Literatursalon Donau

Autor: Messieurs Litterature (page 1 of 6)

Lesung Ted Gaier: Argumentepanzer

Sonntag, 18. Oktober 2020 um 19 Uhr im Cabaret Eden, Karlstraße 71, 89073 Ulm

Ted Gaier, Musiker der Band „Die Goldenen Zitronen“ ist mit einem neuen Buch in Ulm: In „Argumentepanzer“ setzt er sich mit Politik und Kunst auseinander: von strukturellem Rassismus bis hin zu Bob Dylan.

Argumentepanzer

Ted Gaier schreibt als teilnehmender Beobachter über Proteste in Athen und Prag oder den Widerstand einer Hausbewohner:innenschaft gegen einen Großinvestor. Er berichtet von strukturellem Rassismus im Theater- und Medienbetrieb sowie Marketingmethoden im Musikbusiness. Er fragt am Beispiel der Band Ton Steine Scherben nach Mustern linker Geschichtsschreibung und in Artikeln über Robert Görl von DAF oder den Monks, was frühere Avantgarden ausmachte. Außerdem geht es um die Geschichte des Mainstreampops in Rumänien, elektronische Musikfestivals oder die Kunst von Mariola Brillowska.

Gaier vermag gesellschaftliche Entwicklungen mit popkulturellen Phänomenen zu erklären. Zugleich hinterfragt er seine Biographie und seine Arbeit mit den Goldenen Zitronen und dem Performancekollektiv Schwabinggrad Ballett. Sein solidarischer Blick auf die Welt, die Offenheit und Klarheit, die Ironie, aber auch die Selbstzweifel des Künstlers und Aktivisten machen diesen Band, der Texte aus den letzten 20 Jahren versammelt, aus.

Essays, Reportagen und Songs

Ted Gaier, geboren 1964 in Stuttgart, aufgewachsen in München und Ulm, ist seit 1983 vor allem in Hamburg, zeitweise in Prag, München und Berlin ansässig. Er ist Mitbegründer der Band Die Goldenen Zitronen, seit 1984 Instrumentalist, Komponist, Texter und Co-Produzent. Seit 1986 folgten diverse Plattenveröffentlichungen und regelmäßige Touren, auch mit anderen Projekten wie z. B. Les Robespierres (ab 1994). Insgesamt sind es 19 Alben. Seit 1998 ist Gaier in Theaterzusammenhängen als Performer, Musiker und in konzeptioneller Funktion aktiv. Seit 2010 arbeitet er regelmäßig zusammen mit der deutsch-ivorischen Performancegruppe Gintersdorfer/Klaßen. Des Weiteren ist er als Regisseur für Video-Clips (u.a. Sterne, Goldene Zitronen, FSK), Musikproduzent (u.a. von Chicks on Speed und Schnipo Schranke) und Freier Autor (u.a. Spex, WOZ, taz, Die Zeit) tätig. Als Filmkomponist des Films „Milan Protokoll“ von Peter Ott wurde er mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2018 für die beste Musik ausgezeichnet. Seit 1999 ist er Teil des politaktivistischen interventionistischen Performancekollektivs Schwabinggrad Ballett. Im September 2009 war er Mitinitiator des Manifests „Not in our name, Marke Hamburg“. Im Verbrecher Verlag erscheint im Februar 2020 unter dem Titel „Argumentepanzer“ eine Auswahl seiner Essays, Reportagen und Songs.

Im „Cabaret Eden“ in Ulm wird er sein Buch vorstellen und sich auch ein bis zwei Fragen der Aegis-Crew stellen.

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Lesung Alexander Häusser: Sehnsucht nach dem Verlorenen

 

Noch alle Zeit: Roman einer schmerzhaften Suche

Nach dem Tod seiner Mutter entdeckt Edvard ein Sparbuch auf seinen Namen. Ein kleines Vermögen hat sich angesammelt. Warum hat seine Mutter ihm das Sparbuch verschwiegen? Steckt vielleicht sein vor 50 Jahren verschwundener Vater dahinter? Jetzt will Edvard die Wahrheit wissen und eine erste Spur führt ihn zu einer Bank in Oslo. Auf der Überfahrt lernt er die junge Berliner Journalistin Alva kennen. Auch sie ist auf der Suche – nach sich selbst. Lesen Sie weiter

Literatur unter Bäumen 2020: Wunder. Mirabilis Verlag, Meissen

Literatur unter Bäumen 2020: Wunder. Mirabilis Verlag, Meissen
Samstag, 29. August 2020, 19 Uhr
> Auf dem Schwal, Neu-Ulm

Gäste: Barbara Miklaw, Verlegerin
Martina Altschäfer, Autorin
Florian L. Arnold, Autor
Musik: Sax kisses Piano, Henning Dampel und Silvia Bleicher
Moderation: Marius Müller, Bibliothekar, Blogger

 

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort. Im diesjährigen Programm wollen wir diese Verlegerinnen kennenlernen. „Ohne Autoren kein Verlag“ – welche Texte sind Vergelerinnen wichtig, wie arbeiten sie, worüber sprechen ihre Bücher?

„Mirabilia“ bedeutet auf deutsch „Wunder“. Der Mirabilis Verlag, 2011 von Barbara Miklaw ins Leben gerufen, ist ein Schatzkästchen für besondere Literatur vom Gedicht bis zum hochwertigen Kunstband. Anliegen des Verlags ist es, Bücher zu veröffentlichen, die auch lange nach dem Lesen noch in Erinnerung bleiben – der besonderen Sprache, der tiefgehenden und berührenden Erzählweise wegen. „Ohne Autoren kein Verlag“ ist das Credo der Verlegerin, die eine kontinuierliche und aufmerksame Zusammenarbeit mit den Autoren ins Zentrum stellt – von der Entdeckung bis zur öffentlichen Lesung. Besonderheit bei „Mirabilis“: Doppeltalente. Viele AutorenInnen sind zugleich auch als Bildende KünstlerInnen hervorgetreten. Bei Mirabilis werden die Bücher durchweg von Künstlern gestaltet. Als Doppeltalente in Kunst und Literatur hat die Verlegerin ihre Autoren Martina Altschäfer und Florian L. Arnold dabei, aber auch die Mirabilis-Titel zu Peter Handke und die Lyrik-Reihe tas:ir werden eine Rolle spielen.
mirabilis-verlag.de

Eintritt: 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks
Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei
Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.
Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121
www.literaturbaeume.neu-ulm.de
www.literatursalon.net
facebook.com/literaturbaeume/
instagram: stadt.neuulm
Die Reihe wird ermöglicht dank der Unterstützung durch Prof. Gerhard Mayer. Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e. V.

Literatur unter Bäumen 2020

Literatur unter Bäumen widmet sich in seiner vierten Auflage den Verlegerinnen. War die Buchbranche früher eine männliche Domäne, ist die unabhängige Verlagsszene der Gegenwart geprägt durch zahlreiche Verlegerinnen, die für neue, unbekannte, übersehene oder unterschätzte Bereiche der Literatur eintreten. Das wichtigste Kapital der eingeladenen Verlegerinnen ihre Begeisterung, ihre Überzeugung von der absoluten Notwendigkeit ihrer Arbeit und ihre Liebe zum Wort. Im diesjährigen Programm wollen wir diese Verlegerinnen kennenlernen. Improvisierte Musik regionaler Künstler rundet den Literaturgenuss unter freiem Himmel ab.

Drei Verlage, drei Verlegerinnen. Beim Augsburger Maro Verlag geht nun ein Urgestein der unabhängigen Verlagsszene in die nächste, weibliche Generation über und erfindet zwar das Rad nicht neu, bringt aber frischen Wind in vermeintlich bekannte Ideen und Konzepte.

Der Cass Verlag fokussiert auf japanische und koreanische Literatur der Gegenwart und sorgt neben diesem weit offenen Fenster auf eine uns weitgehend unbekannte Literaturwelt auch für berückend schöne Bücher.
Der Mirabilis Verlag tritt an als Domäne für Doppel- und Mehrfachtalente. Gegenwartsliteratur aus dem deutschsprachigen Raum, Lyrik und Kunstbücher – Hier sind die Buchkünstler oft Autor*in, Illustrator*in und Buchkünstler*in in Personalunion. Wie Peter Handke da hineinpasst verrät uns Verlegerin Barbara Miklaw.

Ort: Auf dem Schwal, Donau-Insel Neu-Ulm
> Karte
Eintritt jeweils 8 € inkl. eines nichtalkoholischen Getränks

Tickets an der Abendkasse, Einlass 18:30 Uhr
Musik: Ferdinand Schlichtig, Sax kisses Piano

Schlechtwetter-Regelung: Bei schlechter Witterung sind wir in der Stadtbücherei Neu-Ulm, Heiner-Metzger-Platz 1. Dort sind aufgrund der Corona-Regeln nur 25 Plätze möglich.

Wetter-Telefon ab 16 Uhr am jeweiligen Veranstaltungstag: 0731/ 7050-2121

www.literaturbaeume.neu-ulm.de
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instagram: stadt.neuulm

Die Reihe wird ermöglicht dank der Unterstützung durch Prof. Gerhard Mayer.

Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e. V.
Der Literatursalon Donau e. V. wird gefördert durch die Stadt Ulm.

Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Lesung Walle Sayer, Teil 2

„In Walle Sayers Gedichten begegnen wir einer Welt, die noch in ihrer Erdenschwere etwas Lichtes und Schwebendes besitzt, und die für Augenblicke von allem Werkeln und Machen erlöst ist. Mitten am hellichten Tag darf sie von sich selbst ausruhen und zu einem Stillstand gelangen, bei dem uns nur die leise Frage umtreibt, ob nicht viel mehr die Dinge uns als wir die Dinge ansehen.“
Karl Heinz Ott über Walle Sayers Miniaturen

 

Wir freuen uns, daß Walle Sayer uns einige seiner herrlichen Texte zum Lesen zur Verfügung gestellt hat. Die „Lesung“ also ist nun Ihnen überlassen, lieber Leser!

Seine Bücher findet man > HIER
Und > HIER kann man ihn erleben in „Lesenswert“ mit Denis Scheck

Prosagedichte von Walle Sayer

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Virtuelle Literaturwoche Donau 2020. Lesung Ivna Zic: „Die Nachkommende“

Ivna Žic schickt in ihrem faszinierenden Romandebüt „Die Nachkommende“ eine junge Frau auf Identitätssuche nach Zagreb. Sie denkt an den Mann, mit dem sie ein Jahr lang eine Beziehung führte, die nie wirklich anfangen konnte: Der Mann ist ein verheirateter Mann. Ein Maler, der nicht mehr malt. In den fahrenden Zug setzt sich der tote Großvater zu ihr. Auch er ein Maler, auch er hatte aufgehört zu malen …

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LiteraturKlassiker im Winter #5: Ein Abend mit dem Dörlemann Verlag

LiteraturKlassiker im Winter #5: Ein Abend mit dem Dörlemann Verlag
28.11.2019, 19:30 Uhr, Veranstaltungsort: Aegis
28 Plätze verfügbar, bitte reservieren!

„Was Sabine Dörlemann und ihr Team machen, sind wunderbare Bücher, von Autoren, die noch keiner kennt oder keiner mehr kennt. Vergessene Klassiker und hoffnungsvolle Schweizer.“ So die Laudatio auf den Dörlemann Verlag im Rahmen des Prolitteris Preises 2015. Wenige Verlage kümmern sich so liebevoll um Wiederentdeckungen wie Dörlemann. Der 2003 gegründete Verlag zählt zu den facettenreichsten Indiependent Verlagen in Europa, mit einem fabelhaften Klassiker-Programm, durch das wir an diesem Abend mit Verlegerin SABINE DÖRLEMANN lustwandeln. Dabei gibt es neben dem fantastischen Reiseschriftsteller Leigh Patrick Fermor auch Ivan Bunin, Michael Frayn und Dag Solstad als ‚moderne Klassiker‘ zu entdecken.
Wir freuen uns auf Sabine Dörlemann – und auf einen Abend herausragender Texte, mit dem wir zugleich die diesjährige, gut besuchte Reihe „LiteraturKlassiker im Winter“ abschließen.

„Sabine Dörlemann entdeckt jedes Jahr zwei, drei tolle Autoren, wie zum Beispiel Patrick Leigh Fermor. Fabelhaft, was die alles gefunden hat, hoch interessante Sachen. Und plötzlich merkt man: In dieser großen Flutwelle, die jedes Jahr über uns kommt, sind die wirklich interessanten Sachen verschwunden, und dann kommt sie – und andere auch – und holt sie aus diesem Malstrom heraus.“
Michael Krüger

LiteraturKlassiker im Winter #2: Stefan Zweig!

LiteraturKlassiker im Winter #2:
Stefan Zweig „Episode am Genfer See“ und „Der Amokläufer“

20.11.2019 – 19:30 Uhr
Es liest Florian L. Arnold.
Veranstaltungsort: Aegis, Eintritt frei

„Episode am Genfer See“ und „Der Amokläufer“ – zwei Novellen des großen Erzählers Stefan Zweig, die sich mit dem Ausgestoßensein und der Einsamkeit von Menschen befassen, die alles verloren haben. Mit einer magischen Sprache beschreibt Zweig zwei Ausnahmesituationen. Lesen Sie weiter

Rückblick: Literatur an außergewöhnlichen Orten mit Heinrich Berenberg

Am 12. September beehrte uns mit Heinrich Berenberg eine ganz besondere Verlegerpersönlichkeit im Rahmen der Reihe „Literatur an aussergewöhnlichen Orten“. Der Verleger als Erzähler – eine unschlagbare Kombination, zumal Heinrich Berenberg aus Büchern von Vicente Valero, Maike Albath, Héctor Abad und Jean Giraudoux vorlas und viel über die Autoren und ihr Umfeld zu berichten wusste. Insbesondere Giraudoux‘ fabelhafte :: „Doppelmemoiren“ begeisterten: Am Ende seines Lebens schrieb der heute beinah in Vergessenheit geratene Theaterautor ein einzigartiges Stück Literatur: Auf wenigen Seiten hat Jean Giraudoux seine Kindheit und die Zeit seines Erwachsenenlebens bis kurz vor seinem Tod 1944 wie in einem Spiegel parallel nebeneinander her­laufen ­lassen. Das Buch spiegelt mit Witz, Humor und prägnanter Sprache einerseits den geistreicen Theaterautor, andererseits auch ein Jahrhundert voller massiver Umbrüche: https://www.berenberg-verlag.de/programm/doppelmemoiren/

Für die Fotos zum Abend danken wir Guido Gerlach!

 

Literatur an außergewöhnlichen Orten – mit Heinrich Berenberg

„Die Literatur an außergewöhnlichen Neu-Ulmer Orten ist ein Erlebnis nicht nur für Literatur-Fans. Lesungen finden üblicherweise in Bibliotheken oder Buchhandlungen statt. Die Stadt Neu-Ulm begibt sich mit ihren Lesungen an Orte, die bisher nicht mit Literatur in Verbindung gebracht wurden. Denn: Lesungen gehen auch anders. Das möchte die Stadt Neu-Ulm mit ihrer besonderen Literaturreihe anlässlich des Stadtjubiläums beweisen.“

Heinrich Berenberg kommt!

Ganz ehrlich: Sind die Berenberg-Bücher für Hand und Hirn nicht mit das Schönste, was einem als Leser (und auch als Buchhändler) passieren kann?
Am 12. September begrüßt die Neu-Ulmer Literaturreihe „Literatur an aussergewöhnlichen Orten“ den Verleger Heinrich Berenberg an einem wahrlich ungewöhnlichen Ort für eine Lesung: In der Aussegnungshalle am Friedhof Neu-Ulm. Hierauf weisen wir gerne hin.

Es wird um viele schöne Bücher gehen, in denen es um Sein und Vergehen geht – aber auch um den Genuß und die Einzigartigkeit eines jeden Lebens.

Donnerstag, 12. September 2019, 19.30 Uhr:
Um die Welt. Ein Abend mit dem Barenberg Verlag.
Mit Verleger-Legende Heinrich Berenberg
Veranstaltungsort: Aussegnungshalle Friedhof Neu-Ulm (Zypressenweg 1, Neu-Ulm).

 

Rückblick: Iris Wolff und Arno Kleibel bei „Literatur unter Bäumen“

„Literatur unter Bäumen“ macht sich auf die Suche nach besonderer Literatur abseits der Bestsellerlisten. Jeder Abend trägt ein Motto, anhand dessen die Gäste durch das Programm des jeweiligen Verlages wandern. Ein Autor des Verlags stellt seine aktuelle Arbeit vor, liest vor und stellt sich den Fragen des Publikums.

Die Gesellschaft der Schlaflosen

 

Iris Wolff gab uns die Ehre zur letzten Ausgabe von „Literatur unter Bäumen“ 2019. Schon 2018 hatten wir die aussergewöhnliche Autorin mit ihrem Verleger Arno Kleibel bei uns zu Gast und die lebendige und inspirierende Art dieser beiden Literaturschaffenden wollten wir gerne in Neu-Ulm noch einmal erleben. Einmal mehr fällt hier auch auf: Gute Literatur ist stets das Zusammenwirken von Autor*in, Verlag und einer Thematik, die sich über momentane Moden und kommerzielle Erwägungen hinwegzusetzen versteht.

Das Wetter zeigte sich wieder von der garstigen Seite mit hersbtlich-kalter Luft und gut durchfeuchtetem Blätterdach, so daß wir erneut ins Trockene flüchten mussten. Der Begegnung mit Wolff und ihrem Salzburger Verleger Arno Kleibel tat das keinen Abbruch, die Magie der Erzählkunst von Iris Wolff konnte sich auch in der Neu-Ulmer Stadtbücherei entfalten.

Historische Lebenswege

Wie historische Ereignisse die Lebenswege von Einzelnen prägen, das erzählt Iris Wolff in höchst poetischen Sprachbildern. Hier ist kein Wort zu viel und keines zu wenig. Der alles durchdringende liebevolle Blick der Erzählerin und ihre außergewöhnlich sensible und elegante Sprache machen die in Freiburg lebende Autorin zu einer der bemerkenswertesten Stimmen im gegenwärtigen Literaturbetrieb – die nach drei überaus erfolgreichen Titeln im Otto Müller Verlag 2020 mit einem neuen Roman bei Klett-Cotta ihren Weg fortsetzen wird.

Für die Musik danken wir Maria Schmidt-Deiss, die ganz kurzfristig den erkrankten Ivan Antonic ersetzte und uns einfühlsam mit althergebrachten jüdischen Melodien begleitete.

Die Reihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau wird 2020 fortgesetzt.

Für die Fotos danken wir Guido Gerlach, Ulm!

 

 

Vorpremiere in Ulm! „Das flüssige Land“

19.08.2019 19:30 Uhr
Vorpremiere: Das Flüssige Land. Mit Raphaela Edelbauer
Veranstaltungsort: Aegis
Vorverkauf: 28 Plätze verfügbar. Bitte Karte reservieren.

Was ist das für ein Roman? Kafkas „Schloss“ im 21. Jahrhundert? Kubins „Andere Seite“ auf Drogen?

Das Flüssige Land beschäftigt sich intensiv mit dem, was die Aborigines die „Traumzeit“ nennen: Die zeit- und raumlose Schöpfungsgegenwart, in der Mythen, Ursünden, Archetypen und Sprachmuster eines Volkes sich zu einem Landschaftsgewebe vereinigen.
Wir dürfen als Erste in Edelbauers Romanerstling hineinschnuppern, der uns mit einem Universum voller Geheimnisse umfängt: Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund.

http://www.raphaelaedelbauer.com/

 

Literatur an außergewöhnlichen Orten

Die Literatur an außergewöhnlichen Neu-Ulmer Orten ist ein Erlebnis nicht nur für Literatur-Fans.

Lesungen finden üblicherweise in Bibliotheken oder Buchhandlungen statt. Die Stadt Neu-Ulm begibt sich mit ihren Lesungen an Orte, die bisher nicht mit Literatur in Verbindung gebracht wurden. Denn: Lesungen gehen auch anders. Das möchte die Stadt Neu-Ulm mit ihrer besonderen Literaturreihe anlässlich des Stadtjubiläums beweisen. Was macht die erste Neu-Ulmer Stadtschreiberin beispielsweise in einer Fahrzeughalle? Ein Werkstattgespräch! Was sonst?! Hierbei liest sie zwischen Hebebühne und Altölfaß aus ihren bisherigen Werken und stellt ihre Arbeit vor. Auf einem Schiff, genauer dem Ulmer Spatz, wird von Reisen in ferne Länder geträumt. Ein Abend in der Grundschule Weststadt widmet sich Eduard Ohm und den „Augenblicken einer Stadt“ und in der Aussegnungshalle des Neu-Ulmer Friedhofs reist man „Um die Welt“.

 

Donnerstag, 29. August 2019, 19.30 Uhr:
Sehnsuchtsorte. Ein Abend mit Leopold Federmair.
Gäste: Autor Leopold Federmair (Japan), Musik: Elisabeth Haselberger (Flöte)

Veranstaltungsort: Ulmer Spatz  (Schiff der Lebenshilfe Donau-Iller, Anlegestelle Friedrichsau, Böfinger Halde)
Anmeldung unter: a.gmehlin@neu-ulm.de oder Telefon: (0731 / 7050-2001).

Literatur unter Bäumen: Lieder des Utopischen. Rückblick.

Wochenlang erfreute uns das Wetter mit sommerlichen Temperaturen und so waren wir guter Dinge, mit den fabelhaften Gästen des Verlagshauses Berlin die schöne Donau-Insel „Schwal“ in Neu-Ulm aufsuchen zu können. Nachmittags aber zogen Wolken auf und pünktlich eine Stunde vor dem geplanten Beginn stand alles im Wasser. So sind wir – eine kleine Tradition bei „Literatur unter Bäumen“ – ins Trockene ausgewichen.
Den Texten von Odile Kennel und Alexander Graeff tat dies keinen Abbruch, im Gegenteil: Die intimere Atmosphäre der Stadtbibliothek Neu-Ulm gab uns Raum, die Texte vielleicht noch ein wenig intensiver wahrzunehmen.

Wir danken auch Andrea Schmidt, die als Verlegerin den Abend so lebendig begleitete und Maria Schmidt-Deiss, die mit Vertonungen von Gedichten – unter anderem von Selma Meerbaum-Eisinger – einen berückenden Akzent setzte. Für das leibliche Wohl sorgte das Café Naschkatze aus Neu-Ulm.

 

Fotos: Literatursalon Donau e. V.

 

HEUTE: Lieder des Utopischen!

11. Juli 2019: Lieder des Utopischen
Ein Abend mit dem Verlagshaus Berlin
Ort: Auf dem Schwal, Neu-Ulm

„Keine Lyrik ist auch keine Lösung!“, sagt das Team vom Verlagshaus Berlin, einem feinen Independent-Verlag für Lyrik und Illustration. Zusammen mit den beiden Autor_innen Odile Kennel und Alexander Graeff spricht Verlegerin Andrea Schmidt über Sprache und Wirkmacht von Gedichten und die Autor_innen lesen aus ihren aktuellen Bänden. In den Texten von Odile Kennel lässt sich Sprache nicht bändigen, sie wird zum begehrenden Körper, der sich das Gegenüber einverleibt. Alexander Graeff fragt in seinen Texten, wie man in einer voreingestellten Welt, in der uns nichts anderes übrig bleibt, als die Sprache der Älteren zu dekonstruieren, zu einer eigenen Stimme findet.


MUSIK:
Maria Schmidt-Deiss begleitete uns schon in der Saison 2018 – das war so schön, daß wir sie auch in diesem Jahr nicht missen wollten. Eine klare Stimme, eine Gitarre, und schon zaubert uns die junge Sängerin mit Ulmer Wurzeln in urbane Traumecken, lässt uns einen Moment die Zeit vergessen und einfach den Moment genießen.

Bei schlechtem Wetter …

… findet die Veranstaltung in der Stadtbücherei statt (Heiner-Metzger-Platz 1). 
Das Info-Telefon (0731) 7050-2121 gibt zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung darüber Auskunft, wo die Veranstaltung stattfindet.

 

 

Mehr Literatur!

Wir freuen uns auf viel Literatur in den kommenden Tagen.
Da wäre zunächst das Flugschrift-Projekt im Rahmen des Festival Contre le Racisme.
Der Ulmer Lyriker Marco Kerler rief im März 2019 Dichterinnen und Dichter im Namen des Literatursalons Donau dazu auf, Gedichte gegen Rechts für eine Flugschrift des Festivals Contre Le Racisme Ulm/Neu-Ulm, einzureichen. Aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz, wurden Gedichte eingeschickt. Eine Auswahl davon, 40 Gedichte, werden in der Flugschrift veröffentlicht. Unter den Schreibenden befinden sich u. a. Adrian Kasnitz (Köln), Crauss (Siegen), Roland Adelmann (Dortmund), Jörg Neugebauer (Neu-Ulm) und Kai Pohl (Berlin), um nur einen kleinen Teil des Spektrums zu nennen.

Setzer und Drucker waren schon immer mit Kunst und Literatur verbunden. Als Kunsthandwerker wurden sie gebraucht, um Drucksachen herzustellen, damit die Informationen unter die Leute gebracht werden konnten. Dieser Tradition folgend wurde die Flugschrift durch den „Verein zur Pflege historischer Druckverfahren e. V.“ in der druckwerkstatt ulm mit traditioneller Technik hergestellt – also im Handsatz mit Bleilettern gesetzt und mit einem Original Heidelberger Zylinder aus den 50er Jahren gedruckt.

Die Flugschrift wird am Mittwoch, 10. Juli 2019 um 19:30 Uhr in der Ulmer Buchhandlung Aegis vorgestellt. Hierzu laden wir herzlich ein.

Und ebenso sehr freuen wir uns auf den Donnerstag, zur zweiten Ausgabe von „Literatur unter Bäumen“ in diesem Jahr.

Literatur unter Bäumen: Literatur & Musik Open Air in Neu-Ulm
Donnerstag, 11. Juli 2019, 19.30 Uhr: LIEDER DES UTOPISCHEN
Berliner Verlagshaus mit Andrea Schmidt, Odile Kennel und Alexander Graeff
Musik: Maria Schmidt-Deiss
Ort: auf dem Schwal (Parkanlage auf der Neu-Ulmer Insel)

Poetisiert euch!
Gedichte liest doch keiner? Stimmt nicht! Niemand weiß das besser als das Team des VERLAGSHAUS BERLIN, ein feiner Independent-Verlag für Lyrik und Illustration. Auf der Speisekarte stehen Gegenwartslyrik und Wiederentdeckungen aus dem deutschen und internationalen Sprachraum. Die Berliner erkunden Sprachen, Literaturen und Inhalte, die sonst nirgendwo hörbar sind. Die Verlagsleiterin und -gestalterin Andrea Schmidt bringt uns die Autorin Odile Kennel mit, deren Sprache sich nicht bändigen lassen will: Nach wenigen Augenblicken schon bröckelt der sichere Rahmen der Sprache, da wird wild gespielt, einverleibt, begehrt.

Die literarische Runde wird komplettiert durch Alexander Graeff, dessen bildhafte Poetik uns erkennen lässt, dass es lange vor uns schon eine reichhaltige Welt gab.

Musik: Maria Schmidt-Deiss begleitete uns schon in der Saison 2018 – das war so schön, dass wir sie auch in diesem Jahr nicht missen wollten. Eine klare Stimme, eine Gitarre, und schon zaubert uns die junge Sängerin mit Ulmer Wurzeln in urbane Traumecken, lässt uns einen Moment die Zeit vergessen und einfach den Moment genießen.

Eintritt: 8 Euro

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Stadtbücherei statt (Heiner-Metzger-Platz 1). 
Das Info-Telefon (0731) 7050-2121 gibt zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung darüber Auskunft, wo die Veranstaltung stattfindet.

#neuulm #aegisliteratur #schönebücher #literature #druckwerkstattulm

 

Literatur an außergewöhnlichen Orten

Werkstattgespräch: Drei Autoren, ein Verleger, neun erste Sätze

Lesungen finden üblicherweise in Bibliotheken oder Buchhandlungen statt. Die Stadt Neu-Ulm begibt sich mit ihren Lesungen an Orte, die bisher nicht mit Literatur in Verbindung gebracht wurden. Autoren stellen ihre Texte vor und können persönlich kennengelernt werden.

Am Donnerstag, 13. Juni 2019, kann man nicht nur die Neu-Ulmer Stadtschreiberin Constance Hotz erleben, sondern auch ihre Kollegin Silke Knäpper und den Autor und Verleger Axel Dielmann (Frankfurt). Das „Werkstattgespräch“ der drei Autoren*innen erlebt man in einer Werkstatt – und entsprechend gibt es einen sehr persönlichen und tiefen Einblick in das „Geschäft des Schreibens“. Wie kommt man zum berühmten „ersten Satz“? Wie entwickelt sich eine Idee bis hin zum fertigen Buch? Das und einiges mehr gibt es am 13. 6. 2019 zu erfahren, Beginn 19:30 Uhr.

Donnerstag, 13. Juni 2019:
Werkstattgespräch. Die Neu-Ulmer Stadtschreiberin stellt ihre Arbeit vor.
Weitere Gäste: Silke Knäpper (Neu-Ulm) und der Frankfurter Verleger Axel Dielmann. Durch den Abend geleitet Florian L. Arnold, musikalisch umrahmt wird das Programm von Jochen Anger und Markus Munzer Dorn.
Fahrzeughalle der Firma Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge, Industriestraße 29-33, Neu-Ulm

 

Weitere Termine in dieser Reihe:

Donnerstag, 4. Juli 2019: Augenblicke einer Stadt. Ein Abend für Eduard Ohm.
Grundschule Weststadt Schießhausallee 7, Neu-Ulm) B
eginn: 19.30 Uhr
Donnerstag, 29. August 2019: Sehnsuchtsorte. Ein Abend mit Leopold Federmair.
Ulmer Spatz (Schiff der Lebenshilfe Donau-Iller, Anlegestelle Friedrichsau, Böfinger Halde)
Beginn 19.30 Uhr
Anmeldung unter: a.gmehlin@neu-ulm.de
oder Telefon: (0731 / 7050-2001).
Donnerstag, 12. September 2019: Um die Welt. Ein Abend mit dem Berenberg Verlag.
Aussegnungshalle Friedhof Neu-Ulm (Zypressenweg 1, Neu-Ulm). Beginn 19.30 Uhr.

Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei. 150 JAHRE STADT NEU-ULM: Die Stadt Neu-Ulm feiert von April bis September 2019 ihr 150. Stadtjubiläum.
Mehr finden Sie auf www.wir-leben-neu.de.

Literatur unter Bäumen #2: Lieder des Utopischen

Die dritte Auflage unserer sommerlichen Literaturbegegnungen unter freiem Neu-Ulmer Himmel verspricht drei Mal die Begegnung mit unabhängigen Verlagen und ihren Köpfen.
Lyrik, Reisebericht, Literaturblog und eine „Gesellschaft der Schlaflosen“ erwarten Sie.
Dazu wie immer gute Livemusik und ein reich gedecktes Bücherbuffet.

Der zweite Abend mit Lyrik unter freiem Himmel:

11. Juli 2019 . 19:30
Lieder des Utopischen: Ein Abend mit dem Verlagshaus Berlin

Odile Kennel & Alexander Graeff
Andrea Schmidt, Verlegerin und Gestalterin
Auf dem Schwal
Musik: Maria Schmidt-Deiss

»Keine Lyrik ist auch keine Lösung!«, sagt das Team vom Verlagshaus Berlin, einem feinen Independent-Verlag für Lyrik und Illustration. Zusammen mit den beiden Autor_innen Odile Kennel und Alexander Graeff spricht Verlegerin Andrea Schmidt über Sprache und Wirkmacht von Gedichten und die Autor_innen lesen aus ihren aktuellen Bänden. In den Texten von Odile Kennel lässt sich Sprache nicht bändigen, sie wird zum begehrenden Körper, der sich das Gegenüber einverleibt. Alexander Graeff fragt in seinen Texten, wie man in einer voreingestellten Welt, in der uns nichts anderes übrig bleibt, als die Sprache der Älteren zu dekonstruieren, zu einer eigenen Stimme findet.

MUSIK:
Maria Schmidt-Deiss begleitete uns schon in der Saison 2018 – das war so schön, daß wir sie auch in diesem Jahr nicht missen wollten. Eine klare Stimme, eine Gitarre, und schon zaubert uns die junge Sängerin mit Ulmer Wurzeln in urbane Traumecken, lässt uns einen Moment die Zeit vergessen und einfach den Moment genießen.

https://www.facebook.com/literaturbaeume/

Neuer Vorstand

Liebe Freunde des Literatursalon Donau e. V.,

wir freuen uns, nach der am 15. Mai erfolgten Hauptversammlung die folgende Zusammensetzung des neuen Vorstandes bekannt geben zu können:

Vorstände: Florian L. Arnold & Rasmus Schöll
Schatzmeisterin: Anna Kalmbach
Schriftführung: Annemarie Brückner

Wir danken den scheidenden Mitgliedern des Vorstandes, allen voran Martin Reutter, für ihre vertrauensvolle, zuverlässige und gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

Der Vorstand.

Literaturwochen-Nachschlag: Ich kann Dich hören.

Einen haben wir noch: Ich kann Dich hören

Donnerstag, 9. Mai, 19:30
Nachspann: Ich kann Dich hören: Katharina Mevissen
Eintritt: 8€ 
Aegis Literatur Buchhandlung

Katharina Mevissen erzählt von einem jungen Mann, dem Augen und Ohren geöffnet werden und von einer Frau, die in der Stille lebt. Es geht um Vater­, Mutter­ und Gebärdensprache und um die berührende Kraft von Musik. Ungewöhnliche Themen, eindringliche Bilder: Töne wie „grobe Brocken, laut, fest, leblos“, Musik und Sprachlosigkeit. Ein großes Talent.

„(…) Es gibt Stimmen von Vögeln und von Menschen, die gut gekleidet und nur leicht verschwitzt hier eintreffen, um einem Konzert klassischer Musik zu lauschen. Die Friedlichkeit ist absurd und das Idyll beklemmend. Die Kulisse betäubt mich, ich fühle mich wie überzuckert. Es muss hier irgendwo eine raue, kratzende, schürfende Oberfläche geben, an der ich mich reiben kann, die Widerstand erzeugt oder Schmerz, an der man sich verbrennt, die einen frieren lässt. Etwas Scharfkantiges, Bitteres, Dreckiges, ein Geräusch, ein Anblick, ein fieser Geschmack. Irgendwas, das gegen diese Süße ankommen kann, gegen diese Makellosigkeit. (…)“

Hoch überm Weltenrand: Unsere Münsterturmlesung mit Philipp Weiss

Hoch hinaus: Münsterturmlesung mit Philipp Weiss
Sonntag, 5. Mai 2019, 19:30 Uhr

AM WELTENRAND: Philip Weiss im Münsterturm – Münsterturmlesung
In Zusammenarbeit mit der Münstergemeinde Ulm
Moderation: Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine
Musik: Maria Schmidt-Deiss
Eintritt 16 € (nur VK) inkl. Münsterturmkarte
Ulmer Münster, Treffpunkt: 19 Uhr am Haupteingang
* Keine Toilette vor Ort *

„Als wäre ich nirgendwo zu Hause. Als stünde ich immerzu auf der Schwelle, zwischen den Dingen, den Räumen, den Menschen. Die Glücklichen, die niemals über einen Weltenrand gestürzt sind …“

Philipp Weiss‚ furioses Debüt ist ein 1000seitiges Erlebnis in fünf Bänden. Roman, Epos, Enzyklopädie, Rausch. Kühn und sinnlich durchleuchtet Weiss Aufstieg und drohende Selbstzerstörung der Menschheit. Ein imposantes Werk, das zeigt, was ein Roman alles kann. „Es ist nichts Geringeres als der geglückte Versuch, die Komplexität der Welt, in der wir leben, erzählbar zu machen“ jubelte der ORF.

:: Leseprobe

Es ist die Wahrheit, obwohl es nie passierte

Konzert zur Literaturwoche von Knarf Rellöm. 
Heute um 22 Uhr im Casino Ulm, am Weinhof.

Knarf Rellöm ist seit über 25 Jahren in diversen Konstellationen und Funktionen unterwegs, z.B. bei der „Behörde für Lieblingslieder“, der Proletenpassion in Wien oder „Mentallica“ (Köln).
Knarf Rellöm ist ein Pseudonym, aber nicht sein einziges, u.a. nennt er sich auch King Fehler. Begründung: „Wir Künstler können gar nicht genug Pseudonyme haben, wir sind gespaltene Persönlichkeiten.“

Um noch mehr produktive Verwirrung zu schaffen, steht Knarf Rellöm nicht nur für den Einzel-Künstler, sondern auch für ein musikalisches Kollektiv, eine Band bestehend aus Rellöm selbst sowie Patricia Wedler aka DJ Patex und Viktor Marek.

Musikalisch bewegt man sich auf unbegangenen Pfaden zwischen Elektropunk, Disco und zahlreichen weiteren Einflüssen, da wird fröhlich der Pop hingerichtet und zugleich zelebriert. Die performativen Auftritte sind von spontanen Inszenierungen geprägt, Rellöm und Patex sprechen live mit Technikern, Kollegen und untereinander, nutzen Kostümierungen und Masken oder blenden hörspielartige Sequenzen ein.

Neueste Platte: A Tribe Called Knarf – „Es ist die Wahrheit, obwohl es nie passierte“.

Revolution & Rellömversum!

Heute: Revolution!

Imran Ayata und Knarf Rellöm beim Fest der Literaturwoche Donau

Samstag, 4. Mai 2019, 19:30 Uhr
REVOLUTION: EIN ABEND MIT IMRAN AYATA
Moderation: Marcus Golling
Eintritt AK 16 € inkl Konzert Knarf Rellöm/ 8 € nur Konzert
Casino Ulm, Weinhof 7, 3. OG

Das neue Deutschland hat viele Namen – einer davon ist Devrim. Imran Ayatas Roman „Mein Name ist Revolution“ ist ein politisches Buch und ein Liebesroman: die Geschichte von Devrim (deutsch: Revolution), dessen kommunistische Eltern in den 1970er-Jahren nach Deutschland kommen und über Nacht mit einem Lottogewinn reich werden.
Imran Ayata erzählt in einer klaren Sprache und Tonlage, die es in der sogenannten Migrantenliteratur so noch nicht gab. Ayata live ist ein Ereignis, den Soundtrack zu seinem Buch liefert er musikalisch live mit.

EXTRA: Konzert Knarf Rellöm // Beginn ca. 22 Uhr 

Frank Möller ist der etwas andere Sexgott, der irgendwann auf die Idee kommt, dass sich sein Name, rückwärts gesprochen, viel besser vor R.E.M. einsortieren lässt. Außerdem klingt Knarf Rellöm einfach sexy.
Rebellische Texte mit viel Sprachwitz, eingepackt in wummernde Bässe und elektronische Experimente plus jede Menge Rock’n’Roll-Gitarren machen nicht nur die Platten zu einem musikalischen Hörgenuss. Für seine Live-Shows ist der Mann längst legendär. Laut und mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein gehört ihm jede Bühne, egal wie groß sie ist.

Kaffeestunde mit Hendrik Jackson!

Hendrik Jackson gibt uns heute die Ehre einer Kaffestunde!
LiteraturKaffee mit Hendrik Jackson​ im Konzertsaal in Neu-Ulm um 14 Uhr​.
Kommt – und genießt.

 

Rauschen
Regen schuf sich sein Meer und das Meer seine Wellen, schwollen
Wolken über der weißen Gischt des Meeres – helle Töne –
und wie Staub auf der Tonbandspur alles ineinander vermischt
die Stimmen, flüsternd, treten hervor aus dem Gestern, aus den
toten Gesprächen, eingewoben ins Moiré anschwellender
…sch…wellender Interferenzen, wohin der Wind geht, ob er sacht
aufbraust aufrauscht abflaut, lau oder leicht anhebt, wie Flausch
verraschelt oder aschgrau in grau verstummt – eine Handbewegung
wenn wie nach langer Krankheit alle Gleichzeitigkeiten endeten 
alle Böen sich wendeten aufgebäumt Fragen sich leichthin erhöben

 

Late Night: Hendrik Jackson reist nach Provintsiya

Hendrik Jackson reist nach Provintsiya

Donnerstag, 2. Mai 2019, 22:30 Uhr
Literatur Late Night: Mit Hendrik Jackson und Ioan Brumer (Verlag Round not Square)
Eintritt 6 €
Galerie Putte, Neu-Ulm

Hendrik Jackson ist einer der profiliertesten Lyriker und Übersetzer.
Er lebt als Lyriker und Übersetzer in Berlin, ist Mitinitiator diverser Lesungen und Aktionen (u.a. des Parlandoparks), sowie als Herausgeber verantwortlich für lyrikkritik.de und summbo.wordpress.com. Zuletzt publizierte er ein Gemeinschaftswerk „Helm aus Phlox“ und den Gedichtband „Im Licht der Prophezeiungen“.

Zu unserer Late Night-Runde in der „Putte“ gibt er sich ein Stelldichein mit „round-not-square“-Verleger Ioan Brumer und vermittelt uns seinen ganz eigenen, magischen Umgang mit Sprache.

Nichtstun erschien als eine Möglichkeit. der Tag verharrte auf der Stelle
– was war,war wie ausradiert. über den alten Akazien, in der letzten Helle einige Dohlen. Heimkehr über enge Straßen. Statisches. und unser Warten dauerte an. auf was? Vorstellungen liefen in den Kinos, in den Theatern.
(Aus: Novemberlicht, von Hendrik Jackson)

Der Abend steht im Vorzeichen einer Reise durch die russische Provinz – lyrische und fotografische Betrachtungen von Hendrik Jackson und Heinrich Völkel: Provintsiya
In Russland gilt alles außer Moskau und Petersburg als Provinz. Selbst solche Städte, die anderswo problemlos als Großstadt durchgehen würden. Der Dichter Hendrik Jackson und der Fotograf Heinrich Völkel haben gemeinsam fünf russische „Provinzstädte“ bereist: Archangelsk, Astrachan, Wolgograd, Uljanowsk und Kaliningrad.
Ihre Eindrücke haben sie in Ton, Wort und Bild festgehalten. Dabei sind außergewöhnliche Stadtportraits entstanden. In Provintsiya, der Buchrolle, kann man ihre Reise wie mit dem Zug von einem Ort zum nächsten nachvollziehen. Und sich überraschen lassen: Abseits der Metropolen verliert sich das Bild von Russland, die Klischees verblassen.

 

Rückblick: Dielmann & Velte Duett

Raum und (W)Ort: Multitalente auf der Bühne

Rückblick: Vergnüglich und in bester Erzähllaune stellten uns Axel Dielmann und Olaf Velte ihre Bücher vor. Da gab es neben zwei sehr entdeckenswerten Autoren auch einen Einblick in das „dritte Leben“ Dielmanns, der auch als Bildender Künstler arbeitet. Wir danken den Gästen und dem Club Orange, Vh Ulm für einen sehr gelungenen Abend. Fotos wieder aus der bewährten Werkstatt Guido Gerlach!

 

Montag, 29. April, 22:30 Uhr: Nachtschwärmerinnen!

Heute feiern wir unser erstes Literatur Late Night der 2019er Saison – mit den drei „Nachtschwärmerinnen“ Constance Hotz, Silke Knäpper und Sibylle Schleicher.

Nachtschwärmerinnen: Die 1. Stadtschreiberin Neu-Ulm trifft Kolleginnen

Ort: Aegis Buchhandlung, Breite Gasse 2, ULM
Eintritt: 6 €
Achtung: Begrenzte Platzzahl. Maximal 25 Gäste möglich!

Constance Hotz (Foto rechts) ist die erste Neu-Ulmer Stadtschreiberin. An diesem Abend trifft sie auf die Autorenkolleginnen Silke Knäpper (Mitte) und Sibylle Schleicher. Worum es geht? Um Lieblingsautoren, Inspirationsquellen und lesenswerte Literatur abseits bekannter Pfade. Wie lesen Autorinnen, welche Zeilen von anderen Autoren lösen ihre eigene Fantasie aus?

 

Heute abend: Die Magie von Raum und (W)Ort

MAGIE VON RAUM UND (W)ORT. Olaf Velte und Axel Dielmann im Gespräch

28. April 2019, 19:30 Uhr
vh ulm – EinsteinHaus, Club Orange
Moderation Florian L. Arnold

Heute begrüßen wir den Autor Olaf Velte und seinen Verleger Axel Dielmann, letzterer wird sich zudem auch als Autor mit seinem neuen, bei Diaphanes erschienenen Erzählband „Die Schneiderin“ präsentieren.

Olaf Velte, 1960 in Bad Homburg geboren, hat Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Philosophie studiert. Veltes Literatur ist von einer einzigartigen Bildmächtigkeit: Ein Autor, dessen stark verdichtete und sprachlich durchkomponierte Texte sich gegen eine oberflächliche Lesart sperren – eine Literatur, die mit Bedacht und Ruhe genossen werden will. Er wird an diesem Abend begleitet von seinem Verleger Axel Dielmann, der seinerseits eigene Erzählungen zur Kunst vorstellt: Verstört irrt der Erzähler seines Buches„Die Schneiderin“ durch die Ausstellung im Anatomischen Theater, „Körperkunst – 42 Einblicke“. Nicht nur die Exponate verstören – auch das unheimliche Kind namens „Kubin“ und der ausser Kontrolle geratende innere Monolog im Angesicht der Kunst.

 

Literaturwoche Donau 2019: Hinaus nach Blaubeuren!

Montag, 29. April 2019, 20 Uhr
Olaf Velte und Axel Dielmann im Gespräch

Theater in der Talmühle, Blaubeuren
:: LINK

Zur Literaturwoche Donau 2019 haben wir uns Olaf velte und Axel Dielmann als Duo eingeladen. Man kann die beiden am  > Sonntag, 28. April in der Ulmer Volkshochschule erleben.
Wer aber an diesem Abend nicht dabei sein kann, dem sei ein Ausflug nach Blaubeuren empfohlen, wo Dielmann & Velte sich am Montag im Theater in der Talmühle ein weiteres Stelldichein geben. Sicherlich ist diese „Doppelconference“ ein lohnenswerter Termin und der erste Pogrammpunkt der Literaturwoche in Blaubeuren!

Olaf Velte, ein Autor, dessen stark verdichtete und sprachlich durchkomponierte Texte sich gegen eine oberflächliche Lesart sperren, wird an diesem Abend begleitet von seinem Verleger Axel Dielmann, der seinerseits eigene Erzählungen zur Kunst vorstellt. Humorvoll werden nicht nur literaturbestimmende Faktoren beleuchtet, sondern durch viele Lese-Auszüge ein Einblick in das vielgestaltige Werk zweier zeitgenössischer Autoren gegeben, die mit dem Wort so elegant umzugehen wissen, wie es heute selten geworden ist.

 

 

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