damit wir eine angenehme Zeit im Ulmer Kornhaus hatten. So konnte – vor Kameras – die Begegnung mit Iris Wolff und Lektorin Corinna Kroker (beide: Klett-Cotta-Verlag) stattfinden und es wurde eine angeregte Plauderstunde über das Buch „Die Unschärfe der Welt“ und die Kunst des Schreibens. Moderiert von Autor Florian L. Arnold.

„Ich versuche so wenig wie möglich anzureißen und doch zugleich eine Tiefenschärfe hin zu bekommen, so daß die Sätze sind wie kleine Kammern, die sich öffnen. Bilder, die bestehen bleiben. Das ist für mich Poesie (…)“

„In dem Buch geht es darum, wer man in den Augen eines anderen Menschen ist und wer man auch jenseits von politischen und gesellschaftlichen Systemen ist.“ Lesen Sie weiter

Impressionen von Iris Wolff und Corinna Kroker

Autorin und Lektorin im Gespräch …

Es war leider nicht mit Publikum möglich, aber das Team des „Kulturspeicher Ulm“ unter Leitung von Jan Ilg hatte alles getan, damit wir eine angenehme Zeit im Ulmer Kornhaus hatten. So konnte – vor Kameras – die Begegnung mit Iris Wolff und Lektorin Corinna Kroker (beide: Klett-Cotta-Verlag) stattfinden und es wurde eine angeregte Plauderstunde über das Buch „Die Unschärfe der Welt“ und die Kunst des Schreibens.

Besonders schön: Lektorin Corinna Kroker gab einen tiefen Einblick in ihren Tätigkeitsbereich, der vom „Erstkontakt“ mit AutorIn und Manuskript bis hin zur Programmgestaltung und Buchgestaltung reicht. Iris Wolff berichtete über die Genese der Charaktere ihres Buches, aber auch beispielsweise die Bedeutung des Reisens in der Phase der Ausarbeitung.

Das alles ist digital gesichert und wird in Bälde abrufbar sein. Bis dahin einige Impressionen (Fotos: Florian L. Arnold)

Signierte Ausgaben des neuen Romans „Die Unschärfe der Welt“ von Iris Wolff sind – in limitierter Zahl- bei der Ulmer Buchhandlung Aegis erhältlich!

Literaturfrühling im neuen „Kulturspeicher“ im Ulmer Kornhaus

Liebe Mitglieder des Literatursalon Donau,
liebe Freunde, Unterstützer, ehemalige und künftige Gäste,

denken wir nicht länger über das vergangene Jahr nach, in dem es, trotz Wegfalls unserer Literaturwoche und der Reihe „Literaturklassiker im Winter“ doch auch einiges zu entdecken gab, bei „Literatur unter Bäumen“ etwa. Nun aber heißt es, das Gute in 2021 zu sehen und zu erleben: Wir starten unseren Literaturfrühling im neuen „Kulturspeicher“ im Ulmer Kornhaus mit zwei hervorragenden Literaturabenden. Lesen Sie weiter

Literaturtipp: „Lichternacht“

Liebe Freundinnen und Freunde der Literatur,

mit der letzten Nachricht im alten Jahr möchten wir auf ein besonderes Weihnachtsbuch hinweisen: Patrick Roths moderne Weihnachtsgeschichte »Lichternacht«. Vor Jahren schon als bibliophile Ausgabe im Insel-Verlag erschienen, kann man die berührende und leicht schwindelerregende Erzählung nun vom Autor selbst gelesen hören. Es lohnt sich (Dauer ca. 30 Minuten):

Die Kernhandlung entfaltet sich an der Ostküste der USA in den späten 1970er Jahren in New York, der »Bronx« und dem auf der anderen Seite des East River gelegenen »Queens«. Eine Brücke wird zum dramatischen Schauplatz eines unerhörten Ereignisses, das in der Erzählung noch einmal lebendig wird.

»Lichternacht« ist in der Insel-Bücherei Nr. 1285 erschienen und wurde 2014 in einer Sonderausgabe neu aufgelegt.

Wir wünschen schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr, und mögen diese schwierigen Zeiten für uns alle zu um so größerer Wiedersehensfreude im neuen Jahr führen.

Euer
Team des Literatursalon Donau e. V.

 

Alexander Häusser liest: „Noch alle Zeit“ – am 4. 10. 2020

Lesung und Gespräch mit Alexander Häusser
4. 10. 2020, 17 Uhr
Theaterei Herrlingen
Oberherrlinger Str. 22
89134 Herrlingen

Wir freuen uns auf diese Veranstaltung mit Alexander Häusser und seinem Verleger Günther Butkus vom Pendragon Verlag. In der Theaterei Herrlingen steigen wir am kommenden Sonntag in das Buch „Noch alle Zeit“ ein!

 

Der in Hamburg lebende Schriftsteller Alexander Häusser hat mit „Noch alle Zeit“ seinen vierten Roman vorgelegt: ein berührendes Werk um von Erinnerung und Dichtung. Edvard Mellmann, der Protagonist des Romans, ist Opfer eines Familiengeheimnisses:das plötzliche Verschwinden seines Vaters blieb bis zum Tod der Mutter ein Thema, über das nicht gesprochen wurde. Als Edvard im Nachlass seiner Mutter ein auf seinen Namen geführtes Sparbuch findet, auf das von Norwegen aus jahrzehntelang Geld für ihn eingezahlt wurden, gibt es für ihn kein Halten mehr – und er macht sich auf den Weg nach Oslo, auf die Suche nach seinem Vater.

Wir sprechen mit Alexander Häusser („Zeppelin“, „Memory“) über seinen neuesten Roman – und mit seinem Verleger Günther Butkus (Pendragon Verlag) über den besonderen „Sound“ seines Autors.
Durch den Abend führt Florian L. Arnold.

„(…) Ein Autor vom Schlage der Christoph Meckel und Klaus Böldl – also der Großen Stillen im Land. Ein Schriftsteller, dessen Arbeiten konsequent versammeln was wirklich bedeutende Literatur ausmacht: Genauigkeit, Beharrlichkeit und die Weigerung, sich vorschnell zufrieden zu geben.“

Karten können bei der Theaterei Herrlingen bestellt werden. Bitte beachten Sie, daß die Anzahl der Sitzplätze unter den Bedingungen der Corona-Pandemie begrenzt ist!
> Karte reservieren

Literatur unter Bäumen 2020: Abenteuer. Cass Verlag, Bad Berka

Literatur unter Bäumen 2020: Abenteuer. Cass Verlag, Bad Berka
Freitag, 28. August 2020, 19 Uhr
> Auf dem Schwal, Neu-Ulm

Gäste: Katja Cassing, Verlegerin
Es liest Rudi Grieser, Theater Ulm
Musik: Ferdinand Schlichtig, Ulm

 

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort. Im diesjährigen Programm wollen wir diese Verlegerinnen kennenlernen.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat Dr. Katja Cassing einen Verlag für japanische Literatur im deutschsprachigen Buchmarkt gegründet. „cass“ verschreibt sich herausragender japanischer Belletristik und Kriminalliteratur. Zu den Autoren gehören Choukitsu Kurumatani, Kazuki Kaneshiro und Arimasa Osawa – in Japan große, preisgekrönte Namen, im Deutschen Neuentdeckungen. Mit anderen jungen, im deutschen Sprachraum und zum Teil europaweit noch unbekannten Stimmen (Nanae Aoyama, Ko Machida) setzt cass diese Linie fort. Das literarische Programm vervollständigen moderne Klassiker wie Morio Kita und Osamu Dazai, dessen Gezeichnet in Japan zu den meistgelesenen Werken überhaupt gehört, daneben Takiji Kobayashis berühmtes Fabrikschiff – der Klassiker der japanischen Arbeiterliteratur. Der Verlag legt Wert auf erstklassige Übersetzung und schöne Ausstattung. Seit kurzem steht der Verlag auch für moderne koreanische Literatur ein.

Katja Cassing wird uns ihren Verlag vorstellen, viele Lese-Auszüge geben Einblick in die Vielgestaltigkeit der japanischen und koreanischen Literatur der Gegenwart.
https://www.cass-verlag.de/

Eintritt: 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks
Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.
Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121

www.literaturbaeume.neu-ulm.de
www.literatursalon.net
facebook.com/literaturbaeume/
instagram: stadt.neuulm

Die Reihe wird ermöglicht dank der Unterstützung durch Prof. Gerhard Mayer. Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e. V.

Literatur unter Bäumen: Beats. Maro Verlag, Augsburg

Literatur unter Bäumen 2020: Beats. Maro Verlag, Augsburg
Donnerstag, 27. August 2020, 19 Uhr
> Auf dem Schwal, Neu-Ulm
Gäste: Sarah Käsmayr, Verlegerin und Gestalterin
Musik: Ferdinand Schlichtig

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort.

Seit 1969 ist MARO der Verlag für Gewagtes und Gewitztes, Hausautoren sind u. a. Charles Bukowski, Jörg Fauser und John Fante. Mit Sarah Käsmayr ist nun die nächste Generation in die Leitung dieses Verlags für Unerwartetes und Unbeirrtes eingestiegen.
Autorin Susanne Neuffer stellt ihre bei Maro erschienenen Bücher vor, die Reales durch ein magisches Brennglas betrachten.

Susanne Neuffer, Jahrgang 1951, publiziert seit 1999 im Augsburger Maro-Verlag, der seine Gründungsenergie aus den Achtundsechzigern zog und seit 1970 zu den interessantesten unabhängigen Verlagen gehört (nicht nur, weil er sich Bukowski, Fante und anderen modernen Klassikern widmet). „Im Schuppen ein Mann“ versammelt Erzählungen über Geschiedene, Insolvente, Verlassene, Fast-Helden eines subtil ins Absurde und Komische verschobenen Alltags. Ist der Nachbar womöglich Jesus oder warum verwandelt er Wasser in Wein? Ist die Rivalin ein menschliches Wesen oder ein besonders attraktives Exemplar künstlicher Intelligenz? Weiß die Hausbesitzerin, was sich im Schuppen tut? Kann man die Welt durch ein Radioprogramm retten? Wieso fallen Ballkleider vom Himmel und wer spielt auf beim Untergang Europas?

„Mit sicherem Blick: Susanne Neuffer erzählt von Menschen, die gerade so durchkommen“ (FAZ)

Eintritt: 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks
Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei
Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.
Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121
www.literaturbaeume.neu-ulm.de
www.literatursalon.net
facebook.com/literaturbaeume/
instagram: stadt.neuulm

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Hubert Flattinger: Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht

I see something of myself
in everyone.
Joni Mitchell, Hejira

Im Bett mit Mrs. O’Hara

„Peggy O’Hara war Irin, etwas über fünfzig, blassgesichtig, zart, dennoch von drahtiger Energie, wenn es darauf ankam. Als Zimmerwirtin des Anise House duftete sie so, wie es der Name ihrer kleinen Bed-and-Breakfast-Pension versprach, nach dem Gewürz, mit dem sie ihre Kekse buk. Wenn ich Mrs. O’Hara bei ihren Unternehmungen begleitete, um zuzusehen, wie sie verbotene Dinge tat, fühlte ich mich wieder wie ein Kind. Und das war schön.“

In Irland wisse man mit Gespenstern umzugehen, wurde ihm im Reisebüro versprochen. Und eben dort auf der grünen Insel macht der blasse Reisende Bekanntschaften, die sein Leben verändern. Da ist das Piratenmädchen aus Strandhill, die dem Touristen aus Oistaraik erst einmal Manieren beibringt. Da ist Ned Stoney, halb Junge, halb Greis, der wie kein anderer von Amerika – dem Land der unerschöpflichen Murmeln und Kartoffeln – zu schwärmen weiß. Und nicht zuletzt findet sich Mrs. O’Hara, die mit Toten spricht und besonders gut mit Geistern kann …

Ein Mann ist sich verloren gegangen und sucht in Gesichtern und Geschichten sein Selbst. Es sind die Sehnsüchte und Gedanken der anderen, die ihn wieder zurück ins eigene Leben führen; es geht um Vertrauen und Zärtlichkeit, um Hautkontakt, Wahrhaftigkeit und Liebe.

„(…)„Ich möchte dich zeichnen. Als Akt, oder meinetwegen als Halbakt. Bin auch mit einem Porträt zufrieden.“
„Was willst du mit dem Bild eines zerrupften alten Besens? Mit siebzehn hättest du mich zeichnen müssen! Da hätte ich noch etwas dargestellt! Mit siebzehn ist immer schönes Wetter im Spiegel.“
„Wenns nur das ist. Ich habe dich die letzten Tage studiert, kenne mich inzwischen in deinem Gesicht besser aus als in meinem eigenen. Ja, ich könnte dich zeichnen, wie du mit siebzehn ausgesehen hast. Das würde ich hinkriegen.“
„Oh, das würdest du, Boy. Das traue ich dir zu. Aber ich bin müde. Mir wäre lieber, du würdest mir ein Märchen aus deiner Heimat erzählen. Oder besser, erzähle mir nochmal von der kleinen Piratengöre, die dich in Irland willkommen geheißen hat.“

> LESEPROBE

Mister Hitchcocks Waxfigurenkopf spielt in Hubert Flattingers neuem Buch „Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht“ (Limbus Verlag) eine besondere Rolle …

Hubert Flattinger, geboren 1960 in Innsbruck, hat im Limbus Verlag bereits mehrere Bücher herausgebracht und dabei auch seine zweite Begabung, die Bildende Kunst, einbringen können. Nach mehreren Exkursionen u. a. als Altenbetreuer, Pflasterstein-Maler, Tierpfleger, Grafiker und Werbeleiter einer Computerfirma fand er schließlich als Journalist jenes Aufgabengebiet, dem er sich am liebsten widmet – dem Menschen nämlich, der ihm gerade gegenübersitzt. Er schreibt Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke und Geschichten für ältere Semester. Bücher (Auszug): Liftboy (2004), Der größte Fisch entwischt (2015) und Als ich Lord Winter war (2017).

 

Foto: Flattinger

Eine Kurzvorstellung des Buches findet man auch bei > Sätze & Schätze!

 

Hubert Flattinger
Mrs. O’Hara sagt Gute Nacht
Limbus 2020
112 Seiten, Gebunden mit Lesebändchen, € 15,– [A]/[D]
ISBN 978-3-99039-168-6

www.limbusverlag.at

 

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020: Bernd Schuchter erzählt die Geschichte des Richard Kola

„Schuchter hat mit seinem Buch vor allem das keinesfalls idyllische Bild einer Zeit kurz nach dem Zusammenbruch des Habsburger Reichs vorgelegt: Die Inflation, die Millionen zerrinnen ließ, die Vergnügungssucht der Massen, die Not in den Städten und der Aufstieg und Fall von windigen Spekulanten. (…) Schuchter gelingt es mit diesem Buch, ein wichtiges Kapitel der österreichischen Literaturgeschichte wieder öffentlich bekannt zu machen und eine Zeit der rasanten Umbrüche zu porträtieren. Er karikiert aber auch zugleich den Literaturbetrieb und das Sepekulantentum, die sich so wenig geändert haben.“
Literaturhaus Wien, S. Speibel

www.fotoruth.at

Bernd Schuchter: Rikolas letzter Auftritt

Bernd Schuchter Schuchter schätzt übersehene und vergessene historische Figuren für seine Romane – und so fand er in Richard Kola eine Figur, an der sich heutige Tendenzen des Literaturbetriebs ebenso aufzeigen lassen wie damalige Eitelkeiten und Gepflogenheiten, die, wenn man sich nicht an diese hielt, schnell zum Sturz aus dem Literaturolymp führen konnten. Lesen Sie weiter

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020: Die Reihe Limbus Preziosen

Die Lust an der Entdeckung unbekannter Klassiker


Preziosen sind Kostbarkeiten, etwas Wertvolles und Besonderes, das es zu entdecken gilt.

Wie sich ein Verlag jenseits ausgetretener Pfade um die Literatur verdient macht, zeigt die Reihe „Limbus Preziosen“

In der Reihe Limbus Preziosen erscheint besondere Literatur in ansprechender Ausstattung mit individuellem Buchschmuck; eine Hommage an die leidenschaftliche Buchgestaltung der Gründerzeitverlage, natürlich mit Lesebändchen. Das kaschierte Umschlagschildchen ist – ohne sich vergleichen zu wollen – eine Hommage an die berühmte Insel Bücherei. Lesen Sie weiter

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