Literatursalon Donau

Kategorie: Verlage

„Mehr Glück ist nicht“: Ein Abend mit dem Guggolz Verlag

Ein Abend mit dem Guggolz Verlag
16. 11. 2017 , 20 Uhr

Im CASINO Ulm, (Weinhof 9, 3. Etage)

Musik von Maria Schmidt-Deiß
Moderation: Florian L. Arnold

Er ist der Shootingstar der jungen Verlagsszene: Sebastian Guggolz aus Berlin. Sein gleichnamiger Verlag macht alles richtig: aufregende Texte, schöne Gestaltung und ein Verleger, der seine Bücher mit Herzblut und Leidenschaft vertritt. An diesem Abend stellt uns Sebastian Guggolz seine schönsten Bücher vor und erzählt uns, wie er vom Quizshow-Gewinner zum Verleger wurde – und warum er ausschließlich tote und vergessene Autoren verlegt und damit großen Erfolg hat!

Für die Musik sorgt die Ulmer Sängerin und Songwriterin Maria Schmidt-Deiß. Über ihre wundervolle Stimme und ihre hinreißenden Interpretationen von klassischen Songs durften wir uns schon des öfteren begeistern. Für den Abend mit Sebastian Guggolz wird sie wieder einige der schönsten Lieder dabei haben, die die Menschheit kennt.

Moderation: Florian L. Arnold

Für das leibliche Wohl, viele gute Bücher und anregende Gespräche ist gesorgt!

Literatur unter Bäumen (in Räumen) – gleich geht es los!

Liebe Freunde,

wir hatten für unsere schöne Literatur unter Bäumen um schönes Wetter gebeten, fleißig die Teller leer gegessen … aber es soll heute Abend kalt und auch etwas feucht werden. Das schadet nicht nur den Instrumenten unseres Musikers Uli Hahnel, leider sind auch die Bücher nicht wetterfest. Darum ziehen wir in unser Ausweichquartier in der Schützenstrasse 32 um – das markante rote Ziegelgebäude der NUWOG, wo wir uns auf den PETER HAMMER VERLAG, persönlich vertreten durch Verlegerin MONIKA BILSTEIN, freuen können. Mag das Wetter an der Donau auch kalt und herbstlich sein – durch die Texte von Ernesto Cardenal, Eduardo Galeano, Chinua Achebe, Aniceti Kitereza und Ahmadou Kourouma werden wir in wärmere Gefilde gelockt.

g a l e a n o

Donnerstag, 7. September, 19.30 Uhr, im NUWOG-Gebäude in der Schützenstrasse 32
Grenzgänge: Peter Hammer Verlag, Wuppertal – mit Verlegerin Monika Bilstein
MUSIK: Klangbilder von Uli Hahnel
Moderation: Florian L. Arnold
Eintritt: 6 Euro

 

Peter Hammer Verlag zu Gast am 7. 9. 2017

Als wir die Reihe „Literatur unter Bäumen“ kuratierten, die seit Juni in Neu-Ulm stattfindet, war eines klar: Der Wuppertaler Peter Hammer Verlag muß dabei sein. Nicht nur, weil dieser Verlag die schönsten und eigenwilligsten Kinderbücher produziert und nebenbei die künstlerische Heimat des unerreichten WOLF ERLBRUCH (LINK) ist, sondern auch wegen seiner aufregenden Reihe von Literatur aus Südamerika, Asien, Amerika.

Wenn wir Verlegerin Monika Bilstein bei der vierten Ausgabe „Grenzgänge“ bei uns zu Gast haben, werden wir auch über Eduardo Hughes Galeano sprechen, 1940 in Montevideo/Uruguay geboren und 2015 dort gestorben. Ein Ausnahmepoet, ein brillanter Geist, ein Autor, wie ihn sich jeder Leser (und Verleger) nur wünschen kann.

Kaleidoskop von Geschichten, Splittern und Zitaten

Galeano begann seine journalistische Karriere 1960 als Chefredakteur der Zeitschrift für Kultur und Politik MARCHA. Zwischen 1964 und 1966 war er Direktor von EPOCA, der Zeitschrift der „unabhängigen Linken“ in Uruguay. 1973 übernahm er in Buenos Aires die Chefredaktion der Zeitschrift CRISIS. 1976 floh Galeano ins Exil nach Spanien.

eduardo galeano _c_ peter hammer verlag 2015

1985, nach der Beendigung der Militärdiktatur in Uruguay, kehrte er nach Montevideo zurück. Für seine literarische Arbeit erhielt Galeano zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Preis der „Casa de las Americas“ und den „American Book Award“ der Universität Washington für die Trilogie „Erinnerungen an das Feuer“. Er ist Ehrendoktor der Universitäten La Paz, Havanna und Neuquén/Argentinien.

„Um nicht stumm zu sein, müssen wir anfangen, nicht taub zu sein.“

Galeano war förmlich besessen von dem Wunsch, Geschichte zu erinnern. Mit seinem weltberühmten Buch „Die offenen Adern Lateinamerikas“ schrieb er ein unorthodoxes Geschichtswerk, das er mit „Fast eine Weltgeschichte“ zu erweitern suchte. Darin erzählt er Hunderte kleiner Begebenheiten, und in allen spiegelt sich das Verhältnis von Oben und Unten, von Macht und Ohnmacht: „Ich schreibe für die, die seit Jahrhunderten Schlange stehen.“

HEUTE: Fernweh in Wort und Musik!

Heute Abend … fast Open Air!

Das Wetter ist verdrießlich. Keine Frage. Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben, sondern weichen aus ins Trockenquartier in der Schützenstrasse 32 in Neu-Ulm (der markante Ziegelbau!), wo wir uns mit Bernd Schuchter und Lukas Meschik in Fernweh-Literatur versenken, den Klängen von Slendro lauschen und uns mit kleinen Leckereien vom Team des Café D’Art verwöhnen lassen.

Das „Open Air“ sei uns heute Abend die Freiheit der Gedanken!

https://www.facebook.com/events/233028420543000/

Unser Trockenquartier, wenn der deutsche Sommer mal wieder garstig ist:  Schützenstrasse 32, Nuwog-Gebäude (der markante moderne Ziegelbau, Erdgeschoss).

Literatur unter Bäumen #2: Fernweh

Jetzt beginnt der Sommer erst. Ferienzeit. Fernwehzeit. Wer nicht aus der Stadt flieht, kann mit uns und guter Literatur aus dem jungen Limbus-Verlag einen Abend lang ferne Orte, fremde Städte und Vertrautes in der Fremde genießen.

27. JULI 2017, 19:30
FERNWEH
Limbus Verlag, Innsbruck mit Bernd Schuchter & Lukas Meschik
MUSIK: Slendró, Basel
Moderation: Florian L. Arnold
ORT: Park am Edwin Scharff Haus
BERND SCHUCHTER ist Autor und Verleger von „Limbus“. Zuletzt erschienen seine Romane Link und Lerke (2013), Föhntage (2014). Der LIMBUS VERLAG verlegt seit über
zwölf Jahren literarische, engagierte Literatur und lesbare Essays zu den Themen Kulturpolitik oder Geistesgeschichte.
LUKAS MESCHIK, geboren 1988 in Wien, portraitiert als junge Stimme der österreichischen Literatur seine Generation – die nicht mehr ganz Jungen, noch nicht ganz Erwachsenen – in sensibler, vorsichtig exakter Sprache, mit präzisen, fremd-bekannten Bildern.

MUSIK:
Aus Basel kommt „Sléndro“ zu uns. Improvisationen und Eigenkompositionen als
Weltmusik-Jazz-Minimal-Fusion: aus den Klängen von Trompete, Dousn‘ Goni (Jägerharfe), Gitarre und Loop-Effekten erklingen unvergessliche Grooves und Improvisationen Von Christoph Gisin und Jérôme von Allmen. Einzigartige Fernweh-Töne.
www.slendro.ch

 

Literatur unter Bäumen #1: Sehnsucht

Das Wetter war uns nicht wohlgesonnen, der Start am Neu-Ulmer Schwal dank sommerlichen Platzregens nicht möglich; doch Mareike Kuch, Stadt Neu-Ulm, zauberte – und so kamen wir trocken im Nuwog-Gebäude zum Auftakt der Reihe „Literatur unter Bäumen“ in den Genuß großartiger Literatur.

„Sehnsucht“ war das Thema mit den tollen Gästen der Edition Azur aus Dresden: Helge Pfannenschmidt und Sudabeh Mohafez kreierten für uns einen wunderbaren Abend voller Sehnsuchtstexte und sprachlichen Bildern. Wir können nur wärmstens empfehlen, die zauberhaften und klugen Bücher von Sudabeh Mohafez, etwa „Kitsune. 3 Mikroromane“ zu lesen!

https://www.edition-azur.de/
https://www.edition-azur.de/autoren/tx_books//mohafez/
http://www.sudabehmohafez.de/

Die berührende Musik für den Abend von About Ally vertrieb die Regenwolken … Danke an Alle!

Fotos: Kathrin Häckert, Ulm

Literatur unter Bäumen

Literatur unter Bäumen

… verspricht in diesem
Sommer vier Mal die Begegnung mit unabhängigen Verlagen und ihren Köpfen. Unabhängige Verlage wagen etwas. Sie sind Vorrreiter, Experimentierer, Glücksritter des Wortes, literarische Trüffelsucher (und -finder!). Schön gemachte Bücher, spannende Geschichten, dazu passend ungewöhnliche Live-Musik, unplugged, intelligent, neu.
Eintritt: 6 €
Wetter: Keine Sorge! Sollte es mal nicht mitspielen, sind wir im NUWOG Gebäude, Erdgeschoss, Schützenstrasse 32.

Eine Literaturreihe der Stadt Neu-Ulm / in Kooperation mit dem „Literatursalon Donau e. V.“ / Kuratiert vom Literaturbureau Topalian & Milani

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Dienstag, 2. Mai: Cass Verlag

Di. 2. Mai, 19:30
Cass Verlag – Dr. Katja Cassing stellt ihren Verlag vor
Griesbadgalerie Ulm, Seelengraben 30, 89073, Ulm
Eintritt: 6* / 8 Euro

Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Japanologen Jürgen Stalph, hat Dr. Katja Cassing einen Verlag für japanische Literatur für den deutschsprachigen Buchmarkt gegründet – und vermittelt diesem seit einigen Jahren, wie vielgestaltig sich die japanische Literatur der Gegenwart präsentiert. Katja Cassing übersetzt die Bücher ihres Cass Verlages selbst und gestaltet auch die Bücher, die in ihrem cass verlag erscheinen, der im thüringischen Bad Berka ein hochproduktives japanologisches Kompetenzzentrum darstellt.

Katja Cassing hat zwölf Jahre lang in Tokio gelebt, studiert und geforscht.   Ihren Verlag gründete Katja Cassing im Jahr 2000 noch von Tokio aus. Sie verschlang schon damals mit Vorliebe japanische Krimis und fand immer, dass es davon zu wenige auf Deutsch gibt. Diese Lücke sollte der Verlag schließen, der sich inzwischen aber auch für andere Genres geöffnet hat. Anfangs hat Katja Cassing alle zwei Jahre ein Buch geschafft, inzwischen sind es zwei Titel pro Jahr.

„Ich möchte nur gute Bücher machen“, sagt Katja Cassing. Sie führt ihren kleinen Verlag mit einer Mischung aus Enthusiasmus und Akkuratesse, die auch für die jahrelange Arbeit an einem „deutsch-japanischen Wörterbuch“ unerlässlich sind.

In der Griesbadgalerie Ulm stellt sie uns ihren Verlag vor – und es gibt zahlreiche Lesehäppchen aus den schön gestalteten Cass-Büchern.

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#freedeniz!

Wir sagen, jetzt erst recht! Freiheit dem Wort! #freedeniz!
… und allen Schreibenden Kolleginnen und Kollegen, nicht nur in der Türkei!

Deniz auf die Bestsellerliste!
Was Sarrazin oder das „geheime Leben der Bäume“ schaffen können, das schafft ein Deniz Yücel doch ganz locker – sein Buch „Taksim ist überall“, das jetzt wieder in der Edition Nautilus als Solidaritätsausgabe vorliegt, muss also die Nr. 1 der Sachbuchbestsellerliste werden.
Denn mithilfe von Deniz Yücel kann man gleichzeitig die AKP und die AFD verärgern!
Daher: Kauft! Daher: Sagt es allen weiter! Daher: Mach ein Schaufenster für dieses Buch, wenn du ein/e Buchhändler/in bist!

Deniz Yücel, geboren 1973 in Flörsheim am Main und seit Mai 2015 Türkei-Korrespondent der WELT. »Journalist des Jahres 2014« (Sonderpreis), Träger des Kurt-Tucholsky-Preises für Literarische Publizistik 2011.

#DenizTaksimNr1 #FreeDeniz

»›Taksim ist überall‹ ist ein Buch über Gezi im Geiste Gezis, engagiert, humorvoll und romantisch. Yücel verliert aber nie die Distanz, er ergänzt seine geografischen durch historische Ausflüge, ordnet ein, setzt Gezi in Beziehung zu den Protesten vergangener Jahre – und holt die Bewegung gerade dadurch auch vom Sockel. Gezi wird die türkische Gesellschaft wach halten.« Iris Alanyali, DIE WELT, 2014
Ein Solidaritätseuro pro verkauftem Exemplar geht, zusätzlich zum regulären Honorar, an den Autor.

„Weiter als der Himmel“: Verleger Stefan Weidle zu Gast

Weiter als der Himmel
Verleger Stefan Weidle zu Gast
Musik: Ivan Antonic, Ulm
Do., 30. März 2017, 20 Uhr
Lindenhofvilla, Blaustein-Herrlingen

++ in der Villa Lindenhof, Lindenhof 2, 89134 Blaustein-Herrlingen ++
DIE LITERATUR GIBT DER SEELE NAHRUNG
Stefan Weidle ist verlegerischer Überzeugungstäter: Seine Bücher sind intelligent und schön gemacht. Mit anspruchsvollen und hochgeschätzten Klassikern wie auch Neuentdeckungen aus der zeitgenössischen Literatur ist Stefan Weidles Verlag eine feste Größe (nicht nur) im deutschen Verlagsleben. Er bringt uns seine schönsten Bücher mit. Passend zu diesem Abend außergewöhnlicher Literatur geleitet uns die Bajan-Musik von Ivan Antonic in unbekannte Welten …

Villa Lindenhof, Herrlingen
Lindenhof 2, 89134 Blaustein-Herrlingen
Eintritt: 6 € / 5 €

Ein Abend für Stefan Zweig

Ein Abend für Stefan Zweig.
Es liest und spielt Christel Mayr (Theater Ulm)
31. August 2016, 19 Uhr

++ Buchhandlung Jastram, Schuhhausgasse 8, Ulm
Ein Abend für Stefan Zweig – Eine Hommage an den großen europäischen Schriftsteller. Lesung mit Musik.
Christel Mayr liest Stefan Zweig
31.08.2016 – 19:00 bis 21:00
Eintritt frei

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und starb am 23. Februar 1942 in Petrópolis, Brasilien.
Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig kam aus großbürgerlich-jüdischer Familie. Er studierte in Wien und Berlin Phlilosophie, Germanistik und Romanistik. 1904 promovierte er zum Dr. phil. Nach der Promotion bereiste er Europa, Amerika, Afrika und Indien. Während des 1. Weltkriegs war er zuerst propagandistisch im Wiener Kriegsarchiv, dann in offiziösen Missionen in der Schweiz tätig. Er engagierte sich zusammen mit R. Rolland für den Frieden. Nach Kriegsende lebte er bis 1933 mit seiner Frau Friderike in Salzburg. Von ihr löste er sich im Zug einer Übersiedlung nach England.
1941 zog er weiter nach Brasilien, nach Petropolis im Bundesstaat Rio de Janeiro. Unter Depression leidend, ging er dort gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte in den Freitod.

Mit seinen Erzählungen und historischen Darstellungen erreichte er weltweit in Millionenpublikum. Zuletzt vollendete er seine Autobiographie „Die Welt von Gestern“ und die vielgelesene „Schachnovelle“.
Christel Mayr vom Theater Ulm singt, spielt und gibt dem Autor Stefan Zweig eine Stimme. Florian L. Arnold und Rasmus Schöll führen in das Werk Zweigs ein.

Buchpremiere & Konzert: Molto Giocoso

Buchpremiere & Konzert: Molto Giocoso
Lindenhofvilla Blaustein
7. August 2016, 19:30 Uhr

++ Lindenhofvilla Stadt Blaustein, 7. 8. 2016, 19:30 Uhr
Buchpremiere „Molto Giocoso“ mit „Teatrino“, Schauspielerin und Dramaturgin Julia Zürcher und „Alphornsusi“ am 7. August 2016 um 19:30 Uhr in der Lindenhofvilla in Blaustein-Herrlingen
>> Buchkarte (externer Link)

Fröhlich tröten, tuten, summen und singen an diesem Abend die skurrilen Gedichte und Bilder rund um die (Blech-)Blasmusik in den Vertonungen von Siegfried Arnold.
Wenn sich ein Musiker und ein Zeichner zusammensetzen und ein Buch über Musik machen, kann das sehr vergnüglich werden. So auch bei „Molto Giocoso“. Da textete Komponist Siegfried Arnold im Stile Wilhelm Buschs oder Kurt Tucholskys frech über den Musiker in Not- und Sonderlagen und Zeichner Florian L. Arnold bebilderte das Ganze mit anarchistisch-überbordenden Wimmelbildern, die den grotesken Welten eines Hieronymus Bosch ebenso entlehnt scheinen wie den Karikaturen William Heath Robinsons.
Eine Veranstaltung des „Literatursalon Ulm“ in Kooperation mit der Stadt Blaustein und dem Verlag Topalian & Milani.

Lesepunkte 2015

+++  28. 06. 2015  +++

Literaturwoche 2015:
Zwischen Hesse, Lenin und Handke:
Unser Abend mit dem Mirabilis-Verlag

Freitag, 26. Juni 2015, 14:00. Erhitzt steigen Johanna und Dieter Sander aus einem ICE, der sie bei sommerlichen Temperaturen ohne funktionierende Klimatisierung nach Ulm brachte. Was manch anderem ernsthaft die gute Laune zerschlagen würde, kann den beiden seit langem in Köln lebenden Künstler nichts von ihrer Fröhlichkeit und ihrer Vorfreude auf den Abend in Ulm nehmen.

Der gemeinsame Abend mit Verlegerin Barbara Miklaw, die Dieter Sander 2012 in den Vorarbeiten zu Lothar Strucks großartigem Buch über Peter Handkes Filmarbeit (Link) kennen lernte, war eine Begegnung mit einer „Überzeugungstäterin“. Denn wie die anderen Verleger, die uns in dieser Literaturwoche Ulm die Ehre gaben, verdient auch sie mit ihrem Verlag nicht, sondern ermöglicht mit erheblichem finanziellen und ideellen Einsatz Bücher, die die Leser brauchen. Das sind neben Erzählungen von Ingo Schramm, Rainer Rabowski, Lothar Struck, F. L. Arnold und Varik Bazil auch Sach- und Themenbücher.
Eines der wertvollsten dieser Bücher wohl Sanders Bericht über Fritz Picard (auszusprechen mit einem akzentuierten „d“!). Der Buchhändler und Antiquar pflegte nicht nur ein ungewöhnlich prominentes Netz von Kontakten – er ist in einer demnächst erscheinenden CD auch selbst zu hören. Ein ebenso kurzweilig und intelligent berichtender Zeitzeuge wie Dieter Sander selbst.

Der war nicht nur als Toningenieur beim WDR tätig, sondern lernte als Dokumentarfilmer wichtige Künstler und Politiker der 50er bis 90er Jahre persönlich kennen; viele Kontakte pflegt er bis heute.
Man wird in Kürze mehr von ihm lesen können – eine entsprechende Vereinbarung kam am Rande der Literaturwoche zwischen Barbara Miklaw und Dieter Sander zustande.
>> Programm des Mirabilis-Verlags

 

27. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Ein Resümee der 17tägigen Veranstaltungsreihe auf „Con=Libri“

Jan Haags Blog „Con=Libri“ widmet sich literarischen Nischen – besonders möchten wir seine Artikel zu Arno Schmidt in Ulm und der Gruppe 47 in Ulm empfehlen.
Nun hat er ein schönes Resümee der diesjährigen Literaturwoche verfasst und wir finden, dass er unsere Highlights sehr treffend beschreibt – nachzulesen auf Con=Libri und hier:
„Die Literaturwoche Ulm ist gelungener Gegenentwurf zu kommerziellen “Literatur-Festivals”, die ausschließlich auf prominente Namen und aktuelle Bestseller-Titel setzen. Der Nische, dem Besonderen wird hier Bühne und Forum geboten. Dabei schließen sich Anspruch und Zuspruch keineswegs aus. Es kommen Menschen zusammen, die an ernsthaftem, deshalb nicht weniger unterhaltsamen Austausch über Literatur, Autoren, Verlage und den Buchhandel interessiert sind. Zudem ist es den Verantwortlichen gelungen ein Angebot mit einem sehr breiten Spektrum verschiedenster Ausdrucksformen auf die Beine zu stellen. Ein reizvolles Konzept mit Zukunft.“
>> Hier weiterlesen …

 

25. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Zwischen Hesse, Lenin und Handke: Ein Abend mit dem Mirabilis-Verlag

Freitag, 26. Juni 2015, 19:30
Zwischen Hesse, Lenin und Handke: Ein Abend mit dem Mirabilis-Verlag
Ort: aus der Begegnung, Ulm, Grüner Hof 7, 89073 Ulm
Es liest Dieter Sander
Piano: Johanna Sander
Moderation: Florian L. Arnold

Dieter Sander arbeitete als Toningenieur für den WDR, unter anderem im Frankreich-Studio in Paris mit Peter Scholl-Latour. Er hatte eine eigene Filmproduktion, Cinta-Film, und erhielt seine fotografische Ausbildung bei Prof. L. Fritz Gruber. Er fotografierte u. a. bei der Entstehung des Films „Chronik der laufenden Ereignisse“ von Peter Handke. Bei seinen Reisen durch die Welt lernte Dieter Sander außergewöhnliche Menschen kennen: Schauspieler, Musiker, Bildhauer, Maler, Literaten und Politiker – und eben auch Fritz Picard, den Gründer der legendären Buchhandlung „Calligrammes“ in Paris. Er stellt uns sein Buch über Fritz Picard vor.
Verlegerin Barbara Miklaw spricht über ihren ungewöhnlichen Verlag, der Preziosen wie dem Buch Dieter Sanders eine Heimat gibt.

 

24. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Beitrag zum Abend mit Verleger Jörg Becken

Marco Kerler, Autor, schrieb uns eine schöne Reminiszenz an den lebhaften Abend mit Verleger Jörg Becken.
Nachzulesen auf der Seite BEITRÄGE.

 

23. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Literalottofotos!

Nun haben wir von Jan Eiden ein paar schöne Fotos vom Literalotto-Spezial-Abend im Café Animo bekommen. Nicht nur unsere Gäste und Literalottopaten werden sich über diese Erinnerung freuen: Fotos der Literaturwoche Ulm 2015

 

22. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Teatro Caprile: Von Dienstfischen und Wassertrompetern
am 21. JUNI 2015, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Ulm

Ein großartiger Theaterabend in der Stadtbibliothek Ulm mit dem „Teatro Caprile“!
Fotos vom Abend finden Sie hier: L I N K

 

20. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015:
Teatro Caprile: Von Dienstfischen und Wassertrompetern
am 21. JUNI 2015, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Ulm

Zur „Literaturwoche Ulm 2015“ gastierte das Wiener „Teatro Caprile“ mit einer furiosen Revue der skurrilen Szenen von Fritz von Herzmanovsky-Orlando. An zwei Abenden spielte das Ensemble seine überaus gelungenen Umsetzungen der Theaterstücke, Szenen und Fragmente des Wiener Schriftstellers, der 1954 in Meran starb und zu Lebzeiten nur einen Roman veröffentlichen konnte.

Fritz von Herzmanovsky-Orlando, geboren 1877 in Wien; war nach dem Studium einige Zeit als Architekt tätig, bevor er sich ganz dem zeichnerischen und literarischen Schaffen zuwandte. 1904/05 lernte er seinen dann lebenslangen Freund Alfred Kubin kennen und fand in München Anschluss an den Kreis der „Kosmiker“ um Karl Wolfskehl, Ludwig Klages und Alfred Schuler. Herzmanovsky-Orlando arbeitete 1904/05 als angestellter, danach als selbständiger Architekt. 1911/12 gab er wegen schmerzhafter chronischer Nierentuberkulose seinen Beruf auf. Da er von Haus aus finanziell unabhängig war, lebte er von da an als Privatier für die Kunst, zeichnete, sammelte, restaurierte und schrieb.

„Tarockanien“ hieß Torberg, als Parallelaktion zu Musils „Kakanien“, das Atlantis Herzmanowskys; beim Autor selber hieß es „Tarokei“, nach dem in Österreich hochgeschätzten Kartenspiel. In dem Land geht die Wonne nicht unter, wohl aber Verkehrsgerät: Zum Beispiel können „bedeutende Schnellzugslinien, deren Expresse unter Pomp, Gestank und Donner von irgend einer Grenzstation abgelassen werden, im Innern dieses Landes nach kurzer Zeit spurlos versiegen, nachdem sie zuerst den Speisewagen durch irgendeinen geheimnisvollen Abschuppungsprozeß verloren haben“.
>> LINK zur Facebookseite

 

18. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Johann Martin Miller – ein Ulmer Barockdichter
19. 6. 2015, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Ulm

Im Rahmen der Literaturwoche 2015 findet in der Stadtbibliothek Ulm am Freitag, den 19. Juni um 19:30 ein ganz besonders ulmischer Abend für den Ulmer Barockdichter Johann Martin Miller statt.
Johann Martin Miller ist als Verfasser des seinerzeit größten Kassenschlagers nach Goethes „Werther“ bekannt. Seine Gedichte sollten den Sohn der Stadt Ulm zeitweise im ganzen deutschen Sprachraum bekannt machen, Kollegen wie Goethe oder Mörike beeinflussen und Miller einen Platz in der Literaturgeschichte verschaffen. Ihr Ton und ihre Poetik, und damit auch die des produktiven “Nonnenlieddichters” Miller, klingen noch in den Werken Goethes, Mörikes und der Gebrüder Grimm nach.

Literaturwissenschaftler Michael Watzka hat vor kurzem im Berliner Elfenbein Verlag erstmals dessen sämtliche Gedichte herausgegeben.
Eintritt frei.

Johann Martin Miller
Die Zufriedenheit

Was frag’ ich viel nach Geld und Gut,
Wenn ich zufrieden bin!
Gibt Gott mir nur gesundes Blut,
So hab’ ich frohen Sinn,
Und sing’ aus dankbarem Gemüt
Mein Morgen- und mein Abendlied.

 

17. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Jajaverlag in der Ulmer „Stiege“ zu Gast
17. 6.2015, 19:30 Uhr, freier Eintritt

JAJAverlag ist Kult, die „Machwerke“ – wie Verlegerin Annette Köhn ihre Bücher liebevoll nennt – sind grafische Schmuckstücke und mit zahlreichen Preisen gekürt. Und wenn sie für ein tolles Buch auch mal den finanziellen Ruin riskiert, gehört das zum Verlagsleben.
Das aktuelle Projekt „Tobisch“ von Joachim Brandenberg stellen wir vor und mit ihm viele funkelnde Jaja-Buchperlen.
Grafische Blätter und Auszüge aus “Tobisch” und anderen Jaja-Büchern sind ab 1. Juni (bis 1. Juli) in der neuen Tête-à-Tête Galerie Neu-Ulm zu sehen.
Die Stiege zeigt außerdem ab sofort grafische Blätter aus dem bei Jaja erschienenen Buch „This is not Uganda“ von Tine Fetz.
JAJA auf STIEGE: Annette Köhn und Joachim Brandenberg
Ort: Stiege Ulm (Treppenabgang an der Herdbrücke, Donaustraße Ecke Rosengarten in Ulm)

 

17. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Markus Hablizel zu Gast

„Heißen Sie wirklich so oder ist das ein Künstlername?“
Zugegeben: Hablizel ist schon ein sehr cooler Name für einen Verlag. Aber nicht ein erfundener. Der Verlag heißt so wie sein Macher und Markus Hablizel ist Überzeugungstäter. Nachdem er für „SPEX“ und für den Suhrkamp-Verlag gearbeitet hatte, stieß er auf den Roman „Skunk“ des amerikanischen Autors Justin Courter. Das Buch hatte noch keinen deutschen Verlag. Weil es Markus Hablizel so gut gefiel, ließ er es übersetzen und gründete einen Verlag. Fast hätte ihn das in den Ruin getrieben. Doch er fand einen Ausweg und heute ist sein Verlag eine der ersten Adressen, wenn es um „realistische Literatur mit einem Einschlag ins Fantastische“ geht. Zu den Autoren in seinem Programm gehören unter anderem Lars Popp, Wolfgang Frömberg, Peter Neitzke und Dietmar Dath – von dem Hablizel sagt: „Einer der besten deutschen Autoren der Gegenwart“.
In der „Schneiderei“ in Ulm erzählte Markus Hablizel zwei Stunden lang gut gelaunt vor einem interessierten Publikum von Autorenbegegnungen, von Verlegerträumen und aus der Verlagsszene.
Über diesen gelungenen Gesprächsabend hat Autor Marco Kerler (Ulm) einen ganz besonderen Beitrag verfaßt: LESEN

 

16. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015
Im Garten der Buchgelüste

5 Uhr morgens.
Noch ein paar Stunden Schlaf nach einem Literaturabend, der nachwirkt. Müdigkeit will nach so einem Abend einfach nicht eintreten.

Stefan Weidle (Weidleverlag) und Jörg Sundermeier (Verbrecherverlag) sprachen im Botanischen Garten über ihre Arbeit. Über Bücher, die man machen muß, selbst wenn alle wirtschaftlichen Aspekte dagegensprechen. Über das Entsetzen, das einen befällt, wenn Bücher als „Profit Center“ etikettiert werden. Sie sprachen über ihre Arbeit in der „Kurt-Wolff-Stiftung“, die sich für unabhängige Verlage und Buchhandlungen einsetzt. Sie sprachen über TTIP und wie dieses Konstrukt das Ende der Buchlandschaft inklusive aller etablierten Buchhandelsstrukturen aufzulösen droht.
Aber vor allem sprachen sie über Bücher. Schöne Bücher. Bücher, die man gemacht haben muß. Etwa das grandiose Buch „Donner über dem Meer“ von Heinrich Hauser, das Stefan Weidle als „tatsächlich die schönste Prosa, die ich jemals herausgeben durfte“ bezeichnet.

Er las einen kleinen Auszug aus dem Buch, eine nach Erde, Salz, Nässe riechende Verlockung in ein Irland im Dauerregen. Da ist ein Schriftsteller mit sich allein, muß allein sein, um einen Roman zu vollenden, der sich ihm verweigert. Dieser handelt von einem Mann und einer Frau, die sich in nächtlicher Großstadt begegnen. Er nimmt sie mit auf sein Zimmer, doch bevor er etwas über sie erfahren kann, muss er den Notarzt holen. Zugleich kämpft der Schriftsteller mit dem Land. Und fährt wütend aus der haut, weil er ein sterbendes Schaf nicht am Leben erhalten kann. Ein wortmächtiger, poetischer, emotional packender Roman, fragmentiert, in eindrückliche Szenen eines vagabundierenden Lebens in Irland verpacktes Statement. Es geht nicht darum, einen Roman zu schreiben. Es geht um die Gestalt der Welt, wie wir sie durch die Sprache erschaffen.
Stefan Weidle empfindet einen solchen Respekt vor dem Autor, daß er gerne eine ungewöhnliche Aufgabe übernahm: Er ist Erbe der Grabstelle Hausers und kümmert sich um deren Erhaltung: „Als es darum ging, daß das Grab in Dießen am Ammersee aufgelöst werden sollte, sträubte sich in mir alles. Also habe ich das Grab übernommen um es zu erhalten“.

Jörg Sundermeier las unter anderem aus dem Buch „Das Leseleben“ des 1927 geborenen Georgiers Giwi Margwelaschwili. Eine editorische Glanzleistung: Jedes der 1500 Exemplare dieses Buches ist einzigartig. In jedem sind die Texte und Illustra­tionen in neuer Reihenfolge miteinander kombiniert. Jedes Unikat ist fortlaufend nummeriert. Denn es geht um die Frage, wie die fiktionale Welt eines Buches entsteht. Wer führt das Leseleben? Der Lesende? Die Buchfigur – die auch ohne den Leser existiert und sich entwickelt. Oder am Ende gar die Buchstaben, etwa das „O“, das von zwei „T“s erdrückt wird?
Sundermeier sprach ebenfalls über Georg Kreisler. Der Verbrecherverlag publizierte das einzige Bändchen mit Lyrik des Wiener Satirikers. Interessante Fußnote: „Er hat verboten, daß aus diesen Versen Vertonungen gemacht werden. Er selbst wollte die Gedichte auch nicht vertonen“, erklärt Sundermeier. Kreisler war 83, als er seinen ersten Gedichtband mit Sundermeier vorstellte.

Zuletzt betrat als Gast der Verleger und Publizist Markus Hablizel die Bühne. Mit seinem Hablizel-Verlag setzt er fort, was Weidle und Sundermeier seit vielen Jahren verlegerisch umsetzen: Die Idee eines inhabergeführten Verlages, der von einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit von Autor und Verlag lebt. So entstehen richtig gute Bücher.

19:30 Uhr.
Der Abend beginnt.
45 Gäste im Gewächshaus des Botanischen Gartens, die noch nicht wissen, daß sie zweieinhalb Stunden lang gebannt an den Lippen der Verleger hängen werden.

15. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Heute abend im
Botanischen Garten der Universität Ulm
* bei jedem Wetter! *

HEUTE, Montag, 15. Juni, 19:30 Uhr lernen wir im Botanischen Garten der Universität Ulm die beiden Verleger Stefan Weidle und Jörg Sundermeier kennen. Stefan Weidle widmet sich mit seinem Verlag der Literatur der 20er und 30er Jahre und Übersetzungen fremdsprachiger Gegenwartsliteratur. Die Kunst erhält in Form von Kunstkatalogen einen Raum, sowie bei der Umschlagsgestaltung durch Künstler.
Jörg Sundermeier gründete seinen Verbrecher-Verlag, weil er vom manischen Leser zum Publizisten werden wollte.
Zwei herausragende Verlegerpersönlichkeiten unterhalten sich amüsant und unzensiert über Autoren, Buchmarkt und die Entdeckerfreude des Verlegers an wiederentdeckten Klassikern und Literatur der Zukunft.
Ein Überraschungsgast komplettiert die Gästeliste des Abends.

Montag, 15. Juni 2015, 19:30 Uhr  |  Verbrecherverleger und Entdeckerfreuden: Stefan Weidle und Jörg Sundermeier
Ort: Botanischer Garten der Uni Ulm, Gewächshaus
* Veranstaltung findet auch bei typischem Ulmer Wetter statt! *
Eintritt: 6 / 4 €
Facebook: LINK

Weidle & Sundermeier im Botanischen Garten Ulm am 15. 6. 2015 um 19:30 UHR

Weidle & Sundermeier im Botanischen Garten Ulm am 15. 6. 2015 um 19:30 UHR

 

14. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Worte von Marco Kerler zu „Schöne Aussichten“

Am 14. 6. waren wir in der vollbesetzten „Schneiderei“ in Ulm mit „Münch & Sauer“ zu Gast. Ein großartiger, politisch-satirischer Kabarettabend. Marco Kerler, Autor aus Ulm, hat seine Eindrücke festgehalten. Zu finden auf unserer „Beiträge“-Seite (LINK)
Wir freuen uns auch, daß Literaturblogger Jan Haag, dessen Seite CON=LIBRI wir einem aufmerksamen Blick empfehlen möchten, über den Abend der Arno-Schmidt-Gesellschaft schrieb. Auch diesen Text finden Sie in den „Beiträgen“.

 

13. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Schöne Aussichten
mit „Münch & Sauer“

Wer kann mit Worten und Formulierungen treffender arbeiten wie Kabarettisten?
Mitten ins Schwarze treffen mit ihrem querköpfigen Kabarett Hanna Münch und Heike Sauer. Sie lassen ihren Blick schweifen, nicht schleifen.
Morgen, 14. Juni um 19:30 Uhr im Café „Schneiderei“ in Ulm (Schillerstraße 1/4)

 

13. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Arno Schmidt
und „Applausordnung“

Bernd Rauschenbach und Susanne Fischer von der Bargfelder „Arno-Schmidt-Stiftung“ stellten die Korrespondenzen des eigenwilligen Autorengenies vor, die man im Buch “Und nun auf, zum Postauto!” nachlesen kann. Darin versammelt: Briefe von Arno Schmidt an Max Ames, Alfred Andersch, Max Bense, Gerda Berger, Walter Boehlich, Heinrich Böll, Jörg Drews, Heinrich Dröge, Heinz Jerofsky, Lucy Kiesler, Ernst Krawehl, Ernst Kreuder, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, Rudolf Walter Leonhardt, Jürgen Manthey, Wilhelm Michels, Else Murawski, Claus Nissen, Bernd Rauschenbach, Jan Philipp Reemtsma, Hans Riebesehl, Eberhard und Dorothea Schlotter, Clara Schmidt, Johannes Schmidt, Siegfried Unseld, A. Paul Weber, Hans Wollschläger u. a.
Wir erfuhren an diesem Abend, warum Arno Schmidt und Martin Walser nie mehr zu Freunden wurden und mit welch warmen Worten Schmidt seinen Kollegen Hans Wollschläger tröstete, als dessen Erstling von der Presse nur veralten aufgenommen wurde. Zuletzt auch eine interessante Fußnote: Schmidt, der sich immer wieder durch finanziell prekäre Situationen bringen mußte, bekam 1977 von Jan Philip Reemtsma das großzügige Angebot einer Unterstützung – wahlweise als monatliche Zahlung oder als Einmalzahlung. Schmidt bezog diese Förderung auf ein ganz spezielles Buchprojekt, den „Lilienthal“ – der auch in den letzten beiden Lebensjahren Schmidts nicht mehr aus dem Fragmentstadium herauskam.
Am Freitag, 13. 6. las Bernd Rauschenbach aus seinem eigenen Prosawerk „Applausordnung“ – der Mensch als Tier, das auftritt.
[TEXT: Arnold]

>> Und nun auf, zum Postauto! Suhrkamp Verlag 2013. 296 Seiten. ISBN 978-3-518-80370-7

 

10. 06. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – Eröffnung mit Tex Rubinowitz

Dünn, quirlig, mit lebendig blitzenden Augen und erstaunlicher Gestik gesegnet ist dieser Tex Rubinowitz, 1961 geborener Wahl-Wiener und Sieger des renommierten Bachmannpreises 2014 in Klagenfurt. Zur Literaturwoche Ulm 2015 hatte sich Initiator Florian L. Arnold diesen Autor und Zeichner als Eröffnungsgast gewünscht; ein Wunsch, der nun in der Museumsgesellschaft Ulm in Erfüllung ging. Wortreich, mit voluminöser Gestik und eindrucksvoller Mimik, hielt es den Mann nicht auf dem bereitgestellten Stuhl. Um sich in dem von Neugierigen überfüllten Saal der Museumsgesellschaft Ulm Gehör zu verschaffen, stieg Rubinowitz auf einen Stuhl – und blieb fast den ganzen Abend über dort. Er ließ keinen Platz für Eröffnungszeremonien, Formalitäten, Konventionen. Man kann es ihm nicht verübeln: Als Autor, Zeichner und Musiker hat schließlich seinen Ruf als Außenseiter und charismatischer Unangepasster zu verteidigen. Das ist ein Fulltime-Job mit einem Bachmann-Preis in der Tasche, 53 wechselvollen Jahren auf dem Buckel und einer ehrenden Ausstellung im Wiener Museum „Leopold“.

Aus seinen Büchern „Irma“ und „Die Sieben Plurale von Rhabarber“ las der Autor ein wenig vor. Wenig. Lieber erzählte er Schnurren und Anekdotisches rund um die Entstehung der Bücher, machte Witze und Wortspiele; wenn Rubinowitz auf der Bühne steht, sollte man besser auf alles gefasst sein. Ein paar mag es gegeben haben, denen der Abend nicht gefiel. Das Gros der Gäste wußte den unkonventionellen und begabten Erzähler freilich zu schätzen, der zuletzt fleißig Bücher signierte oder mit kleinen Zeichnungen verzierte.
Beispiele seiner Begabung als Karikaturist und Cartoonist zierten die Wände der Museumsgesellschaft – zu sehen sind diese mit klarem Strich skizzierten Cartoons bis 1. Juli im Foyer der Ulmer Stadtbibliothek unter dem Titel „Wollen wir uns Nichtduzen?“ (LINK)

Bei der Literaturwoche Ulm, die sich über fast drei Wochen erstreckt, wird es um die kleinen, um die unabhängigen Verlage gehen, denn: „Diese Verlage veröffentlichen Literatur noch, weil sie an die Literaten glauben, und nicht an den Profit.“
[TEXT: Arnold]

>> Presse-Spiegel

 

30. 05. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – die Ausstellungen

Literatur gewinnt immer durch das schön gestaltete Buch. So legen wir bei der diesjährigen Auflage der Literaturwoche auch Wert auf kleine Präsentationen schöner buchgrafischer Werke.
Ab 1. Juni sind in der Neu-Ulmer TAT-Gallery Arbeiten und Bücher des innovativen und verspielten Jajaverlags zu sehen. Die Eröffnung findet am 1. 6. um 19 Uhr statt. Die Bücher kann man bei Jastram (Schuhhausgasse, Ulm) erwerben – und findet dort auch eine Reihe amüsanter Kleinigkeiten und Non-Book-Gags von Jaja.

Ab dem 3. Juni zeigt das Café Schmizz am Judenhof in Ulm eine Auswahl von Thomas-Pynchon-Zeichnungen des Zeichnergenies Max Häring aus Giengen. Härings Zeichnungen spinnen die psychedelisch-bildmächtigen Welten des mythischen amerikanischen Autors kongenial weiter – wir freuen uns, daß der Künstler in die Bresche der Ausstellung mit Werken des Klakverlags springt und uns seine unnachahmliche Kunst zum Buch zeigt. (bis 10. 7. 2015).
>> FLYER zum Download

Nicht zuletzt wird die schon zum Eröffnungsabend gezeigte Cartoonkunst von Tex Rubinowitz ab 11. Juni im Foyer der Stadtbibliothek Ulm zu sehen sein. Rubinowitz‘ Figuren sind scheinbar einfach gezeichnet – aber hinter der klaren Linie und den lakonischen Sprüchen verbirgt sich saftige Satire und melancholischer Wahnwitz!

 

14. 05. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – das Programm

Die Literaturwoche Ulm wirft einen Blick auf kleine und unabhängige Verlage.
Was passiert dort, wo Verleger und Autoren noch ganz nah zusammen arbeiten?
Wer sind die Literaturmacher und -klassiker von Morgen?
Mit unseren Kooperationspartnern stellen wir ungewöhnliche neue Autoren und Verleger, eigenwillige Verlagsprogramme und Wortkünstler vor.
LINK zum Flyer (ISSUU)

 

Übersicht

Di., 09. Juni, 19:30 Uhr,
Eröffnung – mit TEX RUBINOWITZ
Eröffnung der Ausstellung mit Zeichnungen von Tex Rubinowitz
Museumsgesellschaft Ulm

Do., 11. Juni, 19:30 Uhr
Ein Abend für Arno Schmidt – mit Bernd Rauschenbach und Susanne Fischer,
Kulturbuchhandlung Jastram

Fr., 12. Juni,
Ein Abend mit Bernd Rauschenbach
19:30 Uhr, Kulturbuchhandlung Jastram

So., 14. Juni,
„Schöne Aussicht“: Literaturkabarett, 19:30 Uhr,
Café „Schneiderei“

Mo., 15. Juni, 19:30 Uhr
Stefan Weidle und Jörg Sundermeier,
Botanischer Garten der Uni Ulm

Di., 16. Juni, 19:30 Uhr,
Hablizel: small parts isolated and enjoyed,
Wiley-Kiosk, Neu-Ulm

Mi., 17. Juni, 19:30 Uhr,
Jaja auf Stiege,
Stiege Ulm

Do., 18. Juni, 19:30,
LiteralottoSpezial mit Markus Hablizel, Birgit Böllinger und Josef Feistle
Café ANIMO!

Fr., 19. Juni, 19:30 Uhr
Johann Martin Miller,
Stadtbibliothek Ulm

Sa, 20. Juni, 20 Uhr
Brett im Schtoi, Pfaffenhofen a. d. Roth:
Teatro Caprile: Wassertrompeter und Dienstfische

So., 21. Juni, 19:30 Uhr
Teatro Caprile: Wassertrompeter und Dienstfische 2,
Stadtbibliothek Ulm

Di., 23. Juni, 19:30 Uhr
KLAK-Verleger Jörg Becken,
Griesbadgalerie

Fr., 26. Juni, 19:30 Uhr
Dieter Sander & Mirabilis Verlag
Haus der Begegnung Ulm

 

 

29. 03. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – die Mitwirkenden, Teil 1

Folgende Stationen werden unsere diesjährige Entdeckungsreise in die Welten unabhängiger Verlage begleiten:
– Museumsgesellschaft Ulm
– Griesbadgalerie Ulm
– Stadtbibliothek Ulm
– „Stiege“ Ulm
– Botanischer Garten der Universität Ulm
– Kulturbuchhandlung Jastram
– Wiley-Kiosk, Neu-Ulm

Wir freuen uns, daß folgende Verlage bislang zugesagt haben:
Mirabilis-Verlag
Jaja-Verlag
Hablizel-Verlag
Weidle-Verlag

Unser Eröffnungsgast am 9. Juni ist Tex Rubinowitz, der über seine Tätigkeiten als Autor und Karikaturist schreibst und uns seinen neuen Roman IRMA vorstellen wird.

 

29. 01. 2015 ///////////

Literaturwoche 2015 – mit TOBISCH!

Der Berliner Jaja-Verlag von Annette Köhn wird uns bei der Literaturwoche 2015 die Ehre geben – nachdem wir 2014 wegen der übermächtigen „Konkurrenz“ durch das Fußball-WM-Finale zurücksteckten. Zu den Dingen, auf die wir uns sehr freuen, gehört auch das neueste Jaja-Werk, der Tobisch. Anette besucht uns im Juni mit vielen neuen Büchern und einem fabelhaften meisterlichen Comicwerk: Tobisch – gezeichnet von Joachim Brandenberg.

Man nehme: Eine alte Kurzgeschichte des virtuosen O. Henry, einen talentierten und gewieften Comic-Autor mit seinen modernen Werkzeugen der Bildbearbeitung, sowie viel Rafinesse und Sorgfalt. Und man bekommt: Eine Literaturadaption in Form einer ästhetisch geradezu überrealistischen Graphic Novel.
Die Geschichte handelt vom deutschen Einwanderer Tobisch, der auf der Suche nach seiner verschollenen Verlobten die ganze Stadt mit handgezeichneten und ausführlichen Steckbriefen tapeziert.
Über die wird Johann, ein weiterer Einwanderer aus Deutschland auf Tobisch aufmerksam und nimmt sich seiner an. Er versucht ihm zu helfen, aber auch von seinen Sorgen abzulenken, was bei dem durchweg manisch wirkenden Tobisch nicht recht gelingen will. Die beiden geraten in einen Strudel der Ereignisse, von einem Besuch auf Coney Island, über die Prophezeiung einer Wahrsagerin, neuer Bekanntschaften mitsamt Verständigungsproblemen und konträren Beweggründen, bis schließlich Tobisch seine Geschichte selbst zu Ende dichtet.

AKTUELL sucht dieses großartige Projekt noch Unterstützer auf STARTNEXT – wir bitten euch, nehmt diese Möglichkeit einer Unterstützung ernst und helft, ein einmaliges Comicbuch in die Welt zu bringen!

TOBISCH-Video

 

14. 01. 2015 ///////////

LiteraLotto startet!

Am 16. Februar startet in der Ulmer „Kulturbuchhandlung Jastram“ (LINK) das neue Literatur-Mitspielformat LiteraLotto. Mehr aktuell auf der Blogseite und auf Facebook.

 

 

04. 12. 2014///////////

Ideensammeln für 2015, Teil 2 – ein Gast aus Wien …

Wir sind mitten in der Planung für die nächste Literaturwoche und freuen uns, schon mal die Eröffnung am 9. Juni 2015 mit einem ganz besonderen Gast bekannt geben zu können: Tex Rubinowitz wird uns in Ulm die Ehre geben, als Autor und Karikaturist. Tex Rubinowitz, der in Hannover geboren wurde und in Wien lebt, hat den 38. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Seine „wilde, schöne und sehr seltene Liebesgeschichte“ mit dem Titel „Wir waren niemals hier“ überzeugte die Jury in Klagenfurt – die humorige Texte traditionell eher nicht in die engere Auswahl läßt.

Seine Cartoons erscheinen unter anderem im Wiener Stadtmagazin Falter, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und im Satiremagazin Titanic. Er veröffentlichte zahlreiche Texte im Blog „Riesenmaschine“.

Na, das geht doch schon gut los …

Euer Literaturwoche Ulm-Macher Florian L. Arnold

 

06. 09. 2014///////////

Ideensammeln für 2015 – die nächste Literaturwoche gewinnt Form

Dieses Jahr ließen wir uns wenig Zeit – die nächste Literaturwoche wird dafür um so ruhiger geplant. Und doch haben wir schon die ersten Ideen auf dem Tisch und freuen uns, daß mit der Stadtbibliothek Ulm ein weiterer Kooperationspartner gefunden ist. Wieder werden wir mit der „Stiege Ulm“ und dem Theater Neu-Ulm zusammenarbeiten, und auch für den Spielort „Botanischer Garten der Universität Ulm“ formieren sich gerade konkrete Ideen.

Ein paar schöne Meldungen unserer diesjährigen Teilnehmer möchte ich an dieser Stelle gerne weitergeben: Der Würuburger Stellwerck-Verlag hat es geschafft und die Villa „Jungnickl“ anmieten können, um dort ab kommendem Winter Lesungen, Poetry-Slams und auch Performances und Ausstellungen anbieten zu können. Eine tolle Initiative, die Nachahmer finden sollte! LINK

Am 9. Oktober findet auch wieder unser CHAOSLESEN statt. LINK
Das haben wir mit Autorin Renate Hartwig ein „lebendes Gästebuch“, das sich vor Kontroversen und Krisen nicht scheut und als die „Mutter Courage“ unter den deutschen Sachbuchautor(inn)en gilt.
Am 6. November und am 4. Dezember steigen dann die Chaoslesen-Ausgaben im letzten Quartal. Wer mehr erfahren möchte, schaut bitte immer wieder mal auf dieser Seite und auch auf der Facebookseite der Literaturwoche nach!

 

Rückblick: Literaturwoche 2014

Buchpremieren bei der Literaturwoche

Autor Axel Roitzsch, Preisträger des LiteraturUpdate und Autor u. a. beim Stellwerck-Verlag, wird am 3. Juli exklusiv Vorpremiere seiner Novelle „Der Redner“ feiern (erscheint 14.07.2014 bei Stellwerck).
Als Ort für diese Buchpremiere haben wir uns die STIEGE Ulm ausgesucht. Ein Ort öffentlicher Kunst-Interventionen und derzeit die originellste Open-Air-Bar im Kreis.
An diesem Abend wird auch Autorin Pauline Füg lesen – nachdem sie am Nachmittag ihren Schreibworkshop in der Griesbadgalerie angeboten hat! Und wir hören von Verlegerin Christine Ott (Stellwerck-Verlag), warum das Verlegen dieser Tage so besonders lohnenswert ist!

Analoge Gegenwelten

Josef Feistle, Künstler, Schriftsteller, Fotograf, Kunstpädagoge und wahrscheinlich noch eine ganze Menge mehr…, wird uns am 22. JUNI (19 Uhr) die Ehre geben. Der Weißenhorner hat viele Talente. Allen voran das intelligente Unterhalten und das Transportieren tiefsinniger Gedanken, und zwar durch die Hintertür. Wer ihn einmal live erlebt hat, will mehr.
Das sympathische Multitalent lebt in einem selbst restaurierten und denkmalgeschützten Haus und schreibt als Autor seine Werke mit der klassischen Schreibmaschine und verweigert sich konsequent der modernen Technik. So besitzt er weder Computer noch Handy, wahrscheinlich auch keine Mikrowelle. Seine Bücher verkauft er auch an keinen kommerziellen Verlag, sondern gibt sie in Zusammenarbeit mit dem Weißenhorner Heimatmuseum heraus.
Auf FREE FM kann man ihn schon mal hören: LINK

Piefkes mit Palmenblick & Meister der komischen Kunst

Der Verlag Antje Kunstmann aus München spielte mit „Der kleine Erziehungsberater“ auf der Klaviatur einer gebeutelten Generation und zelebrierte Sprachwirrnisse mit dem köstlichen Erzählband „Der weiße Neger Wumbaba“. Wofür aber dieser Münchner Verlag besonders bekannt ist – zu recht – das ist die großartige Serie „Die Meister der komischen Kunst“.  Einige dieser Meister der Komischen Künste stellen bei der Kulturbuchhandlung aus – und werden mit Originalarbeiten dabei sein, die man käuflich erwerben kann. Wer ist dabei? ATAK, Hauck & Bauer, Arezu Weitholz und Wolf Erlbruch.

Am 7. Juli wird es im botanischen Garten Literaturtheater geben: Mit Blick auf das Palmenhaus raunzen, granteln und „filoschofiern“ Walter Baco und Florian L. Arnold. Wagemutiges und Wahnwitziges zwischen Literatur und Theater, Improvisation und Sinndrechselei. Wir hoffen auf gutes Wetter, so daß wir „Open Air“ spielen können – und den Zuhörern und -schauern nicht die Puste ausgeht.

Unerwartete Gäste und Momente

Und dann ist er da, dieser Moment, wo sich Zufall und Wunsch kreuzen: Samy Wiltschek empfahl mir im Frühjahr das neue Buch von Silvia Trummer – Vierhändig (Wolfbach). Eine aus kurzen Passagen von Lyrik und Prosa gesponnene Elegie auf eine verschwundene Kindheit. Hinreißend knapp, bildreich, poetisch tief.
Ende Juni dann die überraschende und erfreuliche Nachricht, daß die Autorin ihr Buch am 1. Juli zur Spezialausgabe der „Ersten Seite“ vorstellen wird.

Und auch eine weitere Perle verlegerischer Arbeit können wir an diesem Abend kredenzen: Dieter Sanders (bei Mirabilis erschienenes) Buch „Fritz Picard – Ein Leben zwischen Hesse und Lenin“ – eine Schatzkiste für Literaturliebhaber, in der sich Namen wie Herrmann Hesse, Erich Mühsam, Walter Mehring und Else Lasker-Schüler finden. Allesamt Freunde dieses Fritz Picard.

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