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Literaturwoche Donau, Abend 6: Zurück zum Menschen. Im GOLD (Neu-Ulm)

15. 7. 2022, 19:30 Uhr
Zurück zum Menschen! Philosophie am Abend  
mit Dr. Martin Böhnisch 
+ Konzert „Gib & Gerda“ etwa 21 Uhr
Ort: Das Gold, Neu-Ulm, Augsburger Strasse 53
Eintritt: 8 € – zugunsten der Arbeit und des Erhalts des GOLD

Die Aufklärung brachte uns den Menschen und schuf ihn gleichzeitig wieder ab. Zu groß waren die Ansprüche an die menschliche Vernunft:  das Rationale triumphiere über das Emotionale, das scheinbar Hohe über das scheinbar Niedrige, die Freiheit über die Natur, die Kooperation über die Macht. Krummes Holz – das wusste bereits Kant – wird nicht gerade. Und doch wollen wir den Glauben daran nicht aufgeben und beschwören angesichts der Katastrophen den vernünftigen Menschen. Und während sich die ersten klugen Köpfe auf den Weg machen, hinkt der Rumpf hinterher. Haben wir eine Alternative? Wie lassen sich Hirn und Herz nun letztlich zusammenbringen? Oder lassen wir diese doch für die Aufklärung entscheidende Trennung hinter uns und wenden uns wieder dem Hirn- und Herzlosen zu? Wer Lust und Zeit hat, darüber weiter nachzudenken, ist herzlich eingeladen.

Ab etwa 21 Uhr: Konzert Gib & Gerda
Martin und Tilman spielen eine lebensbejahende Mischung aus Pop, Jazz, Folk, Blues, Country, Punk und Bossa Nova. Diese orientieren sich an ihren Vorbildern: Wilco, Sting, Dota, Madonna und Vulfpeck. Und manchmal, wenn sie sich sehr wohlfühlen, singen sie auch auf schwäbisch: „Wir spielen an besonderen Orten, ohne Gage und ohne Applaus. Aber wehe, ihr kommt nicht!“

 

Foto: Hans Bückle

Literaturwoche Donau 2022, Abend 1: Anna Mateur und The Beuy. Kaoshüter

Eröffnung der Literaturwoche Donau
8. 7. 2022, 19:30 Uhr
Anna Mateur & The Beuy Kim Efert : Kaoshüter
Ort: Café Kokoschinski – Garten
Eintritt: 15 €

Wir freuen uns sehr, am kommenden Freitag bereits die zehnte Ausgabe der „Literaturwoche Donau“ eröffnen zu können. Nach zwei Jahren, die coronabedingt dem Verein und dem Festival das Äußerste abverlangten eine Wohltat – denn ein Festival lebt vom Live-Erlebnis. Gerade auch ein Literaturfestival.
Das in diesem Jahr die Menschlichkeit ins Zentrum stellt und von allen Seiten betrachtet, oft auch mit Humor und, wie im Falle von Anna Mateur, mit scharf gepfefferten Witz: Expect the unexpected.

Anna Mateur ist diese großartige, wundersame Erscheinung, die mit ihrem sagenhaften Stimmvolumen und abgrundkomischen Witz-Ernst alles in den Schatten stellt, was sich hierzulande quer durch alle Medien als Groß- oder Kleinkunst darstellt. Anna Mateur enttarnt das Groteske im Normalen, das Monströse des Mittelmaßes und den Zusammenhang von Komfort und Konformismus ….

Anna Mateur ist: Sonder-Kunst!
Sie verzaubert uns mit Liedgut und Wortwitz unchained.

 

Anna Maria Vogt aka Anna Mateur, geboren 1977 in Dresden, studierte Musik, hätte sich aber lieber für Grafik oder Schauspiel beworben. Seit 2003 tourt sie mit ihren verschiedenen musikalischen Formationen, zuletzt mit „Anna Mateur and the Beuys“ im deutschsprachigen Raum. Vielfach ausgezeichnet, immer bereit für einen kreativen Seitensprung, schreibt sie Bühnenprogramme, Songtexte und Radiokolumnen, zeichnet ihre Geschichten live auf Folien, Haut, Tische und Wände. Ihr erstes Buch „Wehwehchenatlas“ und eine Solo-Hörspiel-CD wurden verlegt bei „Voland & Quist“.

Literatur unter Bäumen 2021: Zweiter Abend „Erhellungen“

2. 9. 2021, 19:30 Uhr: ERHELLUNGEN
Wallstein Verlag, Göttingen
Gäste: Thedel von Wallmoden & Claudia Hillebrand
Es liest Markus Hottgenroth, Theater Ulm

Wir lesen uns einmal durch die schönsten aktuellen Bücher.
Musik: Jazzpianist Dominik Wiedenmann, Würzburg
Ort: Auf dem Schwal, Neu-Ulm
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 8 € / 5 € ermässigt

Der Göttinger Wallstein Verlag steht für exquisite Wiederauflagen, typographische Kleinode, eine Literaturzeitschrift von höchster Qualität und Sachbücher, die man lesen muss. Verleger Thedel von Wallmoden und Claudia Hillebrand stellen fabelhafte Wallstein-Bücher vor, unter anderem von Georges-Arthur Goldschmidt, Anna Baar und Theresa Präauer. Markus Hottgenroth vom Ulmer Theater liest, mit sommerlichen Jazzklängen begleitet der junge Pianist Dominik Wiedenmann (Würzburg)

Literatur unter Bäumen – das sind spannende Geschichten und dazu passend ungewöhnliche Live-Musik, unplugged, intelligent, neu. Für Getränke und ausreichend Bücher ist gesorgt. Lesen Sie weiter

Literaturwoche Donau 2021: Walle Sayers Wortfährten, Alltagsbühnen

Schlechtwetter-UPDATE: Wir sind heute in den Räumen der Museumsgesellschaft Ulm, Neue Strasse 85, 89073 Ulm.

 

Mit Walle Sayer begrüßen wir am Sonntag, 1. August, um 18:30 Uhr einen Gast, mit dem wir uns seit längerem schon verbunden fühlen – auch durch seinen emsigen und begeisterungsfähigen Verleger Hubert Klöpfer, der seit diesem Jahr in der Edition Klöpfer Literaturschätze publiziert.

Sayers neuer Band „Nichts, nur“ ist ein opus magnum aus Texten der letzten 35 Jahre. Entstanden ist ein schönes, dem Autor würdiges Buch in Ganzleinen, bei der Edition Klöpfer im Kröner Verlag, Stuttgart 2021, erschienen.

Gegenden, Landschaften, Orte, ein Figurenkabinett, die Herkunft, der Historienhauch, das Antlitz der Dinge, Wortfährten, Alltagsbühnen … Nichts, nur versammelt Gedichte, Prosagedichte und Erzählminiaturen von Walle Sayer aus 35 Jahren: Lesebuch, Kompendium, Querschnitt und Zwischensumme zugleich.

Walle Sayer: „Mitunter, wenn mir der Vers im Satz aufgeht, wenn zwei, drei Sätze mit lyrischen Mitteln eine Erzählfläche abstecken, konzentrisch, mehr abschweifend als ausschweifend, wenn das Gedicht einen Erzählkreis zieht um den poetischen Augenblick, sich zwischen die Formen begibt, Aufzeichnung wird, Eintragung, Essaygedanke, ausufernde Notiz, Litanei …, entsteht das, was ich Prosagedicht nenne.“

Zur Veranstaltung: Literaturwoche Donau: Walle Sayer im Gespräch mit Hubert Klöpfer [Museumsgesellschaft Ulm]

 

Warum Erich Mühsam lesen (und hören)? Teil 2

Heute sehen wir zur Eröffnung der neunten Literaturwoche Donau Der Singende Tresen in Aktion mit Erich Mühsam. Manja Präkels und Markus Liske stellen diesen herausragenden Autor, der 1934 von den Nazis bestialisch ermordet wurde, seit vielen Jahren durch herausgeberische, aber eben auch durch musikalisch-darstellerische Weise vor.

Warum gerade der Anarchist Erich Mühsam? Wie aktuell ist Mühsams Werk heute?

Manja Präkels: „Mühsams umfangreichstes Werk – seine Tagebücher –  wird erst seit ein paar Jahren peu à peu veröffentlicht, ebenfalls im Verbrecher Verlag, herausgegeben von Chris Hirte und Conrad Piens. An seinem Leidensweg und schließlich dem seiner Gefährtin Zenzl werden die ideologischen Verheerungen des 20. Jahrhunderts gut sichtbar. Mühsam, der Dichter, Revolutionär und Bohemien, war ein Antiautoritärer par excellence. Mit seinen Gedichten und Tagebuchaufzeichnungen hat er mich schon in meiner Jugend abgeholt und nicht mehr losgelassen. Er war wie Medizin für mein gebrochenes Pionierherz und eröffnete eine Welt jenseits der Bevormundung. Die Mauer war gefallen. Systeme brachen. Ich bin ziemlich streng erzogen worden, war verdruckst und eingeschüchtert. Woran sol31lte ich noch glauben, nun, wo alles nichts mehr zählte? Etwas an den Ideen hatte doch gestimmt, oder? Da steht dann Mühsam und erklärt: Klar. Die Welt muss radikal verändert werden, so elend, wie ein Großteil der Menschheit zu leben und sterben gezwungen ist. Es kann eigentlich nur besser werden! Los, fang an. Da vorn am Horizont warten großartige Zukünfte einer Gesellschaft der Vielen, die solidarisch mit- und nicht gegeneinander leben. Die Sache hat nur einen Haken: Dafür musst du alles geben. So würde ich mein persönliches Mühsam-Update heute formulieren. Sicher war er in manchen Fragen Kind seiner Zeit. Und doch reichte sein Blick weit darüber hinaus. Auch dass er meist zwischen allen Stühlen saß, nimmt mich sehr für ihn ein. Ein Ort der besten Übersicht!“

Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Sängerin der hochgelobten Band »Der singende Tresen« und Autorin des Lyrikbandes »Tresenlieder«. Sie ist Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung«, eines Klassikers der Nachwende-Literatur.

Für den Verbrecher Verlag stellte sie mit Markus Liske das Erich-Mühsam-Lesebuch »Das seid ihr Hunde wert!« (2014) sowie den Band »Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?« (2015) zusammen. Präkels erhielt für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (2005) und das Aufenthaltsstipendium im Writers House Ventspils, Lettland (2012/13).

Manja Präkels wurde für ihren Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet.

Zudem erhält sie für diesen Roman den Anna-Seghers-Preis 2018.

Siehe auch: gedankenmanufaktur.net

Heute: LiteraturKlassiker im Winter – mit dem Lilienfeld Verlag

LiteraturKlassiker im Winter #1: Ein Abend mit Lilienfeld
14.11.2019 –  19:30 Uhr
Mit Axel von Ernst
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: 28 Plätze vorhanden – Bitte Karte bei Aegis reservieren!

Wir eröffnen unser kleines Festival der „LiteraturKlassiker“ mit einem fröhlichen Plausch: Axel von Ernst, Verleger und Kopf beim fabelhaften Lilienfeld Verlag, stellt uns die schönsten Neu- und Wiederentdeckungen seines Verlages vor. Da gibt es viel Schönes, von Franz Hessel über Edward Gorey bis Julio Cortázar.
Der Lilienfeld Verlag kümmert sich um „junge Literatur aus alten Tagen“, um Texte, die von zeitloser Qualität sind, aber schon lange nicht mehr aufgelegt wurden oder – im Fall fremdsprachiger Literatur – trotz ihrer Bedeutung nie den Weg in die deutsche Sprache gefunden haben. Die Bücher sind liebevoll gestaltet und ausgestattet, die bibliophilen Halbleinenbände der Reihe Lilienfeldiana heben Bücher aus diem Meer des Vergessens: „Wir wollen sie bergen und in ihrem vollen Glanz präsentieren.“

Blick ins Lektorat (Copyright: Lilienfeld Verlag)

Im Lilienfeld Verlag erscheinen seit 2007 Bücher, die liebevoll gestaltet und ausgestattet sind. Zu einem beliebten Markenzeichen des Verlages sind insbesondere die bibliophilen Halbleinenbände der Reihe Lilienfeldiana geworden. In der ersten Vorschau hieß es: „Es gibt natürlich ein wahres Meer an Büchern, das nicht von uns durch ein paar Tropfen weiter aufgefüllt zu werden brauchte. Aber unser Lilienfeld Verlag ist weniger eine zusätzliche Quelle, sondern eher eine Nussschale mit schwerem Bergungsgerät: Wir wollen vor allem Bücher aus diesem Meer heben, weil sie einmal darin untergegangen sind und nun schon zu lange dort als Schätze ruhen. Wir wollen sie bergen und in ihrem vollen Glanz präsentieren.“

Der Lilienfeld Verlag kümmert sich also hauptsächlich um „junge Literatur aus alten Tagen“, um Texte, die von zeitloser Qualität sind, aber schon lange nicht mehr aufgelegt wurden oder – im Fall fremdsprachiger Literatur – trotz ihrer Bedeutung nie den Weg in die deutsche Sprache gefunden haben. Das Motto heißt noch heute: „Ausgraben, Bewahren, Wiederdraufzeigen und Entdecken.“

 

Rückblick: Iris Wolff und Arno Kleibel bei „Literatur unter Bäumen“

„Literatur unter Bäumen“ macht sich auf die Suche nach besonderer Literatur abseits der Bestsellerlisten. Jeder Abend trägt ein Motto, anhand dessen die Gäste durch das Programm des jeweiligen Verlages wandern. Ein Autor des Verlags stellt seine aktuelle Arbeit vor, liest vor und stellt sich den Fragen des Publikums.

Die Gesellschaft der Schlaflosen

 

Iris Wolff gab uns die Ehre zur letzten Ausgabe von „Literatur unter Bäumen“ 2019. Schon 2018 hatten wir die aussergewöhnliche Autorin mit ihrem Verleger Arno Kleibel bei uns zu Gast und die lebendige und inspirierende Art dieser beiden Literaturschaffenden wollten wir gerne in Neu-Ulm noch einmal erleben. Einmal mehr fällt hier auch auf: Gute Literatur ist stets das Zusammenwirken von Autor*in, Verlag und einer Thematik, die sich über momentane Moden und kommerzielle Erwägungen hinwegzusetzen versteht.

Das Wetter zeigte sich wieder von der garstigen Seite mit hersbtlich-kalter Luft und gut durchfeuchtetem Blätterdach, so daß wir erneut ins Trockene flüchten mussten. Der Begegnung mit Wolff und ihrem Salzburger Verleger Arno Kleibel tat das keinen Abbruch, die Magie der Erzählkunst von Iris Wolff konnte sich auch in der Neu-Ulmer Stadtbücherei entfalten.

Historische Lebenswege

Wie historische Ereignisse die Lebenswege von Einzelnen prägen, das erzählt Iris Wolff in höchst poetischen Sprachbildern. Hier ist kein Wort zu viel und keines zu wenig. Der alles durchdringende liebevolle Blick der Erzählerin und ihre außergewöhnlich sensible und elegante Sprache machen die in Freiburg lebende Autorin zu einer der bemerkenswertesten Stimmen im gegenwärtigen Literaturbetrieb – die nach drei überaus erfolgreichen Titeln im Otto Müller Verlag 2020 mit einem neuen Roman bei Klett-Cotta ihren Weg fortsetzen wird.

Für die Musik danken wir Maria Schmidt-Deiss, die ganz kurzfristig den erkrankten Ivan Antonic ersetzte und uns einfühlsam mit althergebrachten jüdischen Melodien begleitete.

Die Reihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau wird 2020 fortgesetzt.

Für die Fotos danken wir Guido Gerlach, Ulm!

 

 

Vorpremiere in Ulm! „Das flüssige Land“

19.08.2019 19:30 Uhr
Vorpremiere: Das Flüssige Land. Mit Raphaela Edelbauer
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: 28 Plätze verfügbar. Bitte Karte reservieren.

Was ist das für ein Roman? Kafkas „Schloss“ im 21. Jahrhundert? Kubins „Andere Seite“ auf Drogen?

Das Flüssige Land beschäftigt sich intensiv mit dem, was die Aborigines die „Traumzeit“ nennen: Die zeit- und raumlose Schöpfungsgegenwart, in der Mythen, Ursünden, Archetypen und Sprachmuster eines Volkes sich zu einem Landschaftsgewebe vereinigen.
Wir dürfen als Erste in Edelbauers Romanerstling hineinschnuppern, der uns mit einem Universum voller Geheimnisse umfängt: Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund.

http://www.raphaelaedelbauer.com/

 

Literatur unter Bäumen: Lieder des Utopischen. Rückblick.

Wochenlang erfreute uns das Wetter mit sommerlichen Temperaturen und so waren wir guter Dinge, mit den fabelhaften Gästen des Verlagshauses Berlin die schöne Donau-Insel „Schwal“ in Neu-Ulm aufsuchen zu können. Nachmittags aber zogen Wolken auf und pünktlich eine Stunde vor dem geplanten Beginn stand alles im Wasser. So sind wir – eine kleine Tradition bei „Literatur unter Bäumen“ – ins Trockene ausgewichen.
Den Texten von Odile Kennel und Alexander Graeff tat dies keinen Abbruch, im Gegenteil: Die intimere Atmosphäre der Stadtbibliothek Neu-Ulm gab uns Raum, die Texte vielleicht noch ein wenig intensiver wahrzunehmen.

Wir danken auch Andrea Schmidt, die als Verlegerin den Abend so lebendig begleitete und Maria Schmidt-Deiss, die mit Vertonungen von Gedichten – unter anderem von Selma Meerbaum-Eisinger – einen berückenden Akzent setzte. Für das leibliche Wohl sorgte das Café Naschkatze aus Neu-Ulm.

 

Fotos: Literatursalon Donau e. V.

 

HEUTE: Lieder des Utopischen!

11. Juli 2019: Lieder des Utopischen
Ein Abend mit dem Verlagshaus Berlin
Ort: Auf dem Schwal, Neu-Ulm

„Keine Lyrik ist auch keine Lösung!“, sagt das Team vom Verlagshaus Berlin, einem feinen Independent-Verlag für Lyrik und Illustration. Zusammen mit den beiden Autor_innen Odile Kennel und Alexander Graeff spricht Verlegerin Andrea Schmidt über Sprache und Wirkmacht von Gedichten und die Autor_innen lesen aus ihren aktuellen Bänden. In den Texten von Odile Kennel lässt sich Sprache nicht bändigen, sie wird zum begehrenden Körper, der sich das Gegenüber einverleibt. Alexander Graeff fragt in seinen Texten, wie man in einer voreingestellten Welt, in der uns nichts anderes übrig bleibt, als die Sprache der Älteren zu dekonstruieren, zu einer eigenen Stimme findet.


MUSIK:
Maria Schmidt-Deiss begleitete uns schon in der Saison 2018 – das war so schön, daß wir sie auch in diesem Jahr nicht missen wollten. Eine klare Stimme, eine Gitarre, und schon zaubert uns die junge Sängerin mit Ulmer Wurzeln in urbane Traumecken, lässt uns einen Moment die Zeit vergessen und einfach den Moment genießen.

Bei schlechtem Wetter …

… findet die Veranstaltung in der Stadtbücherei statt (Heiner-Metzger-Platz 1). 
Das Info-Telefon (0731) 7050-2121 gibt zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung darüber Auskunft, wo die Veranstaltung stattfindet.

 

 

Literaturwochen-Nachschlag: Ich kann Dich hören.

Einen haben wir noch: Ich kann Dich hören

Donnerstag, 9. Mai, 19:30
Nachspann: Ich kann Dich hören: Katharina Mevissen
Eintritt: 8€ 
Aegis Literatur Buchhandlung

Katharina Mevissen erzählt von einem jungen Mann, dem Augen und Ohren geöffnet werden und von einer Frau, die in der Stille lebt. Es geht um Vater­, Mutter­ und Gebärdensprache und um die berührende Kraft von Musik. Ungewöhnliche Themen, eindringliche Bilder: Töne wie „grobe Brocken, laut, fest, leblos“, Musik und Sprachlosigkeit. Ein großes Talent.

„(…) Es gibt Stimmen von Vögeln und von Menschen, die gut gekleidet und nur leicht verschwitzt hier eintreffen, um einem Konzert klassischer Musik zu lauschen. Die Friedlichkeit ist absurd und das Idyll beklemmend. Die Kulisse betäubt mich, ich fühle mich wie überzuckert. Es muss hier irgendwo eine raue, kratzende, schürfende Oberfläche geben, an der ich mich reiben kann, die Widerstand erzeugt oder Schmerz, an der man sich verbrennt, die einen frieren lässt. Etwas Scharfkantiges, Bitteres, Dreckiges, ein Geräusch, ein Anblick, ein fieser Geschmack. Irgendwas, das gegen diese Süße ankommen kann, gegen diese Makellosigkeit. (…)“

Ab in den Wald!

Am 1. April hatten wir den herrlich entspannten Finn-Ole Heinrich bei uns zu Gast. Finn-Ole las mit (elektronischem!) Lagerfeuer und Waldklängen aus seinem aktuellen Buch „Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ (Mairisch Verlag), versüßte uns den Abend dann aber auch durch einen ersten Auszug aus seinem nächsten Buch – das, wie auch die herrliche „Reuber“-Mär, viele Momente des Lachens und Staunens bescheren wird.
Für Finn-Ole sicherlich ein denkwürdiger Abend, traf er doch bei „Aegis“ auch auf einen neunjährigen Fan, der sich perfekt auskannte in der Reuber-Welt (fast noch besser als der Autor selbst, hatte man den Eindruck).

Fotos: Anja Reiprich

 

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