Autor: humankapitalisten

„LiWo“ 2021: Vielfalt der unabhängigen Verlagsszene

„LiWo“ 2021: Die reiche Vielfalt der unabhängigen Verlagsszene

Ein Fest für alle Sinne, für Augen, Ohren, aber vor allem aber für den Verstand: Dies verspricht sie erneut zu werden, die Literaturwoche Donau. Im Grunde sind es über zwei Wochen, bei denen die unabhängige Literatur aus ganz besonderen Verlagen in der Donaustadt im Mittelpunkt steht. Von Samstag, 31. Juli bis Dienstag, 17. August erwartet Sie ein Programm, das einen Mix aus Bekanntem und Neuem, Debütantinnen und „alten Hasen“, ernster Literatur und feiner Lyrik, schrägen und schwarzhumorigen Texten und mitreißenden Performances bietet. Wir bieten eines der ganz wenigen Literaturfestivals, die sich nicht auf die großen Namen des „Buch-Business“ und marktführender Verlage stützen, sondern die ganz bewusst die reiche Vielfalt der unabhängigen Verlagsszene feiern.

Zu diesem Zweck wurde das Festival 2013 als Teil einer Literaturreihe in der Ulmer „Griesbadgalerie“ ins Leben gerufen, und bis heute lockt die „LiWo“ mit ihren außergewöhnlichen Lesungen an außergewöhnlichen Orten – selbst der Turm des Ulmer Münsters wurde dafür bestiegen – mehr und mehr Publikum an.

Alles draußen

Der Situation angepasst werden wir uns in diesem Jahr unter freiem Himmel aufhalten. Somit wird es auch eine Reihe neuer Orte zu entdecken geben: Für den Eröffnungsabend mit dem „Singenden Tresen“ etwa werden wir im Zusammenspiel mit dem Ulmer „Gleis 44″ die „Reithalle“ erobern. Für weitere Abende sind wir (im Rahmen von „Stürmt die Burg“) zu Gast in der fabelhaften Kulisse der Ulmer „Wilhelmsburg“. Mit Walle Sayer und seinem Verleger Hubert Klöpfer etwa werden wir auf dem Dach des „Kehlturms“ (im Areal der Wilhelmsburg) zusammenkommen. Weitere spannende Orte sind der Kulturhotspot „Cabaret Eden“ bzw. der „Lustgarten“ in der Ulmer Karlstrasse und das Kulturzentrum Roxy. Dort feiern wir unter freiem Himmel den Abschlussabend mit der umwerfenden Nora Gomringer samt Band: Unverzichtbar dieser rasante Abend zu, mit und über Dorothy Parker. Mit „Peng Peng Parker“ widmen sich Gomringer und ihre Musiker der 1893 geborenen und 1967 in New York gestorbenen Dichterin, Dramatikerin und Werbetexterin Dorothy Parker, die sowohl für ihre messerscharfe Zunge als auch für ihren enormen Alkoholkonsum bekannt wurde. Sie schrieb über die Liebe und das Leben, seufzend und lachend, immer trinkfest. Das New York der 1920er Jahre ist ohne sie undenkbar.

Freuen Sie sich auf einen Mix aus Bekanntem und Neuem, Debütant*innen und „alten Hasen“, Wieder- und Neuentdeckungen, Schönes und Schräges, Heiteres und Ernstes, kurzum: gute Literatur mit hochkarätigen Gästen aus der unabhängigen Literaturszene. Kommen Sie, bringen Sie Freunde*innen mit, feiern Sie mit uns das gute Buch aus den unabhängigen Verlagen.

 

EINTRITT: Kultur ist uns etwas wert. Viel wert. Jeder soll unsere Abende besuchen können, unabhängig vom Einkommen. Darum sagen wir: PAY WHAT YOU CAN! Gib, was es Dir wert ist und was der Geldbeutel erlaubt. Niemand soll aussen vor bleiben.

SCHLECHTWETTER-REGELUNG: Sollte das Wetter nicht mitspielen, werden wir im CABARET EDEN, Karlstraße 71, sein. Da dort nur eine begrenzte Platzanzahl im Innenraum zur Verfügung steht, bitten wir um rechtzeitiges Eintreffen (Keine Platzgarantie, keine Reservierung möglich!). Zu Aufführungen in Innenräumen bitte immer einen tagesaktuellen Corona-Test vorzeigen!
Weitere Informationen, insbesondere zu den geltenden Regelungen Corona betreffend, Details zu den Abenden finden Sie auf unserer Website: literatursalon.net   Literaturwoche Donau 2021.

Ihre: Florian L. Arnold & Rasmus Schöll

P.S.: Die „Literaturwoche Donau“ wird seit 2013 ehrenamtlich organisiert und präsentiert vom „Literatursalon Donau“ in Zusammenarbeit mit der Aegis Buchhandlung und dem Topalian & Milani Verlag. Wir können das Festival ermöglichen dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Ulm und die Museumsgesellschaft Ulm sowie die Beiträge unseres Fördervereins. Wenn Sie auch zukünftig ein Festival der Literatur für Ulm und Umgebung genießen möchten – unterstützen Sie uns gerne. Werden Sie Fördermitglied im Literatursalon Donau e. V.

So können wir weiterhin Ungewöhnliches, Übersehenes, Unentdecktes auf Ihren literarischen Speiseplan setzen!

Erinnerung: Lesung mit Alexander Häusser am 4. 10. 2020

„Und jetzt? Zur Adresse Deine Vaters? Sie ist etwas außerhalb von Bergen“ sagte Lemskos.Edvard blickte zum Timetable.
„Nein, es ist vorbei.“
„Vorbei? Du willst die Suche beenden, kurz vor dem Ziel?
„Es spielt keine Rolle mehr. Ich weiß jetzt genug über meinen Vater.“
Edvard drückte Lemskos Hand.
„Danke, Isak. Danke für alles!“
Hamburg Departure.‘ Es muss noch einen Platz geben, dachte er, es muss.‘“

Wir sprechen am kommenden Sonntag, 4. 10. 2020 um 17 Uhr in der Theaterei Herrlingen mit Alexander Häusser („Zeppelin“, „Memory“) über seinen neuesten Roman – und mit seinem Verleger Günther Butkus (Pendragon Verlag) über den besonderen „Sound“ seines Autors.
Ein Autor vom Schlage der Christoph Meckel und Klaus Böldl – also der Großen Stillen im Land. Ein Schriftsteller, dessen Arbeiten konsequent versammeln was wirklich bedeutende Literatur ausmacht: Genauigkeit, Beharrlichkeit und die Weigerung, sich vorschnell zufrieden zu geben.

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Beitrag auf „Deutschlandfunk Kultur“

„Langsam, in Bildern von beeindruckender Präzision und Schönheit, beschreibt Häusser die Reise seines Helden ins ferne Norwegen. Eingeflochten werden betörende Erinnerungssequenzen an den jugendlichen Edvard von einst, dem quasi über Nacht die ihn überfordernde Rolle des Familienoberhaupts zuwuchs – alleine und schutzlos den Launen und Ängsten der Mutter ausgesetzt.“

Heute: LiteraturKlassiker im Winter – mit dem Lilienfeld Verlag

LiteraturKlassiker im Winter #1: Ein Abend mit Lilienfeld
14.11.2019 –  19:30 Uhr
Mit Axel von Ernst
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: 28 Plätze vorhanden – Bitte Karte bei Aegis reservieren!

Wir eröffnen unser kleines Festival der „LiteraturKlassiker“ mit einem fröhlichen Plausch: Axel von Ernst, Verleger und Kopf beim fabelhaften Lilienfeld Verlag, stellt uns die schönsten Neu- und Wiederentdeckungen seines Verlages vor. Da gibt es viel Schönes, von Franz Hessel über Edward Gorey bis Julio Cortázar.
Der Lilienfeld Verlag kümmert sich um „junge Literatur aus alten Tagen“, um Texte, die von zeitloser Qualität sind, aber schon lange nicht mehr aufgelegt wurden oder – im Fall fremdsprachiger Literatur – trotz ihrer Bedeutung nie den Weg in die deutsche Sprache gefunden haben. Die Bücher sind liebevoll gestaltet und ausgestattet, die bibliophilen Halbleinenbände der Reihe Lilienfeldiana heben Bücher aus diem Meer des Vergessens: „Wir wollen sie bergen und in ihrem vollen Glanz präsentieren.“

Blick ins Lektorat (Copyright: Lilienfeld Verlag)

Im Lilienfeld Verlag erscheinen seit 2007 Bücher, die liebevoll gestaltet und ausgestattet sind. Zu einem beliebten Markenzeichen des Verlages sind insbesondere die bibliophilen Halbleinenbände der Reihe Lilienfeldiana geworden. In der ersten Vorschau hieß es: „Es gibt natürlich ein wahres Meer an Büchern, das nicht von uns durch ein paar Tropfen weiter aufgefüllt zu werden brauchte. Aber unser Lilienfeld Verlag ist weniger eine zusätzliche Quelle, sondern eher eine Nussschale mit schwerem Bergungsgerät: Wir wollen vor allem Bücher aus diesem Meer heben, weil sie einmal darin untergegangen sind und nun schon zu lange dort als Schätze ruhen. Wir wollen sie bergen und in ihrem vollen Glanz präsentieren.“

Der Lilienfeld Verlag kümmert sich also hauptsächlich um „junge Literatur aus alten Tagen“, um Texte, die von zeitloser Qualität sind, aber schon lange nicht mehr aufgelegt wurden oder – im Fall fremdsprachiger Literatur – trotz ihrer Bedeutung nie den Weg in die deutsche Sprache gefunden haben. Das Motto heißt noch heute: „Ausgraben, Bewahren, Wiederdraufzeigen und Entdecken.“

 

Verlagsabend Edition Monhardt & Lesung Marcus Hammerschmitt

Wir laden ein, einen ganz ungewöhnlichen Verlag mitsamt Verleger und Autor kennen zu lernen.

Verlagsabend Edition Monhardt
& Lesung Marcus Hammerschmitt

Fr., 27. September 2019, 19:30 Uhr
Ort: Aegis Literatur Buchhandlung, Ulm

Bibliophile Bücher stellt Stefan Monhardt in seinem Berliner Verlag her, so stellt er seine Edition selbst vor:
„Kurze Prosa, Lyrik, Essay, Reportage, Übersetzungen in zweisprachigen Ausgaben. Bücher, die ich für notwendig halte. So gestaltet, wie sie in meinen Augen aussehen sollten. Für die, die sich davon berühren lassen wollen. Ab sofort und so weit die Füße tragen. Ich wäre ein verdammter Narr, wenn ich’s nicht täte!“
Heute abend stellt uns der Verleger seine Bücher vor und hat Autor Marcus Hammerschmitt dabei.

An diesem Abend begleitet ihn Marcus Hammerschmitt, der aus seinem Lyrikband Der Brief des Nachtportiers lesen wird. Marcus Hammerschmitt, 1967 in Saarbrücken geboren, hat Philosophie und Germanistik studiert. Heute lebt er als Schriftsteller, Journalist und Fotograf in Tübingen. Er schreibt Romane, Erzählungen, Essays, Gedichte. Bislang hat er neunzehn Buchpublikationen vorgelegt, zuletzt: Waschaktive Substanzen (Edition Monhardt 2016). Der Brief des Nachtportiers ist sein erster Lyrikband.

https://monhardt.de/produkt-kategorie/buecher/

Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: Aegis Buchhandlung Ulm, Breite Gasse 2.
28 Plätze verfügbar, bitte reservieren!

 

Literatur an außergewöhnlichen Orten

Die Literatur an außergewöhnlichen Neu-Ulmer Orten ist ein Erlebnis nicht nur für Literatur-Fans.

Lesungen finden üblicherweise in Bibliotheken oder Buchhandlungen statt. Die Stadt Neu-Ulm begibt sich mit ihren Lesungen an Orte, die bisher nicht mit Literatur in Verbindung gebracht wurden. Denn: Lesungen gehen auch anders. Das möchte die Stadt Neu-Ulm mit ihrer besonderen Literaturreihe anlässlich des Stadtjubiläums beweisen. Was macht die erste Neu-Ulmer Stadtschreiberin beispielsweise in einer Fahrzeughalle? Ein Werkstattgespräch! Was sonst?! Hierbei liest sie zwischen Hebebühne und Altölfaß aus ihren bisherigen Werken und stellt ihre Arbeit vor. Auf einem Schiff, genauer dem Ulmer Spatz, wird von Reisen in ferne Länder geträumt. Ein Abend in der Grundschule Weststadt widmet sich Eduard Ohm und den „Augenblicken einer Stadt“ und in der Aussegnungshalle des Neu-Ulmer Friedhofs reist man „Um die Welt“.

 

Donnerstag, 29. August 2019, 19.30 Uhr:
Sehnsuchtsorte. Ein Abend mit Leopold Federmair.
Gäste: Autor Leopold Federmair (Japan), Musik: Elisabeth Haselberger (Flöte)

Veranstaltungsort: Ulmer Spatz  (Schiff der Lebenshilfe Donau-Iller, Anlegestelle Friedrichsau, Böfinger Halde)
Anmeldung unter: a.gmehlin@neu-ulm.de oder Telefon: (0731 / 7050-2001).

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