Literatursalon Donau

Schlagwort: Aegis Buchhandlung Ulm

Heute liest Franzobel in Ulm!

Lesung von Franzobel aus seinem Roman „Das Floß der Medusa“ zur Wiedereröffnung von „Aegis Literaturbuchhandlung“ in Ulm.
HEUTE um 18 Uhr, Café Kornhauskeller.

Was bedeutet Moral, was Zivilisation, wenn es um nichts anderes geht als ums bloße Überleben? Ein epochaler Roman von Franzobel.

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?

Franz Stefan Griebl, wie der Autor mit mit dem unglaublich breit gefächerten literarischen Œuvre mit bürgerlichem Namen heißt, hat ein Kabinettstück geschaffen: er thematisiert rauh, böse, grotesk und episch eine seit zweihundert Jahren weitgehend ignorierte Schiffskatastrophe, die in ihrer verstörenden Ungeheuerlichkeit ihresgleichen sucht.

„Franzobel hat mit seinem Roman das Unmögliche geschafft: Er ruft uns einerseits die Historie in Erinnerung, zum anderen hat er einen erstaunlich lebendigen und hochaktuellen Roman geschrieben. Dabei hilft ihm sein Gespür für das Groteske, seine Fähigkeit, die derben Seiten seiner Figuren herauszustellen, die gesellschaftlichen Widersprüche, ja, die Klassenverhältnisse in den Dialogen deutlich zu machen. Ein verstörendes Meisterwerk.“
Carsten Otte, Der Tagesspiegel, 08.02.17

„Dichte Atmosphäre, großes Gespür für Zeitkolorit und klug aufgebaute Spannungsbögen, garniert mit zynischen, entlarvenden und makabren Dialogen.“ Werner Krause, Kleine Zeitung, 31.01.17

Joachim Zelter liest „Im Feld“

Lesung mit Joachim Zelter: „Im Feld“
10 Juni, 19:30 Uhr
Homage Radgestaltung, Judenhof 10, 89073 Ulm
Eintritt 10 Euro inkl. 1 Freigetränk

„Rennradtreff. Christi Himmelfahrt. Donnerstag um 10 Uhr. Der Radverein lädt ein. Auch Nichtmitglieder sind willkommen!“

Mit dieser Ankündigung gerät der Erzähler mitten hinein in die Parforce-Fahrt einer Rennradgruppe, die bald alle Maße und Vorstellungen sprengt.
Virtuos erzählt Joachim Zelter die Sogwirkung eines rastlosen Pelotons: das Zusammenwirken von Fahrrad, Mensch und sozialer Gruppe. Ein Räderwerk
der Tempoverschärfungen, der Höhenmeter und der immer größer werdenden Distanzen, ein fortwährendes Weiter und immer weiter so. Am Ende handelt Zelters neuer Roman von uns allen: von Anpassung und Bereitwilligkeit, von Leistungsdruck und subtiler Tempoverschärfung, von der Unfähigkeit, auch nur eine Pedalumdrehung auszulassen. Es ist der Roman einer Besessenheit.

Zehn Jahre nach dem Erscheinen seines Romans „Schule der Arbeitslosen“ und acht Jahre nach dem Erscheinen seines Romans „Der Ministerpräsident“, mit dem er zum Deutschen Buchpreis nominiert war, legt Joachim Zelter neuerlich eine gesellschaftspolitische Parabel von eminenter Wucht und Tragweite
vor. Joachim Zelter, 1962 in Freiburg geboren, studierte und lehrte englische
Literatur in Tübingen und Yale. Der freie Schriftsteller & passionierte Radsportler sagt von sich, der Radsport habe sein Leben gerettet.

Lesung in Kooperation mit der Aegis Literaturbuchhandlung Ulm.

Wir sagen Danke.

10 Tage Literatur vom Feinsten aus den unabhängigen Verlagen. Wir durften uns über Lesungen und Auftritte von Künstlern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Georgien und Argentinien freuen. Als Glanzpunkt am Ende des Festivals fand erstmals die Buchmesse Konturen in Ulm sowie im Museum Villa Rot statt mit 19 Verlagen.

Für die Fotos danken wir Kathrin Häckert, Nadja Wollinsky, Guido Gerlach, 2theNaturManufaktur und vielen anderen! >> Facebook: Nachklang

Literalotto ist wieder da.

2016 hatten wir mit „Literalotto“ eine lustige neue Reihe gestartet, die Elemente des Poetry Slam, des „Literarischen Quartetts“ und improvisierter Elemente kombiniert. Zugunsten anderer Projekte haben wir Literalotto 2017 ruhen lassen – und holen es am Donnerstag, 1. März 2018 wieder aus dem Winterschlaf.

LiteraLotto ist Literatur zum Mitspielen, da machen wir auf knackig-prägnante Weise mit spannenden Büchern abseits der Bestsellerlisten bekannt und machen die Besucher zum Lyriker beim „Spontanen Gedicht”. Und am Ende gibt es etwas zu gewinnen!

Unser Special Guest: Axel Dielmann (Dielmann Verlag)

Die Mitwirkenden sind die Literalottomeister Florian L. Arnold (Ulm), sowie Rasmus Schöll (Ulm). Musikalisch begleitet Maria Schmidt-Deiß. Gast: Axel Dielmann
Eintritt: €5

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